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England raus, Ukraine rein: In zehn Jahren möchten die Osteuropäer EU-Mitglied sein



Parliament speaker Volodymyr Groisman attends a parliamentary session in Kiev, Ukraine, Tuesday, March 29, 2016. Ukraine’s parliament on Tuesday accepted the resignation of the prosecutor general Viktor Shokin who has been accused of failing to deal with the country’s endemic corruption. (AP Photo/Sergei Chuzavkov)

Wladimir Groisman. Bild: Sergei Chuzavkov/AP/KEYSTONE

Der neue ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman will sein Land möglichst zügig in die Europäische Union führen. «Ich bin davon überzeugt, dass die Ukraine in zehn Jahren in der EU sein wird», sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag.

«Wir gehen den europäischen Weg, und der bedeutet für uns: Freiheit, Menschenrechte und eine starke Wirtschaft.» Groisman verwies auf das Assoziierungsabkommen mit der EU, das als treibende Kraft für Reformen wirke.

Hier sei schon viel passiert, gerade bei der Korruptionsbekämpfung. Es sei aber noch mehr nötig. Dazu zähle auch eine Verbesserung des Investitionsklimas und eine grundlegende Justizreform, sagte Groismann, der seit Mitte April im Amt ist.

Groisman ist Nachfolger von Arseni Jazenjuk, dessen Regierung vorgeworfen wurde, nicht entschieden genug gegen die Korruption und die Oligarchen im Land vorgegangen zu sein. Die Ex-Sowjetrepublik gilt nach Einstufung der Organisation Transparency International als korruptester Staat Europas.

Groisman kritisierte die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen. «Ich respektiere das Recht eines souveränen Staates, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber ich glaube immer, dass man Errungenschaften bewahren sollte.» Ein wichtiges Signal sei, dass die junge Generation in Grossbritannien mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt habe. (cma/sda/reu/dpa)

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