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FILE - In this May 3, 2019 file photo, provided by the Syrian Civil Defense White Helmets, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows smoke rising after Syrian government and Russian airstrikes that hit the town of al-Habeet, southern Idlib, Syria. In their latest assault on the last rebel-stronghold of Idlib, the Syrian government and its Russian backer have resorted to familiar tactics to break the will of people and pressure civilians to flee: Target residential areas, bomb hospitals and markets, destroy civilian infrastructure. It is a well-established pattern that worked for President Bashar Assad's forces seeking to recapture Aleppo and other strategic rebel territories during the 8-year war. (Syrian Civil Defense White Helmets via AP, File)

Idlib ist das letzte grosse Rebellengebiet in Syrien und daher stark umkämpft (Archivbild). Bild: AP/Syrian Civil Defense White Helmets

Zehntausende Menschen im Rebellengebiet Idlib auf der Flucht



Nach der Gewalteskalation in Syriens letztem grossen Rebellengebiet Idlib sind nach Angaben von Helfern Zehntausende Zivilisten auf der Flucht. Seit Anfang August seien mehr 70'000 Menschen von den Angriffen und Kämpfen vertrieben worden.

Das meldeten das lokale Gesundheitsdirektorat Idlib und die Hilfsorganisation Syrian American Medical Society (SAMS) am Mittwoch. Die humanitäre Lage der Menschen ist Berichten von Hilfsorganisationen und Aktivisten zufolge dramatisch. Die Flüchtlinge schlafen demnach in Fahrzeugen oder nächtigen auf freien Feldern.

Die Vereinten Nationen machten am Mittwoch zunächst keine neuen Angaben zur Zahl der Vertriebenen. Ein Sprecher des Uno-Nothilfebüros Ocha erklärte jedoch, es gebe «beunruhigende Berichte» über immer mehr Vertreibung in der Region. Im Juli hatten die Uno von rund 400'000 Vertriebenen seit April gesprochen.

Die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens ist nach mehr als acht Jahren Bürgerkrieg das letzte grosse Gebiet des Landes unter Kontrolle von Regierungsgegnern. Dominiert wird es von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS).

This photo provided by the Syrian Civil Defense White Helmets, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows members of the White Helmets carrying a man who was wounded after airstrikes by Syrian government forces hit the town of al-Mastoumah in Idlib province, Syria, Thursday, June. 20, 2019. Syrian rescuers say at least two ambulance workers and several other civilians, including children have been killed in government airstrikes in the last rebel stronghold in the country's northwest. (Syrian Civil Defense White Helmets via AP)

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad lässt Luftangriffe durchführen – immer wieder erwischt es Zivilisten (Archivbild). Bild: AP/Syrian Civil Defense White Helmets

Anhänger von Machthaber Baschar al-Assad hatten im April eine Offensive begonnen. Jets der syrischen Regierung und ihres Verbündeten Russland fliegen Luftangriffe, bei denen immer wieder viele Zivilisten sterben. Anfang dieser Woche erzielten die Regierungstruppen einen wichtigen Sieg, als sich die Rebellen aus der strategisch wichtigen Stadt Chan Schaichun zurückzogen.

Hilfsorganisationen zufolge fliehen die Menschen aus dem Süden der Region Idlib Richtung Norden. Insgesamt leben in dem Rebellengebiet rund drei Millionen Menschen. Etwa die Hälfte von ihnen wurde bereits aus anderen Gebieten Syriens vertrieben. Die benachbarte Türkei hat aus Sorge vor einem neuen Flüchtlingsandrang ihre Grenze geschlossen. (mim/sda/dpa)

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