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Griechischer Milliardär muss Missbrauchsopfer 58 Mio. Dollar Entschädigung zahlen



In this March 27, 2014 photo, Alki David, CEO of FIlmOn, is interviewed at The Associated Press in New York. FilmOn offers over-the-air TV channels through a website and mobile apps. (AP Photo/Mark Lennihan)

Alkiviades David (als er noch etwas jünger war) Bild: AP/AP

Der griechische Milliardär Alkiviades David ist wegen sexueller Übergriffe zu einer der höchsten Entschädigungszahlungen in den USA verurteilt worden. Der 51-jährige Industriellenerbe müsse seiner früheren Assistentin Mahim Khan 58 Millionen Dollar zahlen.

Das teilte Khans prominente Anwältin Gloria Allred am Montag (Ortszeit) in Los Angeles mit. «In dieser MeToo-Bewegung sind Frauen nicht mehr bereit, still zu leiden», erklärte die Juristin. Das Urteil erinnere Sexualstraftäter, «wo immer sie sind, dass sie nicht ungestraft andere verletzen können», schrieb Khan in einer Erklärung.

Khan hatte in den Jahren 2014 und 2015 in einer Produktionsfirma als Davids Assistentin gearbeitet. Nach Angaben ihrer Anwälte hatte David sie mehrmals pro Woche am Hals gepackt und gezwungen, Oralsex zu simulieren. Ausserdem habe der Milliardär Khan regelmässig begrapscht und einmal sogar ihre Brüste entblösst.

David hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen. Zur Urteilsverkündung erschien er nicht vor Gericht. Das Gericht hatte ihm das Recht, sich selbst zu verteidigen, entzogen, nachdem er Khan und ihre Anwälte während des Prozesses wiederholt verbal angegriffen hatte.

Als Reaktion auf seine Verurteilung kritisierte David in einer Erklärung, das US-Justizsystem sei «kaputt» und befinde sich in einem «Notstand». Khan und ihre Zeugen hätten vor Gericht gelogen.

David wurden bereits mehrfach sexuelle Übergriffe zur Last gelegt. Dieses Jahr war er deswegen bereits zu Entschädigungszahlungen an zwei Frauen in einer Gesamthöhe von 14 Millionen Dollar verurteilt worden. Das Vermögen des Unternehmers wird auf 2.6 Milliarden Dollar geschätzt. (aeg/sda/afp)

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