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epa06015766 (FILE) - An undated photo made available by the North Korean Central News Agency (KCNA), the state news agency of North Korea, shows the test-fire of a ballistic rocket equipped with precision guidance system, at an undisclosed location in North Korea (reissued 08 June 2017). According to South Korea's Joint Chiefs of Staff, North Korea has fired several suspected land-to-sea ballistic missiles, early on 08 June 2017, from the Wonsan area of the Kangwon Province.  EPA/KCNA   EDITORIAL USE ONLY

Die nordkoreanische Armee bei einem Raketentest. (Symbolbild) Bild: EPA/KCNA

Nordkorea schiesst erneute ballistische Rakete ins Japanische Meer



Nordkorea hat trotz massiver Warnungen erneut eine ballistische Rakete getestet. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Südkoreas Militär berichtete, startete die Rakete am Freitag gegen 23.41 Uhr (Ortszeit, 16.41 Uhr MESZ) in der Provinz Chagang-do nahe der Grenze zu China.

Niedergegangen sei sie im Japanischen Meer zwischen Japan und der koreanischen Halbinsel. Nach US-Angaben handelte es sich um eine Interkontinentalrakete. Sie sei etwa tausend Kilometer weit geflogen, teilte das Pentagon mit. Erst Anfang Juli hatte das Land eine Interkontinentalrakete abgefeuert, die vor Japan ins Meer stürzte.

Die Rakete sei 45 Minuten geflogen und dann in ein Seegebiet der exklusiven Wirtschaftszone Japans gestürzt, sagte Japans oberster Kabinettssekretär Yoshihide Suga der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo und dem Fernsehsender NHK zufolge. Dabei handelt es sich um eine von Japan beanspruchte Wirtschaftszone 200 Meilen vor der Küste des Inselstaats.

Sicherheitsräte einberufen

Südkorea und Japan beriefen nach dem Raketenstart ihre nationalen Sicherheitsräte ein. In Südkorea zitierte die Agentur Yonhap einen Regierungsbeamten mit den Worten, «Präsident Moon hat einen Notfallbefehl zur Versammlung des Sicherheitsrats gegeben, sobald er über den Raketenstart informiert wurde».

Zuletzt hatte der kommunistische Norden Anfang Juli nach südkoreanischen Angaben eine Interkontinentalrakete (ICBM) getestet, die auch die USA erreichen kann. Der Test der Hwasong-14 genannten Rakete, den Machthaber Kim Jong Un persönlich angeleitet habe, sei erfolgreich gewesen, berichteten Nordkoreas Staatsmedien am 4. Juli.

Nordkorea könne «jeden Teil der Welt mit Atomwaffen treffen», verlautete aus Pjöngjang. Zum neuen Raketenstart lag zunächst keine Mitteilung aus Nordkorea vor. (sda/dpa/afp)

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