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Projekt OneWeb soll für schnelleres Internet sorgen – neue Satelliten platziert



Mit einer Sojus-Trägerrakete sind 34 neue Satelliten des britischen Kommunikationsunternehmens OneWeb für eine bessere Internetversorgung auf der Erde ins Weltall gestartet. Die Rakete hob pünktlich am Samstagabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe ab, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte.

Nach gut drei Stunden sollten die Satelliten auf rund 450 Kilometern Höhe ankommen, sich dann ablösen und auf ihre Umlaufbahn bewegen.

In this handout photo released by Roscosmos Space Agency Press Service, A Soyuz-2.1b launch vehicle takes-off with another 34 OneWeb satellites from the Baikonur Cosmodrome in Kazakhstan, Kazakhstan, Saturday, March 21, 2020. (Roscosmos Space Agency Press Service via AP)

Hier hebt die Sojus-Rakete in Baikonur ab. Bild: AP

Das Projekt OneWeb sieht eine Konstellation von Hunderten Satelliten im Weltall vor. Sie sollen auf der Erde ein Hochgeschwindigkeitsnetz für das Internet ermöglichen – zu Wasser, zu Land und in der Luft. Die kommerzielle Nutzung soll bereits in diesem Jahr beginnen. Das Unternehmen hatte schon für die ersten Starts russische Raketen vom Typ Sojus genutzt, um die Satelliten ins All zu schiessen.

In Baikonur, das in der Steppe der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien liegt, gelten wegen der Coronavirus-Pandemie erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Experten, die den neuen OneWeb-Start vorbereiteten, mussten besondere Gesundheitschecks durchlaufen, hiess es bei Roskosmos. Die Behörde sperrte auch für Journalisten den Zugang zum Kosmodrom.

Der in Frankreich ansässige Raketenbetreiber Arianespace hatte bereits am 7. Februar Baikonur für einen Start mit ebenfalls 34 OneWeb-Apparaten genutzt. Wegen der Coronavirus-Pandemie gibt es aktuell vom Weltraumbahnhof in Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana keine Starts. Diese werden Arianespace zufolge wieder aufgenommen, sobald es die Bedingungen erlauben. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • O ¯\_(ツ)_/¯ O 23.03.2020 00:24
    Highlight Highlight Irgendwie geil, aber irgendwie auch misstrauenerregend.

    Wem gehört der Himmel, ist hier wahrscheinlich die Frage.
  • Hak1 22.03.2020 20:18
    Highlight Highlight Global flächendeckendes Internet und bald whs. auch nur noch digitales Geld, das hört sich für mich an wie der Traum eines jeden Überwachungsstaates. Einen Vorteil hat es jedenfalls: Staaten, die die Grundrechte des Volkes missachten und in die Presse- bzw. Meinungsfreiheit eingreifen (Paradebeispiel Türkei, aber auch Iran u.v.m.) und gerne Mal den Internet-Stecker ziehen, wenn es ihnen gerade nicht passt, werden dann keinen Stecker mehr zum ziehen haben.
    • The Destiny // Team Telegram 22.03.2020 22:21
      Highlight Highlight Modern problems require innovative solutions. Den Spruch kennen sie sicher auch im Iran.
  • Auric 22.03.2020 20:11
    Highlight Highlight Alle die von Weltraumschrott phantasieren:

    das ist eine Grafik von der Lebensdauer eines Satelliten vs. der "Flug"höhe.
    Benutzer Bild
    • D(r)ummer 23.03.2020 00:31
      Highlight Highlight In einem Jahr kann viel passieren.

      Das Problem ist hier eher die Kommunikation der Satellitenbetreiber.
      Man kennt es ja, wenn jemand das Telefon am fälligen Termin nicht abnimmt ;)
  • Edwin Schaltegger 22.03.2020 13:28
    Highlight Highlight Es ist erschreckend wie unverantwortlich unser erdnaher Orbit mit Satelliten "zugemüllt" wird. Hier sollten schon längstens strengere Regeln gelten. Jedes dieser Unternehmen muss finanziell verpflichtet werden zu Entsorgung des verursachten Weltraummülls beizutragen. Diese unzähligen Telekommunikations-Satelliten behindern immer mehr die astronomische Forschung mit wichtigen Teleskop Beobachtungen und behindern zunehmend die Raumfahrtprojekte.
    Dieser kommerzielle Satellitenwildwuchs muss auf das Wesentliche eingeschränkt werden!
    • Fizjak 22.03.2020 17:48
      Highlight Highlight Jo man muss einfach ein wenog kretiv sein. China plant zum beispiel eine mondbasis auf der rückseite des mondes, um astronomie zu betreiben. Ist sowiso besser weniger interferenzen für die radioteleskope als auf der erde
    • Ton 22.03.2020 20:22
      Highlight Highlight Diese tiefen Umlaufbahnen sind kein Problem. Die Satelliten verglühen in der Atmosphäre sobald sie keinen Treibstoff mehr haben.
  • Fizjak 22.03.2020 12:48
    Highlight Highlight Es sind um die 640 satteliten die hoch gehen insgesammt. Und die ruag und die fhnw brugg haben einen beitrag dazu geleistet. Sie haben zusammen ein neues dübelsystem für satelitten entwickelt (eine sateliten wand ist eine alluminium wabe verstärkt mit kunststoff deshalb braicht man eine art dübel) welches bei diesen sateliten zum ersten mal zum einsatz kommt. Ps das haben sie zu der zeit entwickelt als die ruag und der fhnw prof gehackt wurde dies geschah noch vor der auftrags vergabe. Beim hack ging es also wahrscheinlich um diese technik (ist ein sehr lukrativer auftrag 640 sateliten)
  • PeteZahad 22.03.2020 11:01
    Highlight Highlight Denkt eigentlich auch jemand daran, dass diese Satelliten zukünftiger Weltraumschrott sind? Es gibt leider diesbezüglich keine internationale Regelung, so dass jede Firma die genügend Geld hat ihren Mist nach Gutdünken in den Orbit schiessen kann.
    Die ESA musste schon kritische Ausweichmanöver machen, weil bei SpaceX niemand bereit resp. zu erreichen war, um den Kurs zu korrigieren:
    https://mobile.twitter.com/esaoperations/status/1168534065118679042
    • Auric 22.03.2020 18:57
      Highlight Highlight tieffliegende Satelliten wie die Sterling Satelliten sind wenn überhaupt dann nur kurz Weltraum"SCHROTT" die fliegen so tief (550 km) dass die wenn sie nicht regelmässig angehoben werden durch die extrem dünne Atmosphäre abgebremst und unweigerlich abstürzen und verglühen.

      Satelliten die viel viel viel weiter draussen sind sind das wirkliche Problem z.B. die Geostationären sind 360000 km hoch.
    • PeteZahad 22.03.2020 23:57
      Highlight Highlight "As the number of satellites in orbit increases, due to 'mega constellations' such as #Starlink comprising hundreds or even thousands of satellites, today's 'manual' collision avoidance process will become impossible..."
      ESA
    • D(r)ummer 23.03.2020 00:37
      Highlight Highlight @Auric

      Risiko minimieren ist die Devise.
      Die Devise wird wohl weniger geachtet, wenn man plant, mehr als 10'000 (Starlink) Satelliten raufzuschicken.

      Zudem zerstreuen sich Teilchen bei einem Aufprall nicht nur richtung Erde, sondern in alle Richtungen um die Flugbahn.
      Das Thema ist zu brisant, wenn man nur die Scheuklappen "globales Internet" vor Augen hat.

  • ochocinco 22.03.2020 10:41
    Highlight Highlight https://www.businessinsider.com/softbank-backed-satellite-startup-oneweb-is-at-risk-of-dying-2020-3
  • Imfall 22.03.2020 09:10
    Highlight Highlight schnelleres Internet, für mehr Weltraum Schrott.. oder doch umgekehrt? 😅

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