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Die Hänge des Vulkans Ontake sind mit einer bis zu 20 Zentimeter dicken grauen Ascheschicht bedeckt.  Bild: AP/Kyodo News

31 Bergsteiger sterben

Vulkanausbruch in Japan: Bergsteiger filmte tödliche Aschewolke 

Mehrere Sekunden blicken sie fasziniert der Wolke entgegen, dann laufen sie los: Ein Amateurfilmer hat den Ausbruch des japanischen Vulkans Ontake aufgenommen und ins Netz gestellt. Bei dem Vulkanunglück kamen 31 Bergsteiger ums Leben. 



Ein Artikel von

Spiegel Online
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Amateuraufnahmen des Vulkanausbruchs am Samstag in Japan. video: youtube/M. Avi Oren

Zeugen verglichen den plötzlichen Ausbruch des Vulkans Ontake in Zentraljapan mit einem Gewittergrollen – jetzt sind Filmaufnahmen aufgetaucht, welche die ersten Sekunden nach der Eruption zeigen, wie sie die Bergsteiger an dem 3000-Meter-Vulkan erlebt haben. 

Die Kamera starr nach oben gerichtet filmt Koruda Terotoshi wie eine grosse graue Wolke vom Gipfel her auf seine Wanderergruppe zurollt. Erst nach ein paar Sekunden merken er und die um ihn stehenden, dass sie die Asche erreichen wird und laufen los. Sekunden später wird es dunkel um die Bergsteiger, während sie den Hang hinuntereilen. 

Bei der Katastrophe am Ontake sind seit dem Ausbruch am Samstagmittag mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen, rund 40 weitere wurden teils schwer verletzt. Die Toten wurden am Gipfel des 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Tokio gelegenen Vulkans mit Atem- und Herzstillstand gefunden, wie die Einsatzkräfte bekannt gaben. Bislang konnten nur vier der 31 Opfer – offenbar tot – geborgen werden, da die Helfer den Einsatz wegen andauernder Eruptionen und starker Schwefeldämpfe einstellten. 

Der Ontake brach am Samstag völlig überraschend aus: Bei der letzten grossen Eruption 1979 spie der Berg mehr als 200'000 Tonnen Asche aus. Bild: AP/Kyodo News

Beim Ausbruch hielten sich über 250 Wanderer auf dem Berg auf. Bild:ap

Hubschrauber des Militärs flogen am Sonntagmorgen die ersten Wanderer ins Tal, berichteten lokale Medien. Rund 550 Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute beteiligen sich seit dem Samstagnachmittag an der Such- und Rettungsaktion für die Dutzenden Bergsteiger. Zu Beginn des Ausbruchs hielten sich etwa 250 Bergwanderer auf dem Gipfel auf. Mittlerweile bedeckt die Hänge eine bis zu 20 Zentimeter dicke graue Ascheschicht. Nach unbestätigten Berichten liegen noch Wanderer unter der niedergegangenen Asche. 

Bei der letzten grossen Eruption von 1979 spie der Berg mehr als 200'000 Tonnen Asche. Eine weitere kleinere Eruption ereignete sich 1991, gefolgt von mehreren vulkanischen Beben im Jahr 2007. Der Ontake-Vulkan erhebt sich zwischen den Zentralprovinzen Nagano und Gifu. Die Region ist ein beliebtes Wandergebiet. Vor allem im Herbst kämen viele Besucher, sagte der Betreiber einer Wanderhütte. (cht/dpa)

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