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Terrororganisation ETA löst sich endgültig auf: «Die Erklärung wird sehr eindeutig sein»



Die baskische Separatistenbewegung ETA soll demnächst ihre endgültige Auflösung bekanntgeben. Die Untergrundorganisation werde dies am ersten Wochenende im Mai machen, berichtete der regionale baskische Sender EITB am Donnerstag.

Wenn nicht «in letzter Minute» etwas dazwischenkomme, werde die ETA am ersten Mai-Wochenende ihre Auflösung bekanntgeben, sagte der Vermittler Alberto Spectorovsky am Donnerstag im baskischen Sender EITB. «Die Erklärung, wonach die ETA nicht mehr existiert, wird sehr eindeutig sein.»

Die Bekanntgabe werde im französischen Teil des Baskenlandes erfolgen. Spectorovsky gehört einer internationalen Kontaktgruppe an, die in dem Konflikt vermittelt.

FILE - In this file image made from video provided on Oct. 20, 2011, masked members of the Basque militant group ETA hold up their fists in unison following a news conference at an unknown location. A Commission overseeing the Basque group ETA's cease fire has verified on Friday Feb. 21, 2014 that ETA has sealed and put beyond operational use a specified quantity of arms, ammunition and explosives. (AP Photo/Gara via AP video, File)

ETA-Mitglieder während einer Pressekonferenz 2011. Bild: AP/GARA/APTN

Der spanische Innenminister Juan Ignacio Zoido sagte, die ETA habe keines ihrer Ziele erreicht. Sie sei politisch besiegt. Er betonte, der Gruppe würden für ihre Auflösungsankündigung keine Zugeständnisse gemacht.

Die Euskadi Ta Askatasuna – baskisch für Baskenland und Freiheit – kämpfte fast ein halbes Jahrhundert für einen eigenen baskischen Staat im Norden Spaniens und im Südwesten Frankreichs. Mehr als 850 Menschen wurden bei Attentaten und Bombenanschlägen getötet.

2011 erklärte die Gruppe eine Waffenruhe. Vor einem Jahr begann sie damit, den Behörden Waffen zu übergeben. Damit endete Westeuropas letzter grosser bewaffneter Aufstand.

Die spanische Zentralregierung hatte dem Baskenland 1981 eine grössere Unabhängigkeit in der Budgetpolitik eingeräumt. Als ähnliche Forderungen Kataloniens 2012 von der Regierung abgelehnt wurden, gab das der dortigen Unabhängigkeitsbewegung einen Schub. (sda/reu/afp)

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