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Insider verrät, wie Ghosns Flucht möglich war



FILE - In this April  25, 2019, file photo, former Nissan Chairman Carlos Ghosn leaves Tokyo's Detention Center for bail in Tokyo. By jumping bail, Ghosn, who had long insisted on his innocence, has now committed a clear crime and can never return to Japan without going to jail. (Kyodo News via AP, File)

Carlos Ghosns Fluch gibt immer noch Rätsel auf. Bild: AP

Nach der spektakulären Flucht des ehemaligen Renault- und Nissan-Chefs Carlos Ghosn sickern immer mehr Details durch. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr am Samstag von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen, dass Ghosn seine Wohnung in Tokio verlassen habe, nachdem eine private Sicherheitsfirma die Überwachung des früheren Spitzenmanagers eingestellt habe.

Die Firma sei von Ghosns früherem Arbeitgeber Nissan beauftragt worden. Ihre Aufgabe sei es gewesen herauszufinden, ob Ghosn Personen trifft, die mit den gegen ihn gerichteten Vorwürfen in Zusammenhang stehen.

Ghosn steht in Japan wegen Untreue und finanziellen Fehlverhaltens beim Renault-Partner Nissan unter Anklage. Er war im vergangenen Frühjahr gegen eine Millionen-Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden und wurde während seines Hausarrests streng überwacht. Dennoch konnte Ghosn, der neben der französischen und brasilianischen auch die libanesische Staatsangehörigkeit besitzt, nach Beirut fliehen. Wie genau ihm das gelang, ist bislang nicht klar. Ghosn hat dazu für Mittwoch eine öffentliche Erklärung angekündigt.

Die drei Insider führten nun aus, Ghosns Anwälte hätten die von Nissan beauftragte Sicherheitsfirma aufgefordert, die Überwachung zu beenden. Sie warfen ihr demnach einen Verstoss gegen Ghosns Menschenrechte vor. Der ehemalige Manager habe eine Klage gegen die Firma geplant. Daraufhin sei die Überwachung am 29. Dezember beendet worden. Am 31. Dezember hatte Ghosn seine Flucht in den Libanon bekanntgemacht. (aeg/sda/reu)

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