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President Donald Trump holds his hand to his face as he talks about masks during a briefing about the coronavirus in the Rose Garden of the White House, Monday, March 30, 2020, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump

Donald Trump behauptete, Südkoreas Hauptstadt Seoul habe 38 Millionen Einwohner. Bild: AP

Trump sagt, er kenne Südkorea besser als alle – und blamiert sich dann brutal



US-Präsident Donald Trump macht wieder einmal mit einem peinlichen Lapsus auf sich aufmerksam. Als er von einer Reporterin nach der Anzahl Coronavirus-Tests in den USA und in Südkorea gefragt wird, weist er diese zurecht – und liegt dabei komplett daneben.

«Ich kenne Südkorea besser als jeder andere. (...) Wissen Sie, wie viele Menschen in Seoul sind? Wissen Sie, wie gross die Stadt Seoul ist? 38 Millionen Menschen. Das ist grösser als alles, was wir haben.» So gut kennt Trump Südkorea dann allerdings doch nicht: Nach Angaben der südkoreanischen Regierung leben in der Hauptstadt Seoul 9.7 Millionen Menschen – im ganzen Land sind es knapp 52 Millionen.

Ian Young, Korrespondent der Zeitung «South China Morning Post» in Vancouver (Kanada), spottete auf Twitter, Trump habe vor der Pressekonferenz womöglich den Wikipedia-Eintrag über Seoul gegoogelt - und dann die Höhe über dem Meeresspiegel mit der Bevölkerungszahl verwechselt. Im englischen Wikipedia-Eintrag steht die Höhe von Seoul abgekürzt als «38 m» - also 38 Meter, im Englischen ist das kleine «m» aber auch gebräuchlich als Abkürzung für Millionen.

Bei der Frage der Reporterin ging es um die Aussage Trumps, wonach die USA inzwischen mehr als eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet haben. «Wir haben bei weitem mehr Tests ausgeführt als jedes andere Land auf der Welt», sagte Trump.

Das stimmt in absoluten Zahlen, aber nicht gemessen an der Bevölkerungszahl. So hat etwa Südkorea pro Kopf mehr Menschen getestet, als es die USA haben. In den USA gibt es inzwischen rund 160'000 bestätigte Infektionen mit dem neuen Coronavirus – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Rund 3000 Menschen starben. (zap/sda/dpa)

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