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Familie brutal ausgelöscht: «Zerstückeler von Pioz» in Spanien vor Gericht



epa05603678 Confessed perpetrator of the quadruple homicide of Pioz, Patrick Nogueira Gouveia (C), is escorted by members of the Guardia Civil upon his arrival to the house where the bodies where found, so as to reconstruct the crime, in Pioz town, Guadalajara province, Castilla-La Mancha region, central Spain, 26 October 2016. The man murdered his Brazilian uncle and aunt and their children, aged 4 and 1, and quartered their bodies.  EPA/PEPE ZAMORA FACES PIXELATED BY SOURCE

Der Verdächtige umringt von Polizisten. Bild: EPA/EFE

In Spanien steht ein Brasilianer vor Gericht, der seinen Onkel, seine Tante und seine zwei kleinen Neffen ermordet und zerstückelt haben soll. Der Prozess gegen den sogenannten «Zerstückeler von Pioz» begann am Mittwoch vor einem Gericht in Guadalajara nördlich von Madrid.

Zunächst ging es um die Auswahl der Geschworenen. Der in Spanien lebende Brasilianer hatte den Vierfachmord in dem Dorf Pioz nach seiner Festnahme gestanden.

Der junge Mann, der zum Tatzeitpunkt 19 Jahre alt war, hatte der Anklage zufolge am 17. August 2016 mit einem Messer, Plastiksäcken und Klebeband das Haus seiner Verwandten aufgesucht. Er schnitt demnach zuerst seiner 39-jährigen Tante die Kehle durch und tötete dann seine beiden Cousins, die ein und drei Jahre alt waren. Danach wartete er auf die Rückkehr seines Onkels und tötete diesen dann auch.

Anschliessend zerstückelte er die Leichen der Erwachsenen und steckte die Körperteile in die Plastiksäcke. Während der Tat tauschte er sich der Anklage zufolge über WhatsApp mit einem Freund in Brasilien aus, dem er auch Fotos der Leichen schickte. Zum Schluss putzte er das Haus und fuhr mit dem Bus nach Hause.

Die Leichen wurden einen Monat später gefunden, nachdem Strassenreinigern der starke Gestank aus dem Haus aufgefallen war. Nach der Entdeckung floh der 19-Jährige nach Brasilien. Einige Wochen später kehrte er aber nach Spanien zurück und stellte sich der Polizei.

Der junge Mann war im März 2016 zu seiner Tante und seinem Onkel nach Spanien gegangen, weil er von einer Karriere als Profi-Fussballer träumte. Von den Ermittlern wird er als manipulativ, egozentrisch und empathielos beschrieben. Im Polizeiverhör gab er an, eine «nicht zu unterdrückende Lust aufs Töten» verspürt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft. Eine vorzeitige Entlassung soll 25 Jahre lang ausgeschlossen sein. Seine Verteidiger werten die Tat als Amoklauf. Das Geständnis legte er demnach in der Hoffnung auf eine mildere Strafe ab. Sein Freund muss sich wegen Beihilfe zum Mord in Brasilien vor Gericht verantworten. (sda/afp)

Alle 30 Stunden wird in Argentinien eine Frau ermordet

Video: srf

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