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epa08005337 (FILE) Britain's Prince Andrew, Duke of York arriving at Murdoch University in Perth, Western Australia, Australia, 02 October 2019.  Prince Andrew is facing a backlash following his Newsnight interview in which he defended his friendship with Jeffrey Epstein after lawyers who represent 10 of the billionaire predator?s victims branded the royal unrepentant and implausible and demanded that he speak to the FBI.  EPA/RICHARD WAINWRIGHT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT *** Local Caption *** 55514586

War mit Jeffrey Epstein befreundet: Prinz Andrew. Bild: EPA

Epstein-Skandal: Prinz Andrew tritt von königlichen Pflichten zurück



Prinz Andrew legt nach seinem umstrittenen Fernsehinterview zu den gegen ihn erhobenen Missbrauchsvorwürfen in der Epstein-Affäre seine öffentlichen Ämter als Mitglied des britischen Königshauses nieder.

Er habe «Ihre Majestät gebeten, auf absehbare Zeit von öffentlichen Aufgaben zurücktreten zu dürfen», erklärte Prinz Andrew am Mittwochabend. Königin Elizabeth II., seine Mutter, habe dem Anliegen zugestimmt.

Der 59-Jährige erklärte, er habe erkannt, dass seine Verbindungen zum verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eine «immense Störung» im britischen Königshaus sowie bei den öffentlichen Einrichtungen und wohltätigen Organisationen, mit denen er verbunden sei, verursacht hätten. «Ich bedaure weiterhin in unmissverständlicher Weise meine unbedachte Verbindung zu Jeffrey Epstein», erklärte Prinz Andrew.

Epsteins Suizid im August lasse «viele Fragen offen, vor allem für seine Opfer», erklärte Prinz Andrew. Er empfinde Mitgefühl für «alle Betroffenen» und hoffe, dass sie «mit der Zeit in der Lage sein werden, ihr Leben wieder aufzubauen». Er sei bereit, «wenn nötig», die Strafverfolgungsbehörden in ihren Ermittlungen zu unterstützen, fügte er an.

Prinz Andrew hatte mit einem am Sonntag im Sender BBC ausgestrahlten Fernsehinterview zur Epstein-Affäre heftige Kritik auf sich gezogen. In der Folge waren immer mehr Unternehmen und Universitäten von dem Mitglied des britischen Königshauses abgerückt.

In dem Interview hatte sich der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. erstmals zu seiner Beziehung zu Epstein und den gegen ihn selbst erhobenen Missbrauchsvorwürfen geäussert. Zwar wies der Prinz die Missbrauchsvorwürfe einer zum mutmasslichen Tatzeitpunkt minderjährigen Frau gegen ihn im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre zurück.

Vorwurf: Kein Mitgefühl mit Opfern

Zahlreiche Medien und Beobachter kritisierten jedoch, dass der Royal dabei kein Wort des Mitgefühls für Epsteins Opfer verloren habe. Stirnrunzeln löste zudem aus, dass Andrew Epsteins Verhalten lediglich als «unziemlich» bezeichnet hatte.

Der US-Multimillionär Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Er hatte über längere Zeit gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten, darunter auch zum heutigen US-Präsidenten Donald Trump.

Die Zeugin Virginia Giuffre hatte ausgesagt, als Minderjährige von Epstein zum Sex mit dessen wohlhabenden Freunden gezwungen worden zu sein, darunter auch mit Prinz Andrew. Dies wies der Prinz in dem Fernsehinterview kategorisch zurück.

Epstein war im August in seiner New Yorker Gefängniszelle tot aufgefunden worden, er beging nach offiziellen Angaben Suizid. (cma/sda/afp)

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