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bild: shutterstock / watson

Silvester, du Sauhund!

Ich war ja nicht ganz sicher, ob ich auf watson «Sauhund» schreiben darf. Ich bin sehr froh, dass ich damit durchgekommen bin. Der Grund ist simpel: Silvester ist das Letzte. Eine Hasstirade, die ev. mit Koitus endet.
31.12.2020, 09:33

Ich habe schon letztes Jahr offenbart, dass ich Silvester scheisse finde. Das hat sich nicht geändert. Warum auch? Meine letzten 100 Silvester waren kacke. Entweder hab ich auf Bali geweint, lag krank daheim im Bett oder steckte in einer sehr misslichen Liebeslage auf der Zürcher Uniterrasse. Wer sich noch einmal mit mir in meinem Selbstmitleid suhlen will, klicke hier drauf:

Jetzt ist es also mal wieder soweit. Was neu erschwerend zum sowieso ätzenden Silvester kommt, ist Corona. Ich wäre endlich mal wieder bereit gewesen, das Jahresende auf einem Dancefloor ausklingen zu lassen. Beats, Bass und Boys. Das wäre cool gewesen. Aber eben.

Ich fände ja ein easy Znachtessen daheim toll. Mit Cleo und Sophie. Sophie feiert aber mit ihrem Freund. Cleo turtelt gerade mit Irgendeiner von Irgendwo. Und mit dieser Irgendeiner geht sie also in das Ferienhaus Irgendeiners Familie.

Und doch war nicht alles nur scheisse!

Ich könnte natürlich daheim bleiben und mich bemitleiden. Da, wo mein Herz wohnt, tuts nämlich immer noch ein bisschen weh. Wegen des Docs. Der leider immer noch seine Ex will. Und mich deswegen nicht.

Es gäbe auch sonst genug Grund, ausgiebig im Selbstmitleid zu versinken. Das war mehrheitlich ein blödes Jahr. Da war der Zyklop. Wir erinnern uns: Er war super. Wir aber trotzdem nicht füreinander gemacht. Dann war/ist eben dieses Virus da, das uns alle um unser wohlverdientes Nachtleben bringt. Und um das Reisen. Und Privatpartys im grossen Kreis. Und nicht zuletzt: Um Dating. Seit Corona ist auf Tinder & Co. echt weniger los.

Da war aber auch enorm viel Gutes. Mein Summer of love. All die Zigis, die ich das ganze 2020 nicht geraucht habe. Der Doc. Die Anfänge mit dem Zyklopen. Sex mit Suff-SMS-Sandro.

Speaking of Suff-SMS-Sandro. Dieses Silvester verbringe ich mit ihm. Ganz im Zeichen von Sekt und Sex hauen wir ab. Weil nicht nur Irgendeines Familie hat ein Ferienhäuschen. Auch Suff-SMS-Sandros Sippe verfügt über ein Chalet in den Bergen. Cheminée und Champagner inklusive.

Das klingt jetzt sehr viel romantischer, als es ist. Suff-SMS-Sandro würde auch lieber tanzen gehen. Wir haben uns also mehr als Leidensgenossen zusammengetan. Und/oder gute Freunde. Mit sehr guten Benefits.

Sobald ich also diesen Text beendet habe, fahren wir los und bleiben zwei Nächte. Er tänzelt schon sehr hibbelig um mich herum. Und liest mit. Was ich hasse. Den Satz «Das klingt jetzt alles viel romantischer als es ist» findet er nicht ganz passend. Auch sieht er uns nicht als «Leidensgenossen».

Ich bin also schon vor der Abfahrt leicht genervt. Er findets lustig.

Habe ihn nun husch zum Snack, Kondome und Drinks kaufen geschickt.

DANKE! MERCI! DANKE VIEL MAL!

Ich will nämlich noch rasch in aller Ruhe emotional werden. Und Merci sagen. Dafür, dass ihr User meine Texte lest, mitfiebert, mich tröstet, kritisiert, schimpft, lacht und euch aufregt. Gelebte Emotionen sind schliesslich echte Emotionen.

Es ist mir also eine enorm grosse Ehre, dass wir auch 2021 zusammen bestreiten werden.

Möge uns das neue Jahr eine Impfung gegen Corona und sehr viele Partynächte, sehr viele tolle Begegnungen, viel Liebe und Lohnerhöhungen bringen. Wir haben es uns alle sehr verdient.

Oh, Suff-SMS-Sandro ist wieder da. Er hat auch etwas auf dem Herzen. «Sag den Leuten da im Internet, dass ich nach wie vor keine getroffen hab, die annähernd so gute Brüste hat wie du. Und dann sag ihnen auch von mir nur das Beste. Und sag denen, dass wir sicher nicht ‹Leidensgenossen› sind. Du und ich, wir sind das beste Paar, weil wir eben keines sind. Ah ja, sag denen auch noch Happy new Year. Und sag Frau Kanone, sie möge sich mal melden, falls sie Single ist/wird.»

Also, Freunde, wir hauen nun ab. Habt es wunderbar, rutscht gut, knutscht, trinkt, feiert ... irgendwie.

Adieu,

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
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bild: watson
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