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People and civil defence personnel remove rubble as they look for survivors at a damaged site after an air strike on rebel-held Idlib city, Syria March 19, 2017. REUTERS/Ammar Abdullah

Bild: AMMAR ABDULLAH/REUTERS

In Damaskus toben die heftigsten Kämpfe seit langem



Kurz vor dem Beginn neuer Syriengespräche in Genf hat die Hauptstadt Damaskus die schwersten Kämpfe seit zwei Jahren erlebt. Islamistische Rebellen begannen am Dienstag einen Angriff im Osten der Stadt.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete massive Luftangriffe und Granatenbeschuss auf die Rebellenviertel Dschubar und Al-Kabun im Nordosten von Damaskus. Oppositionelle Milizen wiederum hätten auf von der Regierung kontrollierte Viertel im Zentrum der Stadt gefeuert.

Eine Anwohnerin berichtete, es seien seit den Morgenstunden heftige Gefechte und Explosionen zu hören. Eine andere Frau erklärte, einige Bewohner hätten die Stadt verlassen.

Damaskus wird von Regierungstruppen massiv gesichert und ist seit Beginn des Konflikts vor sechs Jahren von heftigen Kämpfen weitgehend verschont geblieben. Die Gegner der Regierung beherrschen jedoch ein Gebiet östlich der Hauptstadt, das seit langem blockiert wird. Zehntausende Menschen sind eingeschlossen. Versorgt wird das Gebiet über Schmugglertunnel.

Rebel fighters inspect a tunnel they said belonged to Islamic State fighters which connects the city to Aqeel mountain, in the northern Syrian city of al-Bab, Syria March 13, 2017. REUTERS/Khalil Ashawi

Schmugglertunnel Bild: KHALIL ASHAWI/REUTERS

Die neuen Gefechte zwischen Regierungstruppen und islamistischen Milizen waren am Wochenende ausgebrochen. In den Reihen der Rebellen kämpfen auch Anhänger der Al-Kaida-nahen Organisation Tahrir al-Scham. In dem sechsjährigen Bürgerkrieg gilt seit Ende Dezember eine von Russland und der Türkei vermittelte Waffenruhe, die jedoch brüchig ist.

Alle Konfliktparteien in Genf

Am Donnerstag soll die nächste Runde der Syriengespräche unter UNO-Vermittlung in Genf beginnen. Nach Angaben der Vereinten Nationen nehmen daran sowohl die Rebellengruppen als auch die syrische Regierung teil.

Wie UNO-Sprecherin Alessandra Vellucci am Dienstag in Genf mitteilte, kommen die Konfliktparteien am Donnerstag zunächst getrennt voneinander mit dem Stellvertreter des UNO-Syrien-Gesandten Staffan de Mistura, Ezzeldin Ramzy, in Genf zusammen.

De Mistura selbst besuche derzeit mehrere Staaten, die eine wichtige Rolle im Syrien-Konflikt spielen, darunter Saudi-Arabien, Russland und die Türkei. Er werde nach Abschluss seiner Konsultationen die Genfer Gespräche leiten.

FILE -- In this Jan. 24, 2017 file photo, U.N. Special Envoy for Syria Staffan de Mistura speaks to journalists as he arrives to attend the talks on Syrian peace, in Astana, Kazakhstan. On Thursday, Feb. 23, 2017, de Mistura is reconvening talks between government and opposition delegations in a new bid to end the country’s catastrophic six-year war. The talks are the first hosted by the U.N. in Geneva in 10 months and follow months of bloodshed, stalled aid deliveries and stop-and-start diplomacy -- with the United States now largely sidelined. (AP Photo/Sergei Grits, File)

Staffan de Mistura Bild: Sergei Grits/AP/KEYSTONE

Die Teilnahme aller Rebellengruppen an den Genfer Gesprächen könnte den von der UNO vermittelten Friedensprozess voranbringen. Vergangene Woche hatten einige Oppositionsgruppen ihre Teilnahme an einer neuen Runde der parallel laufenden Friedensgespräche in Astana verweigert.

Die Verhandlungen in der kasachischen Hauptstadt waren von Russland, dem Iran und der Türkei initiiert worden. Sie sind dazu gedacht, den vereinbarten Waffenstillstand in Syrien zu stabilisieren und damit den Verhandlungsprozess unter Vermittlung der UNO zu unterstützen. (nfr/sda/dpa/afp)

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