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UN-Experten kritisieren Iran für Hinrichtung von jugendlichem Täter



FILE - In this May 26, 2011 file photo, the feet of convicted man Mahdi Faraji, is seen with shackle, while he is being hanged, at the city of Qazvin about 80 miles (130 kilometers) west of the capital Tehran, Iran. Dozens of people who were arrested in Iran for crimes committed before they were 18 remain at risk of the death penalty despite recent reforms, with many having already spent years on death row, according to a report by Amnesty International released Tuesday, Jan. 26, 2016. (AP Photo/Mehr News Agency, Hamideh Shafieeha, File)

Bild: AP/Mehr News Agency

Zwei UN-Menschenrechtsexperten haben sich bestürzt über die Hinrichtungen eines jungen Mannes im Iran gezeigt, der als 17-Jähriger einen Mord begangen haben soll. Sie seien zudem besorgt, dass schon am Mittwoch weitere Exekutionen folgen könnten, hiess es in einer Mitteilung des UN-Menschenrechtsbüros in Genf.

Am Dienstagmorgen sei Schajan Saeidpur gehängt worden. Dem jungen Mann wurde ein Mord im August 2015 vorgeworfen, zum Tode verurteilt wurde er der Mitteilung zufolge im Oktober 2018. Zum Tatzeitpunkt war er demnach erst 17 Jahre alt.

«Wir sind schockiert darüber, dass die iranischen Behörden sich erneut den internationalen Pflichten widersetzt haben, indem sie einen Straftäter im Kindesalter exekutiert haben», sagten die Experten der Mitteilung zufolge. «Wir haben die iranische Regierung und die Justiz wiederholt daran erinnert, dass das internationale Menschenrechtsgesetz klar sagt: die Durchführung einer Todesstrafe gegen Straftäter im Kindesalter ist strikt verboten, die Anwendung ist eine ungeheuerliche Verletzung des Rechtes auf Leben

Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die Hinrichtung im Iran scharf. Sie sei ein weiterer Beweis dafür, dass die Behörden das Recht auf Leben missachteten, hiess es in einer Mitteilung.

Das UN-Menschenrechtsbüro kritisierte zudem, dass die iranischen Behörden die Familie Saeidpurs gedrängt hätten, sich für die Vollstreckung der Todesstrafe auszusprechen - wohl auch, weil der junge Mann während Corona-Protesten Ende März aus dem Gefängnis ausgebrochen sei. (aeg/sda/dpa)

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