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Die Studentin Benedetta Soncini hatte ihre Abschlussfeier in einer Videokonferenz. screenshot: Telereggio

Italienische Studenten: Vom Online-Abschluss direkt an die Corona-Front

Die Corona-Krise stellt Italiens Gesundheitssystem auf die Probe. Um möglichst schnell neues Personal zu organisieren, hat eine Universität den Abschluss des Pflege-Studiums vorverschoben.



Das Coronavirus stellt die italienischen Spitäler vor grosse Herausforderungen. Das Virus breitet sich im ganzen Land mittlerweile so schnell aus, dass das Gesundheitssystem an seine Grenzen kommt. Mittlerweile sind schon über 40'000 Menschen an Covid-19 erkrankt.

Um das System zu stärken, will das Land möglichst schnell neues Pflegepersonal in die Spitäler schicken. Ausgebildet wird es zum Beispiel an der Università di Modena e Reggio in der Emilia-Romagna.

Normalerweise schliessen die Studenten dort die Ausbildung für Krankenpflegepersonal im April ab. Doch aufgrund der Coronavirus-Krise entschied sich die Uni, das Programm zu verkürzen.

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Die Studenten erhalten ihre Noten von den Dozenten. screenshot: telereggio

Prüfungen und Abschluss vorverschoben

So fanden die letzten Online-Prüfungen bereits in diesem Monat statt. Zudem wurden die angehenden Pfleger schon vor ihrem Abschluss von Spitälern kontaktiert, damit sie so schnell wie möglich mit der Arbeit beginnen können.

Eine spezielle Situation für die Studentinnen und die Studenten, welche ihr Berufsleben mitten in einer Krisensituation beginnen. Dazu meint Benedetta Soncini gegenüber «TeleReggio»: «Einerseits freut es uns, dass wir direkt einsteigen und unsere Kollegen unterstützen können. Andererseits haben wir aber auch Respekt davor, gleich in einem so neuen und schwierigen Ambiente zu beginnen.»

Auch die traditionelle Abschlussfeier musste dem Umständen entsprechend durchgeführt werden: Sie fand online statt, in einem Video-Call mit über 50 Beteiligten. «Es war sehr emotional. Mit der heutigen Technologie fühlte ich die Nähe zu meinen Freunden trotzdem», so Soncini. (dab)

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Coronavirus: Was du wissen musst

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Coronavirus: Was du wissen musst
quelle: ap / zoltan balogh
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