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Japaner ist zu schüchtern – das kostet seinen Chef 287'000 Franken

Philipp Blanke / watson.de



Schüchternheit kann süss und romantisch erscheinen, aber sie kann einen auch in grosse Schwierigkeiten bringen. Das musste ein 73-jähriger Ticketverkäufer aus Tokio nun erfahren. 

Cherry blossom flowers are reflected on a pond at Shinjuku Gyoen national garden in Tokyo, Monday, March 26, 2018. Cherry blossom flowers are at full bloom in Tokyo, Japan as it warms up for the spring season.  (AP Photo/Koji Sasahara)

Besonders schön zur Kirschblüte: Der Shinjuku-Gyoen-Park. Bild: AP/AP

Dies zuzugeben war dem Verkäufer so peinlich, dass er ab 2014 insbesondere ausländische Touristen einfach durchgewunken haben soll. Um die 160'000 Besucher sollen es gewesen sein, was für den Park einen Verlust von umgerechnet rund 284'000 Franken bedeutet.

Alles begann mit einer schlechten Erfahrung – wie der Verkäufer einräumte:

«Einmal hat mich ein Tourist so angebrüllt, weil ich keine Fremdsprachen spreche, dass ich richtig Angst bekommen habe.»

Gegenüber der «Shankai Shimbun» 

Zukünftig wollte er den Kontakt mit Touristen vermeiden. Ende 2016, so berichten mehrere Medien übereinstimmend, soll ein Kollege des Parkwächters Verdacht geschöpft und den Fall gemeldet haben.  

Visitors enjoy the cherry-blossom viewing at Shinjuku Gyoen national garden in Tokyo, Monday, March 26, 2018.  At the garden, people laid down picnic sheets to enjoy

Der Park ist bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt. Bild: AP/AP

Als der Fall bekannt wurde, wurden dem Wächter zur Strafe zehn Prozent Monatslohns abgezogen. Inzwischen hat er gekündigt und bot einen Teil von seinem Ruhestandsbonus von rund 2600 Franken als zusätzliche Entschädigung an.

Das geheimnisvolle Otter-Maskottchen aus Japan

Video: watson

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