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Griechische Banken öffnen am Montag wieder, aber die Tagesglimite von 60 Euro bleibt

Am Montag ist es soweit: Nach drei Wochen sollen die Banken in Griechenland wieder öffnen. Allerdings bleiben die Kapitalverkehrskontrollen in Kraft: Pro Tag können Kunden weiterhin nur 60 Euro abheben. 



«Von Montag an können die Bürger an die Bankschalter gehen», sagte der stellvertretende Finanzminister Dimitris Mardas am Donnerstagabend dem Fernsehsender ERT. Die Ankündigung erfolgte, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) verkündet hatte, dass sie die Nothilfen für die griechischen Banken erhöhen werde.

Der Rahmen für die sogenannten ELA-Hilfen werde für zunächst eine Woche um 900 Millionen Euro erhöht, sagte EZB-Präsident Mario Draghi. Damit steht den Banken wieder mehr Bargeld zur Verfügung.

Davor hatte EU-Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis erklärt, alle 28 EU-Mitgliedsstaaten hätten «grundsätzlich» zugestimmt, Athen zur Rückzahlung der fälligen Kredite von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) zur Überbrückung Kredite aus dem EU-Krisentopf EFSM bereitzustellen.

Die Entscheidung müsse am Freitag aber noch formell bestätigt werden. Alles in allem dürfte es sich um rund sieben Milliarden Euro handeln. Unmittelbar nach der Zustimmung der Eurogruppe beschloss die EZB, den griechischen Banken nach zweieinhalb Wochen wieder mehr Bargeld zugänglich zu machen. 

Die Banken waren am 29. Juni von der Regierung geschlossen und die täglichen Abhebungen begrenzt worden, um einen Zusammenbruch des griechischen Bankensystems in der Schuldenkrise zu verhindern. In den Wochen zuvor hatten Bankkunden ihre Konten leer geräumt aus Furcht, dass sie im Fall einer Verschärfung der Krise nicht mehr an ihr Geld gelangen oder dieses ganz verlieren.

Gegenwärtig können die Griechen pro Tag höchstens 60 Euro von ihren Konten abheben. Überweisungen ins Ausland sind nur nach einer Genehmigung der Zentralbank und des Finanzministeriums möglich. 

Auf Alexis Tsipras blickt ganz Europa – und so blickt er zurück

Derweil bahnt sich in der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras eine Umbildung an. Es wird erwartet, dass er jene Minister ersetzt, die gegen das dritte Hilfspaket gestimmt haben. 

Der griechische Innenminister und Tsipras-Vertraute Nikos Voutsis rechnet sograr mit vorgezogenen Neuwahlen im Herbst. Die Wahl werde «ziemlich wahrscheinlich» im September oder Oktober stattfinden, sagte der Syriza-Politiker im griechischen Radio. (trs/whr/sda/dpa/afp) 

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