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Waffenruhe in Syrien soll in der Nacht auf Freitag in Kraft treten



In Syrien sollen ab Donnerstag Mitternacht die Waffen ruhen. Die syrische Regierung und die Rebellen einigten sich auf eine flächendeckende Feuerpause. Russland und die Türkei wollen dafür garantieren.

Das syrische Generalkommando und die Armee hätten nach den militärischen Siegen der vergangenen Wochen die flächendeckende Feuerpause verkündet, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag. Die Waffenruhe soll demnach in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um Mitternacht beginnen.

FILE - In this file photo taken on June 8, 2016 provided by the Syrian Civil Defense Directorate in Liberated Province of Aleppo, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows Syrian civil defense workers, right, helps an injured woman after warplanes attacked a street, in Aleppo, Syria. Residents trapped in rebel-controlled Aleppo are struggling to survive the crippling encirclement of their once thriving city. Bread, medication and fuel are running short. For the tens of thousands who chose to remain, the battle for Aleppo is a pivot point in the Syrian war. (Civil Defense Directorate in Liberated Province of Aleppo via AP, File)

Syrien soll eine Verschnaufpause erhalten. Bild: AP Civil Defense Directorate in Liberated Province of Aleppo

Terrorgruppen ausgeschlossen

Russland und die Türkei hatten die Waffenruhe mitverhandelt. Die beiden Länder fungierten als Garantiemächte, teilte das türkische Aussenministerium mit.

Gruppen, die vom UNO-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft würden, seien von der Waffenruhe ausgenommen. Dazu zählen die «IS»-Terrormiliz und die Kämpfer der früheren Al-Nusra-Front.

Aleppo ist ein Trümmerfeld:

Das Aussenministerium in Ankara teilte weiter mit, nach der Vereinbarung verpflichteten sich die Konfliktparteien, bewaffnete Angriffe zu stoppen. Das umfasse auch Luftangriffe. Sie verpflichten sich ausserdem dazu, die Gebiete unter ihrer Kontrolle nicht auszudehnen.

Friedensgespräche und weniger russische Soldaten

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte in Moskau, dass die syrische Regierung und die Rebellen ihre Bereitschaft erklärt hätten, Friedensgespräche zu beginnen. Sie hätten eine Reihe von Dokumenten unterzeichnet, darunter auch die Vereinbarung zur Waffenruhe. Sein Land habe zugesagt, die Zahl der russischen Truppen in Syrien zu verringern.

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow sagte, die USA könnten sich den Friedensbemühungen nach der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump anschliessen. Auch Ägypten, Saudi-Arabien, Katar, Irak und Jordanien seien eingeladen, sich dem Prozess anzuschliessen.

Die Türkei unterstützt die Opposition in Syrien, Russland die Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Am Donnerstag hatte es zunächst erneut Kämpfe in der Nähe von Damaskus gegeben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete zudem von Luftangriffen. (leo/sda/dpa/afp/reu)

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