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A Israeli soldier takes cover as an Iron Dome air defense system launches to intercept a rocket from the Gaza Strip, in Ashkelon, southern Israel, Tuesday, May 11, 2021. (AP Photo/Ariel Schalit)

Ein israelischer Soldat geht in Deckung während das Raketenabwehrsystem Iron Dome eine Abfangrakete abschiesst. Bild: keystone

Erste zivile Opfer auf israelischer Seite +++ Netanjahu kündigt Verschärfung an

Der Konflikt in Jerusalem zwischen Israel und den Palästinensern droht zu eskalieren. Bis Dienstagmittag flogen hunderte Raketen aus Gaza nach Jerusalem und vice versa.



Die neusten Entwicklungen

Die Ereignisse im Detail:

Wie kam es zu den Raketenbeschüssen?

Auf dem Tempelberg war es am Montag erneut zu Auseinandersetzungen gekommen. Vor der Al-Aksa-Moschee setzten Polizisten Blendgranaten, Tränengas und Gummigeschosse gegen Steine werfende Palästinenser ein. Palästinensische Rettungskräfte sprachen von mehr als 300 Verletzten. Nach Polizei-Angaben wurden fast zwei Dutzend Beamte verletzt.

Nach den Zusammenstössen hatte die Hamas per Ultimatum den Abzug aller Polizisten und Siedler vom Tempelberg (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum) sowie aus dem Viertel Scheich Dscharrah in Ost-Jerusalem gefordert.

Als Israel dem nicht nachkam, begann kurz nach 18 Uhr Ortszeit der Beschuss. Ein Hamas-Sprecher sagte, die Raketen seien eine «Botschaft» an den Feind Israel. Es handele sich um eine «Reaktion auf seine Verbrechen und Aggression gegen die heilige Stadt» sowie auf Israels Vorgehen auf dem Tempelberg und in Scheich Dscharrah. Zu den Angriffen bekannte sich auch die Gruppe Islamischer Dschihad. Militante Palästinenser im Gazastreifen haben nach Angaben der israelischen Armee am Montag insgesamt rund 150 Raketen auf Israel abgefeuert.

Das Militär veröffentlichte bei Twitter ein Video des Vorfalls im Norden des Küstengebiets.

Wie reagierte das israelische Militär?

Ein Armeesprecher sagte, die meisten Raketen seien in offenem Gelände niedergegangen oder abgefangen worden. Warnsirenen ertönten im Gebiet um den Gazastreifen sowie in den Städten Beit Schemesch, Aschkelon und Sderot. Vom Gazastreifen wurde nach Angaben des Sprechers zudem eine Panzerabwehrwaffe auf zivile Fahrzeuge abgefeuert. Ein Zivilist sei verletzt worden.

Der Sprecher sagte weiter, sechs Raketen seien auch in Richtung Jerusalem abgeschossen worden. Eine habe ein ziviles Haus in einem Vorort getroffen, eine sei abgefangen worden. Die anderen seien in offenem Gelände niedergegangen. Letztmals sei in der Stadt im Sommer 2014 Raketenalarm ausgelöst worden. Ein Marsch in der Stadt anlässlich des Jerusalem-Tages wurde nach Polizeiangaben wegen der Angriffe abgebrochen. Berichten zufolge wurde das Parlament in Jerusalem geräumt.

Die isrealische Armee hat daraufhin angefangen, Ziele im Norden des Gazastreifens anzugreifen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden dabei insgesamt 20 Palästinenser getötet, darunter neun Kinder. Zudem seien 67 Menschen im Gazastreifen verletzt worden. Es war zunächst unklar, unter welchen genauen Umständen die Menschen zu Tode kamen. Es gab auch Berichte aus dem Gazastreifen, nach denen einige Einwohner möglicherweise durch fehlgeleitete Raketen der eigenen Seite getötet wurden.

Weshalb ist die Stimmung so aufgeladen?

Die Lage im Westjordanland und im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems ist seit Beginn des Fastenmonats Ramadan angespannt. Viele Palästinenser sind zornig, weil die Polizei Bereiche der Altstadt abgesperrt hatte, um Versammlungen zu verhindern.

Ausserdem drohen einigen palästinensischen Familien im Stadtteil Scheich Dscharrah Wohnungsräumungen durch israelische Behörden. Die Familien bewohnten die Häuser teils seit Jahrzehnten. Der Rechtsstreit darüber dauert bereits Jahre. Gemäss NZZ räumten Siedler ein, dass es ihnen darum gehe, strategische Orte im besetzten Ostjerusalem unter ihre Kontrolle zu bringen. Während Unruhen griffen Siedler am Donnerstag zu den Waffen. Die israelische Polizei nahm die Waffen ab, liess sie aber ansonsten in Ruhe.

Was macht die Lage zusätzlich brenzlig?

Israel feierte am Montag den Jerusalem-Tag. Das Land zelebriert damit die Eroberung des arabischen Ostteils von Jerusalem, einschliesslich der Altstadt während des Sechstagekriegs 1967. Aus Sorge vor Gewalt hat die israelische Polizei Juden am Montag verboten, bei Flaggenmärschen durch die Altstadt auch den Tempelberg zu besuchen. Die Palästinenser sehen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

The Dome of the Rock mosque in the Al Aqsa Mosque compound, also known to Jews as the Temple Mount, is seen in in this aerial photo of Jerusalem's Old City, Tuesday, Oct. 2, 2007 (AP Photo/Kevin Frayer)

Der Tempelberg ist für Juden und Muslime heilig. Bild: AP

Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist für Juden wie Muslime von herausragender Bedeutung. Es ist die drittheiligste Stätte im Islam. Zugleich standen dort früher zwei jüdische Tempel, von denen der letzte im Jahr 70 von den Römern zerstört wurde. Die Klagemauer ist ein Überrest jenes zerstörten Tempels und die heiligste Stätte der Juden. (dfr/jaw/sda/dpa)

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Proteste nach US-Botschafts-Eröffnung in Jerusalem

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Proteste nach US-Botschafts-Eröffnung in Jerusalem
quelle: ap/ap / sebastian scheiner
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210508 Schwere Zusammenstösse in Jerusalem mit Dutzenden Verletzten

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Luks lebt im Zentrum der israelischen Küstenmetropole. Dort kam es am Dienstag gegen 20 Uhr zu Raketenangriffen. Der Grund: Die …

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