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Wieder Tränengas an der griechisch-türkischen Grenze

In this photo taken Wednesday, March 11, 2020, Greek security force use teargas against stone-throwing migrants at the Turkish-Greek border in Pazarkule, Edirne region, Turkey. Thousands of migrants massed on Turkey's border with Greece, after the Turkish government said last month that it would no longer try to contain migrants on its territory. (AP Photo)

Tränengaseinsatz an der griechisch-türkischen Grenze in Pazarkule. Bild: AP

In der Nacht zum Mittwoch ist es an der griechisch-türkischen Grenze erneut zu Zwischenfällen am Übergang von Kastanies/Pazarkule gekommen.



Etwa 500 vor allem jugendliche Flüchtlinge versuchten, den Grenzzaun auf griechischer Seite nieder zu reissen. Dabei seien von türkischer Seite Tränengasgranaten und Steine auf die Beamten der griechischen Polizei und der europäischen Grenzschutzagentur Frontex geschleudert worden, berichtete das griechische Staatsfernsehen.

Die griechischen Beamten setzten den Angaben zufolge starke Ventilatoren ein, um die Tränengas- und Rauchschwaden zurück auf türkisches Territorium zu treiben. Auch sie setzten Tränengas ein.

Die Zwischenfälle dauerten etwa eineinhalb Stunden. Gegen 4.00 Uhr seien die Flüchtlinge zurück in ein provisorisches Lager in Pazarkule gegangen, wie Augenzeugen berichteten. Seitdem herrsche wieder Ruhe am Grenzübergang, berichteten Reporter aus Kastanies.

Bekenntnis zu Flüchtlingspakt

Am Dienstag hatte sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bei einem Video-Gipfel mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einer Aufstockung der EU-Mittel für die Versorgung von syrischen Flüchtlingen in der Türkei bereiterklärt. Bei dem Gespräch, an dem auch der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Boris Johnson teilnahmen, habe man sich klar zu dem Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei bekannt, sagte Merkel.

Der Flüchtlingspakt von 2016 sieht vor, dass Ankara gegen illegale Migration vorgeht. Erdogan hatte der EU aber vorgeworfen, sie habe nicht wie versprochen sechs Milliarden Euro für die 3.6 Millionen in der Türkei lebenden Flüchtlinge überwiesen.

Die Türkei hatte dann Ende Februar erklärt, die Grenze zur Europäischen Union sei offen. Daraufhin machten sich Tausende auf den Weg, um aus der Türkei nach Griechenland und somit in die EU zu gelangen. (wst/sda/dpa)

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