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https://www.facebook.com/jonas.harrysson.9?fref=nf

Jonas Harrysson bringt die Sache auf den Punkt.
Bild: facebbok/jonas harrysson

Dieser Pädagoge erklärt, warum wir unsere Kinder falsch erziehen – und landet damit einen viralen Brüller



Zum Thema Kindererziehung gibt es Unmengen von Literatur, jede Menge Experten und unzählige Debatten, wie man die Sache richtig angeht. Auch der Schwede Jonas Harrysson beschäftigt sich Tag für Tag mit Kindern und deren Erziehung – doch über die Grenzen der kleinen Stadt Ronneby hinaus wussten bis vor Kurzem wohl nur die Wenigsten etwas mit dessen Namen anzufangen.

Doch das hat sich nun schlagartig geändert: Seit Harrysson am 31. August auf seiner Facebook-Seite ein mittelschweres Plädoyer zum Thema Kindererziehung gepostet hat, ist sein Bekanntheitsgrad drastisch gestiegen. Denn mit seinem Beitrag hat er offensichtlich einen Nerv getroffen: Rund 12'000 Likes hat sein Posting inzwischen kassiert – ausserdem wurde es von knapp 16'000 Personen geteilt. Und das sind mehr, als seine Heimatstadt Einwohner hat.

Das Posting im Original – eine Übersetzung folgt im Anschluss:

https://www.facebook.com/jonas.harrysson.9?fref=nf

screenshot: facebook/jonas harrysson

Jonas Harryssons Botschaft auf Deutsch:

«Ich arbeite nun schon seit fast 16 Jahren mit Kids zusammen und habe festgestellt, dass es einige Dinge gibt, in denen sie immer schlechter werden.

Nr. 1: Kinder tun sich sehr schwer damit, sich zu langweilen! Die ganze Zeit muss etwas passieren. Bitte hört auf damit, eure Kinder zu verwöhnen und zu verziehen. Es schadet ihnen nicht, wenn sie sich ab und zu mal langweilen.

Nr. 2: Ich habe schon so viele Eltern kennengelernt, die sooo stolz sind und sich etwas darauf einbilden, dass ihre Kinder bereits lesen und rechnen können, bevor sie in die Vorschule kommen. Lesen und rechnen lernen sie noch früh genug. Bringt ihnen lieber bei zu spielen, Dinge zu teilen und ein guter Kumpel zu sein.

Das Dritte ist, dass viele Kinder sich schwer tun, Dankbarkeit zu zeigen – sowohl anderen Kindern als auch Erwachsenen gegenüber. ‹Bekomme ich noch etwas extra?›, ist leider oft die erste Frage. Oder: ‹Bekomme ich nur eins?›
Was ist mit dem DANKE passiert? Danke für das Essen, danke fürs Mitnehmen usw.

Ich habe keine Kinder, aber wenn ich irgendwann später welche haben sollte, werde ich ihnen beibringen zu spielen, ein guter Kumpel zu sein, Dankbarkeit zu zeigen und sich ab und zu ein bisschen zu langweilen. Wenn sie das beherrschen, dann können sie lernen, wie man liest und zählt. :) »

(viw)

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