DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa09049584 US President Joe Biden holds a bipartisan meeting on cancer in the Oval Office at the White House in Washington, DC, USA, on 03 March 2021.  EPA/Yuri Gripas /  POOL

Joe Biden spricht am Mittwoch im Weissen Haus zu den Medienschaffenden. Bild: keystone

Texas beendet Maskenpflicht – Joe Biden reagiert mit deutlichen Worten



US-Präsident Joe Biden hat die Lockerung von coronabedingten Beschränkungen in mehreren US-Bundesstaaten kritisiert. «Ich glaube, dass es ein grosser Fehler ist», sagte der Demokrat am Mittwoch im Weissen Haus mit Blick auf entsprechende Lockerungen in Texas und Mississippi.

Es werde noch bis Ende Mai dauern, bis alle Amerikaner gegen das Coronavirus geimpft werden könnten. Bis dahin sei es «entscheidend», die von der Wissenschaft empfohlenen Schutzmassnahmen zu befolgen. Das Letzte das man jetzt brauchen könne sei das «Neandertaler-Denken», dass es auch ohne Masken gehe. «Ich hoffe jeder hat bis jetzt realisiert, dass Masken einen Unterschied machen», so Biden.

Biden-Sprecherin Jen Psaki sagte, die USA hätten seit einem Jahr mit der Corona-Pandemie zu tun. «Und das gesamte Land zahlt den Preis für politische Anführer, die die Wissenschaft mit Blick auf die Pandemie ignoriert haben.»

Abbott streicht alle Massnahmen

Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hatte angekündigt, die Maskenpflicht und alle Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Betriebe in seinem Bundesstaat aufzuheben. «Jetzt ist die Zeit, Texas 100 Prozent zu öffnen», sagte er. Auch der republikanische Gouverneur von Mississippi, Tate Reeves, hatte erklärt, alle Anordnungen zum Tragen von Masken und Kapazitätsgrenzen für Restaurants und Firmen würden beendet. Weitere Bundesstaaten, darunter Ohio und Michigan, kündigten zumindest Lockerungen ihrer Corona-Auflagen an.

Psaki betonte, Bidens Appell an die Amerikaner, in seinen ersten 100 Tagen im Amt Masken zu tragen, basiere auf Experteneinschätzungen, die davon ausgingen, dass so 50'000 Menschenleben gerettet werden könnten. Auf die Frage, ob Biden mit den Gouverneuren in den beiden Staaten über die Lockerungen sprechen wolle, sagte Psaki, der Präsident spreche regelmässig mit Gouverneuren beider Parteien und werde das Thema bei nächster Gelegenheit sicher aufbringen.

Die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky mahnte: «Jetzt ist nicht die Zeit, alle Auflagen zu lockern.» Sie appellierte an die Menschen, sich weiter an die Vorsichtsmassnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie das Tragen von Masken zu halten, «unabhängig von der Entscheidung des Bundesstaates».

Bidens Amtsvorgänger Donald Trump hatte zu Beginn der Pandemie die von dem Virus ausgehende Gefahr geleugnet, sich später ohne wissenschaftliche Belege für bestimmte Medikamente als vermeintliche Wundermittel eingesetzt und bis zuletzt erkennen lassen, dass er das Tragen von Masken eher lästig fand. (cma/sda/dpa)

Hast du auch einen Schnabel? Das musst du über die FFP2-Masken wissen

Video: watson/jara helmi

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Umgekehrte» Polizeigewalt in den USA: Schwarzer Beamter erschiesst weisse Frau

Einmal mehr wurde in Amerika eine unbewaffnete Person von einem Polizisten getötet. Dieses Mal aber war das Opfer weiss und der Schütze schwarz. Nun ringt das Land um Erklärungen.

Justine Ruszczyk aus Sydney wollte in den USA ein neues Leben anfangen. In Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte die ausgebildete Tierärztin eine Praxis für Meditation und Lebensberatung eröffnet. Im August wollte sie ihren amerikanischen Verlobten Don Damond auf Hawaii heiraten. Seinen Namen hatte die 40-jährige Australierin schon zuvor angenommen.

Am 15. Juli endete der amerikanische Traum von Justine Damond durch die Kugel eines Polizisten. Kein neues Phänomen: In den letzten Jahren …

Artikel lesen
Link zum Artikel