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UNO fordert Unterstützung für Griechenland in der Flüchtlingskrise



epaselect epa04887386 Migrants dwell at the abandoned Hotel Captain Elias, Kos island, Greece, 17 August 2015. The Greek island is struggling with a major influx of refugees and migrants amidst the financial crisis and the height of the tourist season.  EPA/ODYSSEUS

Erschöpfte Flüchtlinge im stillgelegten Hotel Captain Elias auf Kos (7. August). Bild: ODYSSEUS/EPA/KEYSTONE

Das schwer unter der Schuldenkrise leidende Griechenland ist nach UNO-Einschätzung durch immer weiter steigende Flüchtlingszahlen überfordert und braucht dringend Unterstützung. Seit Jahresbeginn kamen rund 160'000 Migranten nach Griechenland.

«Wir warnen seit Monaten, dass die Flüchtlingskrise in Griechenland immer schlimmer wird.»

Allein im Juli seien es rund 50'000 Menschen gewesen – etwa 7000 mehr als im gesamten vergangenen Jahr, teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit.

«Wir warnen seit Monaten, dass die Flüchtlingskrise in Griechenland immer schlimmer wird», sagte UNHCR-Sprecher William Spindler. «Die Infrastruktur für Aufnahme, Betreuung und Registrierung auf den griechischen Inseln und auf dem Festland muss dringend gestärkt werden.»

Die UNO-Organisation rät der Regierung in Athen, ein Sondergremium zu schaffen, das alle Aktivitäten zur Aufnahme und Unterstützung der Flüchtlinge koordiniert. «Europäische Staaten sollten Griechenland dabei unterstützen», fordert das UNHCR. 

Ein Grossteil der Flüchtlinge, die von der Türkei zu den nahegelegenen griechischen Inseln Kos, Lesbos, Samos und Chios übersetzen, stammen aus Syrien, Irak und Afghanistan. Die Behörden auf den Inseln sind von dem Andrang völlig überfordert. Viele Flüchtlinge leben oft wochenlang an den Stränden und auf den Strassen, bevor sie schliesslich registriert werden und nach Athen weiterreisen können.

Die meisten Flüchtlinge bleiben aber nicht in Griechenland, sondern reisen über den Balkan weiter nach Mittel- und Nordeuropa, wo sie sich bessere Arbeits- und Lebenschancen erhoffen. (wst/sda/dpa/afp)

Flüchtlingskrise auf der Ferieninsel Kos

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