DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Proteste in Pakistan nach «IS»-Angriff – Inlandsflüge eingeschränkt



Indian army soldiers display a cordon and search operation (CASO) during a training session at a corps battle school at Sarol in Rajouri, about 135 kilometers (84 miles) northwest of Jammu, India, Tuesday, Dec. 15, 2020. AP journalists were recently allowed to cover Indian army counterinsurgency drills in Poonch and Rajouri districts along the Line of Control. The training focused on tactical exercises, battle drills, firing practice, counterinsurgency operations and acclimatization of soldiers to the harsh weather conditions. (AP Photo/Channi Anand)

Bild: keystone

In der pakistanischen Hafenmetropole Karachi sind nach tagelangem Protest mehrere Inlandsflüge eingeschränkt worden. Seit Montag gehen zahlreiche Familien nach dem gewaltsamen Tod von elf Minenarbeitern der schiitischen Hasara-Minderheit in der südwestlichen Provinz Baluchistan auf die Strasse. Sie fordern von der Regierung mehr Schutz und die Verhaftung der Täter.

Mehrere Flüge wurden der staatlichen Fluglinie Pakistan International Airlines zufolge gestrichen oder verschoben. Während die meisten Angehörigen in der Provinzhauptstadt Quetta demonstrierten, gab es in der bevölkerungsreichsten Stadt Karachi zahlreiche Sitzblockaden. Auch in der Hauptstadt Islamabad wurden Proteste angekündigt.

Die elf Minenarbeiter waren am Sonntag bei einem Angriff getötet worden. Bewaffnete Männer sollen die Arbeiter aus einem Kohleabbaugebiet entführt und anschliessend erschossen haben. Die sunnitische Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bekannte sich zu der Attacke.

Familien und Anwohner protestieren seit Tagen und fordern von der Regierung unter Premier Imran Khan, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Nach islamischer Tradition müssen Beerdigungen so schnell wie möglich stattfinden. Angehörige weigerten sich jedoch, die Toten zu begraben. Erst wenn die Täter gefasst seien, wollten sie ihre getöteten Familienmitglieder begraben.

Immer wieder sind Schiiten in dem mehrheitlich sunnitischen Pakistan Ziel von Extremisten. Auch im Nachbarland Afghanistan verübt der «IS» regelmässig Anschläge auf die schiitische Hasara-Minderheit. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Bombe in Koranschule in Pakistan – sieben Kinder sterben

1 / 12
Bombe in Koranschule in Pakistan – sieben Kinder sterben
quelle: keystone / bilawal arbab
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Initiative pflanzt Bäume auf privatem Grund in Pakistan – die Reaktion folgt sofort

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Fotos aus einer anderen Welt

Schillernde Transsexuelle im grauen Alltag Pakistans

Pakistan hat gut 180 Millionen Einwohner: Nur in Indonesien leben noch mehr Muslime. In Islamabad hat das Militär das Heft in der Hand, während im unwegsamen Nordwesten Clans herrschen, die mit den Taliban in Afghanistan zusammenarbeiten. Nicht zuletzt ist Pakistan bettelarm und rangiert beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf Rang 147 – von 186 Staaten.

Kurz: Die Voraussetzungen für Toleranz gegenüber Transsexuellen sind nicht gerade rosig. 

Doch wie überall sonst auf der Welt gibt es auch …

Artikel lesen
Link zum Artikel