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Berühmter russischer Historiker bei der Entsorgung von Leichenteilen erwischt

In St. Petersburg wurde ein bekannter Historiker wegen Mordes festgenommen. Aufgeflogen ist er, als er bei der Entsorgung von Leichenteilen in einen Fluss stürzte und gerettet werden musste.



Der prominente russische Geschichts- und Napoleon-Experte Oleg Sokolow hat gestanden, eine seiner ehemaligen Studentinnen ermordet und deren Leiche zerstückelt zu haben. Gemäss «Spiegel Online» wurde der 63-Jährige festgenommen, als er versuchte, die Leichenteile seiner Geliebten im Fluss Moika in St. Petersburg zu versenken. Dabei fiel der Mann in den eiskalten Fluss und musste von der Polizei gerettet werden. Im Rucksack, den der Professor bei sich trug, fanden die Beamten die Arme einer Frau.

FILE - In this Sunday, Sept. 16, 2012 file photo, Oleg Sokolov, a history professor at St. Petersburg State University, wears a 1812-era French army general's uniforms during a staged battle re-enactment to mark the 200th anniversary of the battle of Borodino which in 1812 was the largest and bloodiest single-day action of the French invasion of Russia, in St.Petersburg, Russia. Police in the Russian city of St. Petersburg are planning to interrogate a prominent professor who has been detained on suspicion of killing a female student after being pulled from a frigid river on Saturday, Nov, 9, 2019 with a backpack containing severed arms. (AP Photo/Dmitri Lovetsky, File) (AP Photo/Dmitri Lovetsky, File)
Oleg Sokolov

Der berühmte Historiker und Napoleon-Experte Oleg Sokolow gestand den Mord an seiner Geliebten. Bild: AP

Bei der späteren Untersuchung seiner Wohnung stiess die Polizei dann auf die enthauptete Leiche der jungen Frau. Der Historiker hatte die Leiche mit einer Säge zerstückelt – das blutverschmierte Instrument konnte ebenfalls sichergestellt werden.

Tat im Affekt

Der Universitätsprofessor teilte den Ermittlern den angeblichen Tathergang mit. So sei es mit der 24-jährigen Geliebten zu einem Streit gekommen, in dem er sie erschossen haben soll. Danach habe er ihr den Kopf, die Arme und Beine abgesägt. Der Anwalt des mutmasslichen Täters, Alexander Potschuew, teilte mit, dass Sokolow die Tat bereue und mit den Beamten kooperiere. Berichten zufolge plante der Historiker seinen Suizid: Er wollte sich als Napoleon verkleidet von der Peter-und-Paul-Festung stürzen.

epa07985764 Rescuers examine the bottom of the Moika River where were the remains of a student killed by Oleg Sokolov found in St.  Petersburg, Russia, 10 November 2019. Oleg Sokolov, a Russian historian and teacher at St. Petersburg State University, is suspected of killing his student, with whom he studied the history of France and lived. On the morning of 09 November, a passerby noticed 63-year-old Sokolov in the Moika River. Rescuers took the man out of the water, and when they opened his backpack, they found two human arms. According to media reports, the dismembered body of a young woman, Anastasia Yeshchenko, was discovered in the historian's apartment. Sokolov specializes in the military history of France, is the founder of military-historical reconstruction in Russia. He was awarded the French Legion of Honor.  EPA/ANATOLY MALTSEV

Beamte untersuchen die Moika nach weiteren Hinweisen. Bild: EPA

Sokolow gilt als Napoleon-Experte. Er veröffentlichte mehrere Bücher zu Napoleon Bonaparte. Zudem trat er als Geschichtsexperte in Dokumentarfilmen auf. Des Weiteren ist der Historiker Mitglied der französischen Ehrenlegion und unterrichtete an der Sorbonne – einer renommierten Französischen Universität in Paris.

Studenten beschreiben den Professor als begabten Lehrer, aber auch als Exzentriker und Freak. Er solle sich gerne in Historienkostümen gezeigt haben – unter anderem auch mit seiner Geliebten. (mim)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hardy18 11.11.2019 12:34
    Highlight Highlight Weniger saufen. dann klappt's besser 😏😂


    Nachtrag...
    Ich finde solchen Taten abscheulich, das oben genannte ist nicht ernst gemeint.
  • Frausowieso 11.11.2019 09:15
    Highlight Highlight Das Opfer war nicht einfach eine ehemalige Studentin. Sie war seine Lebensgefährtin und hat mit ihm zusammen gearbeitet. Es ist total despektierlich von ihr einfach lapidar als seine Geliebte zu sprechen.
  • goschi 11.11.2019 08:21
    Highlight Highlight Wieso wird die Junge Frau als "Geliebte" und nicht als Freundin bezeichnet, was sie offenbar war?
    "Geliebte" klingt immer etwas anrüchig und abwertend.
    • Blitzmagnet 11.11.2019 09:46
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