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epa08237988 A group of displaced Syrians look on as they sit in an underground shelter in the Taltouna village, 17kms northwest of the city of Idlib, Syria, 22 February 2020. According to local sources, nine families with 38 children who fled from the eastern countryside of Idlib and from the western countryside of Aleppo are currently living in two underground shelters 17kms northwest of the city of Idlib. UN Special Envoy to Syria Geir Pedersen on 19 February said the ongoing military offensive in the northwest had displaced nearly 900,000 people since December, and warned of the renewed hostilities in northern rural Aleppo.  EPA/YAHYA NEMAH

Bis zu 500'000 Kinder sind in Syrien auf der Flucht: Diese verstecken sich unter der Erde in der Nähe der Stadt Idlib. Bild: EPA

Eine Million Menschen auf der Flucht – humanitäre Katastrophe im Norden Syriens

Der Krieg in der Provinz Idlib hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, die Türkei kündigt nun einen einen Angriff an. Was passiert gerade in Syrien? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Patrick Diekmann / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Der syrische Bürgerkrieg eskaliert immer weiter, die Bemühungen um eine Entspannung in der Krisenprovinz Idlib fruchten bisher nicht. Während die Armee von Machthaber Baschar al-Assad mit der Unterstützung Russlands den Angriff auf die letzte verbliebene Rebellenhochburg fortsetzt, greift die Türkei immer stärker in den Konflikt ein. Ankara sieht sich als Schutzmacht der Rebellen in der Region und schreckt nicht mehr vor direkten Angriffen auf die syrische Armee zurück.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat auch deshalb den Angriff auf syrische Truppen in Idlib für Ende Februar angekündigt. Die Soldaten von Assad würden aus der Nachbarschaft der türkischen Beobachtungsposten in der Region vertrieben, sagte Erdogan. Er hoffe, dass die Frage der Nutzung des Luftraums über der Provinz im Nordwesten Syriens rasch geklärt werde. Die Lufthoheit in dem Gebiet hat die russische Luftwaffe. Sie unterstützt den Vormarsch der syrischen Regierungstruppen.

Die Opferzahlen steigen währenddessen auf allen Seiten, vor allem unter den Zivilisten. Hunderttausende fliehen vor den Kämpfen in Richtung syrisch-türkische Grenze. Während sich die USA unter US-Präsident Donald Trump kaum noch für Syrien interessieren, sehen die europäischen Länder vor allem die Gefahr vor einer neuen Flüchtlingskrise. Doch bislang reichten ihre Bemühungen nicht aus, um diese erneute Eskalation verhindern zu können.

Der Angriff auf Idlib könnte zum letzten Massaker im nun knapp neun Jahre andauernden syrischen Bürgerkrieg werden. In der Provinz entlädt sich das Gewirr der zahlreichen Fremdinteressen in dem Stellvertreterkrieg. Trotz der zunehmenden humanitären Katastrophe ist der aktuelle Konflikt nur schwer politisch und friedlich zu lösen. Eine Übersicht:

Wer kämpft in Idlib?

Die syrischen Rebellen haben nach knapp neun Jahren Bürgerkrieg den grössten Teil ihrer früheren Gebiete verloren und sind stark von ihrem Verbündeten Türkei abhängig. Das letzte grosse Rebellengebiet ist die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens. Daneben sind Regierungsgegner auch in einem kleineren Grenzgebiet weiter nördlich aktiv, in das die Türkei bei früheren Offensiven eingerückt war, um den IS und die kurdische YPG von dort zu vertreiben. Dominiert wird Idlib von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS), aber auch kleinere Gruppen gemässigter Rebellen kämpfen dort.

Unter türkischer Führung gaben sich die Rebellen dort den Namen Syrische Nationale Armee. Die Türkei sieht in der YPG-Miliz einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation. Die Strukturen, die die Kurden in Nordsyrien entlang der Grenze aufgebaut hatten, waren der Regierung ein Dorn im Auge. Deshalb marschierte Ankara in Nordsyrien ein und errichtete mit Russland eine Sicherheitszone, in der die Regierung auch Millionen syrische Flüchtlinge unterbringen will, die derzeit in der Türkei leben. Einerseits möchte die Türkei kurdische Autonomie verhindern, andererseits ist Erdogan Gegner von Assad und möchte bei einer Nachkriegsordnung in Syrien mit am Verhandlungstisch sitzen.

Bild

bild: t-online

Die Führung in Damaskus hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie das ganze Land wieder unter ihre Kontrolle bringen möchte. Deshalb war der Angriff der syrischen Armee auf Idlib, trotz des Abkommens zwischen Russland und der Türkei über einen Waffenstillstand dort, keine Überraschung. Machthaber Assad hat vor allem durch die Unterstützung aus Russland und dem Iran wieder die Kontrolle über den Grossteil Syriens.

Russland ist im Bürgerkrieg ein zentraler Akteur. Moskau unterstützt nicht nur die Regierung militärisch, sondern pflegt auch Kontakte zu den Kurden und verhandelt mit der Türkei und dem Iran über die politische Zukunft des Bürgerkriegslandes. Dabei ist das Assad-Regime von Russland abhängig, der Kreml investierte viel, schickt Söldner und fliegt zahlreiche Luftangriffe auf Rebellen. Auch deswegen ist Russland nicht bereit, die Kontrolle über das Land zu teilen. Der Vorwand für den Angriff auf Idlib stand in Moskau von vornherein fest: der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus.

Warum ist die Lage in Idlib gefährlich?

Idlib ist die letzte verbliebene Rebellenhochburg im Land, hier sammeln sich vor allem zahlreiche Kämpfer islamistischer Milizen. Als die Rebellen die Städte Aleppo und Ost-Ghuta an die syrische Armee verloren hatten, durften sie mit Bussen die Gebiete verlassen. Sie sammelten sich in Idlib.

Syrian refugees head northwest through the town of Hazano in Idlib province as the flee renewed fighting Monday, Jan. 27, 2020. (AP Photo/Ghaith Alsayed)

Syrische Flüchtlinge flüchten in den Norden in der Provinz Idlib. Bild: AP

Neben Kämpfern suchten auch Tausende Zivilisten Zuflucht in Idlib, denn in der Provinz blieb es jahrelang friedlich, es wurde kaum gekämpft. Nach dem Beginn des Angriffs der syrischen Armee und Russlands auf Idlib sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) knapp eine Million Menschen auf der Flucht, UN und Welthungerhilfe sprechen schon jetzt von einer neuen Flüchtlingskrise.  

Der Unterschied zu den Kämpfen zuvor ist, dass Rebellen und Zivilisten in Idlib mit dem Rücken zur Wand stehen. Die Assad-Gegner fürchten, mit Gefängnis und Repressionen bestraft zu werden, wenn sie aufgeben, eine Flucht ist nicht mehr möglich. Deshalb ist es für viele Rebellen die letzte Schlacht, es droht ein Blutbad.

Seit Beginn des Aufstandes gegen Assad im März 2011 sind schätzungsweise 400'000 Menschen in Syrien getötet worden.

Warum ist die humanitäre Situation katastrophal?

Es gibt auch für Flüchtlinge kaum einen Ausweg. Die türkisch-syrische Grenze ist dicht, die türkische Regierung will nicht noch mehr Flüchtlinge im Land haben, weil man in den Jahren zuvor geschätzt 3.7 Millionen Menschen aus Syrien aufgenommen hatte. Deshalb gibt es für Zivilisten in Nordsyrien kein Vor und kein Zurück. Viele Zivilisten fürchten sich vor dem Assad-Regime und speziell vor Repressionen und Folter durch den syrischen Geheimdienst. Luftangriffe, vor allem durch Russland und die syrische Armee, treffen oft Zivilisten. Das Regime und seine Verbündeten möchten den Krieg nun möglichst schnell beenden, dafür scheint jedes Mittel recht. 

epaselect epa08188231 Syrian people gather near the Syrian-Turkish borders during a protest northwestern of Idlib, Syria, 02 February 2020. According to local reports, some 500 people joined the protest titled 'From Idlib to Berlin' organized by several civilian activists in northern Syria to highlight the sufferings of Idlib residents after the Syrian regime launched operation and escalated airstrikes on the area. According to one of the organizers, the protesting people are calling on Turkey to open safe passages so that civilians can cross to European countries, namely Germany which had previously received Syrian refugees.  EPA/YAHYA NEMAH

Flüchtlinge sitzen an der Grenze zur Türkei fest. Bild: EPA

Deshalb sitzen Hunderttausende in Zeltstädten in Nordsyrien nahe der türkischen Grenze fest. «Die Kämpfe schreiten jetzt in Gebiete mit der höchsten Konzentration von Menschen – einschliesslich der Vertriebenen – voran und drohen, humanitäre Lebensadern zu kappen», sagt UN-Generalsekretär António Guterres. Das Risiko einer «unkontrollierbaren Eskalation» mit unvorhersehbaren Folgen durch das von Russland unterstützte Vorrücken der syrischen Armee steige.

Die bislang angenommene Zahl von knapp 800'000 neuen Flüchtlingen, die in der Region versorgt werden müssten, werde deutlich überschritten, sagt Guterres. «Wir überarbeiten unsere Pläne und appellieren dringend an die Spender, weitere 500 Millionen US-Dollar zur Deckung der Bedürfnisse der neu Vertriebenen bereitzustellen.» Insgesamt seien 2.8 Millionen Menschen im Nordwesten Syriens auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

Wie sind die Kräfteverhältnisse im Kampf um Idlib?

Russland und das syrische Regime schienen militärisch die Oberhand in Idlib zu haben, ihre Truppen verzeichneten schnelle Geländegewinne in der Provinz. Moskau hoffte sicherlich, dass die Türkei nicht gewillt ist, militärisch noch mehr in Syrien zu investieren, doch offenbar hat man sich im Kreml bei dieser Einschätzung geirrt.

epa08230701 A Turkish military convoy moves east of Idlib, Syria, 20 February 2020. Turkish President Recep Tayyip Erdogan has said it is 'only a matter of time' before it launches an operation to stop a Syrian army assault on opposition-held Idlib province.  EPA/YAHYA NEMAH

Die türkische Armee greift zunehmend in Idlib ein, um das Assad-Regime zurückzuschlagen. Bild: EPA

Anfänglich waren die syrischen Rebellen und auch die Türkei durch die Offensive der Assad-Truppen überrumpelt, doch die türkische Armee schickte Truppen und Material in die Region. Erdogans Drohungen folgten Taten, nun fliegt die Türkei Luftangriffe auf die syrische Armee – ein Szenario, was noch vor kurzer Zeit völlig undenkbar war und eine neue Eskalationsstufe markiert. Und je mehr türkische Soldaten durch Angriffe der syrischen Armee sterben – bislang waren es im Februar neun – desto weniger wird die türkische Seite bereit sein, zurückzuweichen. 

Das scheint auch Russland zu verstehen und gibt sich zunehmend verschnupft. Die Türkei würde Terroristen schützen, heisst es aus dem Kreml.

Zuletzt wird das Kräftegleichgewicht durch das zunehmende Engagement der Türkei ausgeglichener und das könnte die Kämpfe in die Länge ziehen. Zuletzt verzeichneten die Rebellen sogar wieder Geländegewinne: Unterstützt vom türkischen Militär hätten Aufständische den Ort Nairab eingenommen, erklärten Vertreter der türkischen Seite und der Rebellen. Es ist das erste Gebiet, das die Kämpfer von den vorrückenden syrischen Regierungstruppen zurückeroberten. In türkischen Sicherheitskreisen hiess es, nach der Einnahme von Nairab sei das nächste Ziel der Ort Sarakeb. Dort trifft Syriens Nord-Süd-Autobahn, die die Grossstädte Damaskus und Aleppo verbindet, auf eine Strasse nach Westen ans Mittelmeer.

Wie kann der Konflikt gelöst werden?

Der Konflikt kann eigentlich nur politisch gelöst werden. Diese Floskel geistert gerne durch die internationale Politik, ist aber in Syrien völlig zutreffend. Denn selbst wenn das Assad-Regime Idlib erobern sollte, drohen seine Gegner in den Untergrund abzutauchen, mit jeder Bombe, die in Idlib fällt, drohen sich mehr Menschen zu radikalisieren. Der Aufstieg des «IS» im Irak sollte dabei ein mahnendes Beispiel sein.

Angesichts der humanitären Katastrophe haben 14 Aussenminister europäischer Staaten einen dringenden Appell an die Konfliktparteien gerichtet, den t-online.de exklusiv veröffentlichte . Die Unterzeichner, zu denen auch Bundesaussenminister Heiko Maas zählt, rufen in dem Schreiben das syrische Regime und dessen Unterstützer dazu auf, die Offensive gegen die Rebellenhochburg Idlib zu beenden und den im Herbst 2018 vereinbarten Waffenstillstand einzuhalten. 

epa08112214 Russian President Vladimir Putin (L) shakes hands with Turkish President Recep Tayyip Erdogan during their meeting in Istanbul, Turkey, 08 January 2020.  EPA/SERGEY GUNEEV / SPUTNIK / KREMLIN / POOL

Die Beziehung zwischen Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan ist angespannt: Kommt es dennoch bald zu einem Treffen? Bild: EPA

Trotzdem zeichnet sich diplomatisch bisher keine Lösung ab. Der für kommende Woche anvisierte Syrien-Gipfel mit Deutschland, Frankreich, Russland und der Türkei sei noch nicht sicher, sagte Erdogan. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Russlands Staatschef Wladimir Putin seien sich untereinander noch nicht vollständig einig.

Als Termin für das Treffen ist der 5. März im Gespräch. Möglicherweise werde er sich dann mit Putin treffen, sagte Erdogan. Bei dem Treffen sollte es eigentlich um Wege gehen, wie der Konflikt in Provinz Idlib entschärft werden kann. Die Gespräche auf höchster internationaler Ebene sollten schnell stattfinden, denn je länger die bewaffneten Kämpfe in der Region dauern, desto schwieriger wird eine Deeskalation. Und die Gewalt in Idlib hat inzwischen ein solches Ausmass angenommen, dass nicht nur die Vereinten Nationen vor einem Blutbad warnen.

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Dieser Syrer rappt über Krieg, Diktatur und Tyrannei

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 27.02.2020 16:58
    Highlight Highlight Die Türken hatten vereinbart die moderaten Rebellen von den Militanten zu trennen, damit zum Beispiel die Zivilisten in Aleppo nicht mehr andauernd von Rebellengebieten aus beschossen wurden. Die Türken machten rein gar nichts, sondern im Gegenteil, rüsteten die Rebellen munter auf.
    Dieser entscheidende Punkt der das Vorrücken der SAA begründet, scheint mal wieder nicht erwähnenswert im Artikel.
  • Mijasma 27.02.2020 12:46
    Highlight Highlight @Bruuslii
    Die Menschen wollten Reformen und freie Wahlen. Dafür sind sie auf die Strasse gegangen. Hätte Assad Reformen zugelassen wäre ein Politischer Prozess in Gang gekommen.
    Doch davor hatte er Angst da er eine freie Wahl kaum gewonnen hätte. So hat er Auf die Forderungen mit Repression und unterdrückung reagiert (wie sein Vater)
    Das hat dazu geführt das sich die Demonstranten, zu dieser Zeit noch nicht radikale Mosslems, gewehrt haben was zu einem Aufstand gefürht hat.
    Mittlerweile gibt es diese nicht mehr. Syrien ist das Schalchtfeld der Russen gworden. Aber Schuld daran ist Assad.
    • Dirk Leinher 27.02.2020 17:06
      Highlight Highlight Reformen und freie Wahlen waren nie das Ziel der Islamisten, wie naiv muss man sein um das sogar noch zu glauben. Es waren von anfang an die radikalen die das Zepter führten und andere köpften, wenn diese nicht mitmachen wollten. Ein interessanter Bericht um das Drama in Aleppo zeigt dies auf.
      https://www.infosperber.ch/Politik/Aleppo-Burgerkrieg-Volkerrecht
    • Basti Spiesser 27.02.2020 19:52
      Highlight Highlight Du scheinst dabei gewesen zu sein..
    • So oder so 27.02.2020 22:23
      Highlight Highlight @Leinher: Extreme Islamisten standen nicht am Anfang diese Konfliktes, in Syrien gibt es viele unterschiedliche Volksgruppen. Assad hat bewusst denn Is nicht Bekämpft und sich mit Vorliebe denn Reform Orientierten zugewandt. Islamistische Glaubenskrieger sind für Assad das kleinere übel.
  • Pingu91 27.02.2020 09:49
    Highlight Highlight #ironieon
    Ach was ist das schon. Uns in der Schweiz geht es schlechter, wir haben nämlich den Coronavirus und DAS ist absolut wichtiger und deswegen wird NUR darüber berichtet!!
    #ironieoff

  • holzapfelin 27.02.2020 09:12
    Highlight Highlight aber hey, liefern wir doch noch ein bisschen mehr kriegsmaterial dahin und schlagen profit daraus! dann können wir uns nachher wieder lauthals über die ganzen flüchtlinge beklagen. *ironie off*
  • MarGo 27.02.2020 08:59
    Highlight Highlight kann es immer noch nicht verstehen, dass dem Türken da nicht ein Riegel vorgeschoben wird... Ohne Partei zu ergreifen, denn einen Assad kann man sicher auch nicht gutheissen... Aber dass Erdogan einfach über die Grenze kann um sich ein Stück von Syrien zu annektieren... will mir nicht in den Kopf...
    Auch die "ich lass alle Flüchtlinge auf Europa los"-Drohung ist doch völliger Blödsinn... es zeichnet sich ab, dass durch Erdogans Kriegshandlung noch viel viel mehr Flüchtlinge nach Europa flüchten müssen...
    • CHatson 27.02.2020 11:05
      Highlight Highlight Vollkommen Recht hast du, ich hätte auch lieber die mittlerweile 4'000'000 syrische Flüchtlinge in Europa anstatt in der Türkei. Der grösste Teil der bisherigen syrischen Flüchtlinge wurden ja nicht durch Diktator Assad ausgelöst, der sein Volk schlachtete -und vertrieb, deshalb ist es auch völlig unverständlich dass Erdogan da mitmischt.
    • MarGo 27.02.2020 13:56
      Highlight Highlight Ginge auch ohne Sarkasmus... aber meinetwegen...

      Wie gesagt, einen Assad zu verteidigen käme mir nicht in den Sinn... er ist der grosse Übeltäter... dennoch ist Erdogans Vorgehen ein kriegerischer Akt. Und dass die anderen Nato-Mitglieder ihm hier nicht Paroli bieten, verstehe ich nicht... Die Probleme der syrischen Bevölkerung wird sicher nicht ein Erdogan lösen...
  • bruuslii 27.02.2020 07:27
    Highlight Highlight und wer hat diese katastrophale lage ausgelöst?
    • Pinhead 27.02.2020 09:20
      Highlight Highlight Der Arabische Frühling.
    • Mijasma 27.02.2020 09:52
      Highlight Highlight Assad
    • Basti Spiesser 27.02.2020 20:06
      Highlight Highlight Die USA
  • The Count 27.02.2020 06:10
    Highlight Highlight Warum eescheint diese Meldung nichts zuoberst? Es sterben täglich hunderte Syrer. DAS ist eine Katastrophe, nicht das Grippevirus!!!
    • P. Silie 27.02.2020 11:11
      Highlight Highlight ..Ich bin überzeugt in einer syrischen Zeitung steht dies ganz 'zuoberst', da steht dafür nichts über das Corona Virus in der Schweiz oder den Gerichtsfall bezüglich des 13-jährigen Mobbingopfers welches sich tragischerweise und zu meinem Entsetzen das Leben nahm etc.
    • The Count 28.02.2020 10:02
      Highlight Highlight Mag sein dass viele Menschen so sind, ich gehöre definitiv nicht dazu weil es mir h nicht glücklich machen würde. Wenn du deinen Egoismus nicht ändern willst ist das deine Sache, lass die anderen dabei aus dem Spiel.
  • Markus97 26.02.2020 23:56
    Highlight Highlight Ich weiss das viele die "Bemühungen" der Russen in Syrien sehr toll finden. Ich lehne mich jetzt mal ein wenig aus dem Fenster:

    Fakt ist Russland unterstützt rechtsradikale Parteien und Politiker in Europa und in den USA.

    Rechtsradikale Parteien bringen instabilität und schwächen so den "westlichen Feind"

    Flüchtlingsströme stärken rechtsradikale Parteien.

    Mir ist von Seiten Russlands ein Angriff auf 4 Spitäler innert 12h, ein Angriff auf einen Marktplatz, und mehrere Abwürfe von Streubomben über Stadtgebiet bekannt (Fälle mit guten Beweisen).

    Bombenangriffe vertreiben Menschen.
    • So oder so 27.02.2020 00:35
      Highlight Highlight Die Russen sind nicht fähiger beim Bomben wie die Usa. Denn Russen geht's um ihren Stützpunkt und um einen willigen Partner - mit der Hilfe für Assad haben sie in ihm sack, der wird dem Putin noch in Hundert Jahren dankbar sein. Die Verschwörung macht wenigstens mehr sinn, als wenn sie sagen, die Merkel und die Juden wollen das Europa von Muslimischen Einwanderern überrannt wird.
    • Dong 27.02.2020 08:32
      Highlight Highlight Also erstmal: Niemand findet Bomben toll, aber ich z. B. glaube, al-Assad ist (für die Syrer) das kleinere Übel als die Qaida oder irgendeine andere Guerilla.
      Zweitens: Die Flüchtlingswelle haben doch unsere Verbündeten losgetreten, das begann schon in Afghanistan - Irak, Libyen und Syrien sind da die Fortsetzung.

      Aus diesen und anderen Gründen komme ich halt zum Schluss, dass die Russen in Nahost noch die redlichere Politik betreiben als die Westler. Das Ziel muss aber sein, dass beide Partein den Stellvertreterkrieg einstellen.
    • So oder so 27.02.2020 09:36
      Highlight Highlight "Die Flüchtlingswelle haben doch unsere Verbündeten losgetreten" Quatsch, die ist denn System Assad geschuldet - wenn deine Familie Jahrzehnte lang ein Land knechtet - ist irgendwann fertig , dann geht's nur noch mit Gewalt. Hätte Familie Assad die Bevölkerung mehr Teilnehmen lassen hätte es gar nicht so weit kommen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • blueberry muffin 26.02.2020 23:40
    Highlight Highlight Nehme mal an, dass die Trump Fans die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen.

    Aber hey, gibt ja eine krönchen Erkältung- da hat eh niemand Zeit für Kinder.
  • Titho 26.02.2020 22:57
    Highlight Highlight Bleibt nur zu hoffen, dass der Corona Virus einen Bogen um diese Region macht... Wie auch um die Flüchtlingscamps in Griechenland.
    • P. Silie 26.02.2020 23:40
      Highlight Highlight Könnten Sie uns vielleicht eine Karte aufzeigen wo das Virus genau wegzubleiben hat? Und wo es OK ist?
    • überflüssig 27.02.2020 09:29
      Highlight Highlight psilie
      wo menschen sehr arm, geschwächt und ohne medizinische versorgung sind, wird es schlimm werden.
    • So oder so 27.02.2020 09:39
      Highlight Highlight Die Menschen dort - sind keine Wohlstandsmenschen die in der Gegend rumreisen, da wird es uns zuerst erwischen.
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Die Hagia Sophia wird zur Moschee: Erdogan erntet Shitstorm biblischen Ausmasses

Die Hagia Sophia steht für viele für das erfolgreiche Zusammenleben der christlichen und muslimischen Kultur. Der türkische Präsident Erdogan hat das Museum nun aber zum Gotteshaus erklärt. Dafür gibt's von allen Seiten Kritik.

Rund 90 Jahre nach der Umwandlung des Istanbuler Wahrzeichens Hagia Sophia in ein Museum durch Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk wird das Gebäude wieder eine Moschee. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ordnete am Freitag die Öffnung zum islamischen Gebet an. Mit dem Beschluss übergab Erdogan die Leitung der «Hagia-Sophia-Moschee» zudem an die Religionsbehörde Diyanet.

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