DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hoffnung im Kampf gegen Malaria: Impfstoff mit wohl hoher Wirksamkeit entwickelt



Ein von der Universität Oxford entwickelter Malaria-Impfstoff hat erstmals in einer klinischen Studie die von der WHO ausgegebene Marke von 75 Prozent Wirksamkeit erreicht. Das Präparat mit dem Namen «R21/Matrix-M» habe in einer Phase-II-Studie das Risiko einer Erkrankung um 77 Prozent verringert, heisst es in einer Mitteilung der Hochschule.

Die Studie war allerdings recht klein: Einbezogen wurden insgesamt 450 Kinder im Alter von 5 bis 17 Monaten in Burkina Faso.

epa08570591 A municipal worker wearing a face mask uses an anti-malaria fumigation spray machine at a residential area in Mumbai, India, 28 July, 2020. The measure is regularly taken by the municipal corporation to try to avoid any kind of diseases caused by mosquitoes. The workers, reportedly, fumigate in all areas of the city, from slum to high rise residential buildings, from shops to sewage canals, ponds and puddles in the streets.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI

Ein Mann versprüht in Mumbai, Indien, ein Anti-Malaria-Mittel. Bild: keystone

Bei der bisher nur als noch nicht von unabhängigen Experten geprüfter Preprint vorliegenden Analyse wurden keine schweren Nebenwirkungen bekannt. Eine grösser angelegte Phase-III-Studie in mehreren afrikanischen Ländern soll nun folgen.

Die von der weiblichen Anopheles-Mücke übertragene Krankheit gilt als eine der wichtigsten Ursachen für Kindersterblichkeit in Afrika. Jedes Jahr sterben daran nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 400'000 Menschen, davon 270'000 Kinder. Allein 2019 wurden 229 Millionen Fälle registriert.

Der Leiter des Jenner-Instituts der Universität Oxford, Professor Adrian Hill, hofft auf eine Notfallzulassung des Präparats durch die WHO. «Was wir uns erhoffen, ist die 400'000 (Todesfälle) in den nächsten fünf Jahren auf Zehntausende zu reduzieren», sagte er dem «Guardian». Bereits Ende kommenden Jahres könnte der Impfstoff seiner Meinung nach zugelassen sein. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Was in unserem Körper nach der Covid-Impfung passiert – Schritt für Schritt erklärt

Die Schweiz hat den Impf-Turbo gezündet. Doch was passiert eigentlich nach dem ersten Piks im Oberarm in unserem Körper genau? Wir erklären es dir – Schritt für Schritt.

Das ist das neue Coronavirus Sars-CoV-2. In seinem Innern trägt es die RNA, also das Erbgut und an seiner Oberfläche stehen eine Art Stachel ab, Spike-Proteine genannt. Das Virus braucht sie, um in die menschlichen Zellen zu gelangen. Weil unser Körper diese Stacheln nicht kennt, beginnt er bei einer Infektion mit dem Coronavirus, Antikörper dagegen zu produzieren. Dank diesen ist man nach einer Erkrankung vorübergehend immun.

Damit nun nicht alle zuerst krank werden müssen, um Antikörper gegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel