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Former President Donald Trump speaks at the Conservative Political Action Conference (CPAC), Sunday, Feb. 28, 2021, in Orlando, Fla. (AP Photo/John Raoux)

Ex-Präsident Donald Trump. Bild: keystone

«Habt ihr mich vermisst?» Das waren die Highlights von Trumps erster Rede seit der Abwahl

Trump meldet sich in der Öffentlichkeit zurück: In seiner Rede an der CPAC-Konferenz sprach er über seine Zukunftspläne.



Trumps erste Worte an der CPAC-Konferenz liessen wohl keinen Einzigen unberührt: «Do you miss me yet?» Oder zu Deutsch: «Vermisst ihr mich schon?» Einige dürften bei diesen Worten freudig erregt ein Ja denken, den anderen läuft es kalt den Rücken runter.

Die Besucher der Konferenz konservativer Aktivisten antworteten jedenfalls mit einem tobenden Applaus – ungeachtet der Stunde Verspätung, mit der Ex-Präsident Donald Trump die Bühne betrat. Es war Trumps erster öffentlicher Auftritt seit dem Ende seiner Präsidentschaft. Damit du dir nicht die ganze Rede antun musst, haben wir die Highlight zusammengetragen. Bitte schön.

Gründet Trump eine neue Partei?

Nein. Trump hat dies ausdrücklich ausgeschlossen. «Ich werde keine neue Partei gründen», sagte Trump am Sonntag in Orlando. Denn: «Wir haben die republikanische Partei.» Sie werde vereint und stärker als je zuvor sein. «Ich werde weiterhin direkt an eurer Seite kämpfen.» Frühere Berichte über eine mögliche Gründung einer eigenen Partei seien «Fake News» gewesen.

Die Szene im Video:

Will er erneut kandidieren?

Definitiv zugesagt hat Trump nicht, aber er schloss es auch nicht aus. Oder in seinen Worten: «Eigentlich haben sie gerade das Weisse Haus verloren, wie ihr wisst», sagte Trump mit Blick auf die Demokraten. «Ich könnte sogar beschliessen, sie ein drittes Mal zu schlagen.»

Tosender Applaus.

Hier das Video davon:

In bekannter Trump-Manier und mit exzessivem Gebrauch von Superlativen sagte er: «Wir begannen unsere unglaubliche Reise vor vier Jahren und sie ist noch lange nicht beendet. Wir haben gerade erst gestartet.»

Im Grunde genommen ist das nichts Neues, Trump tönte eine mögliche Kandidatur 2024 bereits in seinem letzten Monat als Präsident an, beispielsweise in seiner Abschiedsrede. Einige Experten vermuteten hingegen, dass Trump eine mögliche Kandidatur andeutet, um an weitere Spendengelder zu kommen.

Welche Tradition hat er dieses Mal gebrochen?

Eigentlich überrascht dies wohl niemanden mehr, Trump hat's so mit dem Brechen alter Traditionen. Am Sonntag war dies etwa das ungeschriebene Gesetz, dass man den neu gewählten Präsidenten nicht kritisiert. Nicht so Trump.

Er übte scharfe Kritik an der Politik seines Nachfolgers Joe Biden, was für einen frisch aus dem Amt ausgeschiedenen US-Präsidenten ungewöhnlich ist. Trump bescheinigte Biden «den katastrophalsten ersten Monat eines Präsidenten in der modernen Geschichte». Er warf ihm erneut vor, die USA zu «einem sozialistischen Land» machen zu wollen.

Ein Ausschnitt von seiner Kritik:

Was hat er über seine Wahlniederlage gesagt?

Nichts Neues. Trump behauptete erneut: «Diese Wahl wurde manipuliert. Und der Supreme Court und andere Gerichte wollten nichts dagegen tun.»

Trumps Auftritt wurde von den Teilnehmern mit frenetischem Beifall quittiert. Das Publikum skandierte «USA, USA, USA», «Wir lieben dich» und «Du hast gewonnen».

Was sagte er über innerparteiliche Kritiker?

Seit der Abwahl Trumps entzweit ein Richtungsstreit die Republikanische Partei, den Trump aktiv befeuert hat. Bei der Konferenz in Florida hatten sich in den vergangenen Tagen loyale Trump-Unterstützer versammelt.

Innerparteiliche Kritiker des Ex-Präsidenten blieben CPAC fern und wurden von ihm am Sonntag scharf angegriffen. Trump kündigte zugleich an, sich vor der Kongresswahl 2022 in die Auswahl der Kandidaten einzumischen. «Ich werde aktiv daran arbeiten, kluge, starke republikanische Führer zu wählen.»

Mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DPA.

Apropos Trump: Wer hat's gesagt – Mafiosi oder Nr. 45?

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