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«Cats at Work»: Wie Chicago die Rattenplage mit Arbeitskatzen bekämpft

Seit Jahren leidet Chicago unter einer Rattenplage. Statt den Nagetieren mit potentiell gefährlichem Rattengift den Garaus zu machen, wird auf natürlichere Methoden gesetzt: Katzen.



Chicago ist nicht nur die Stadt des Windes, sondern auch ... der Ratten. Zum sechsten Mal in Folge thront Chicago an der Spitze der «rattigsten» Städte der USA. Zu diesem Schluss kommt Orkin, ein Unternehmen für Schädlingsbekämpfung.

Nun eilt ein Tierheim zu Hilfe. In einem Versuch, die Rattenplage einzudämmen, hat die «Tree House Humane Society» ein Programm gestartet, das sich «Cats at Work» nennt. Dabei werden verwilderte Katzen in Gebieten ausgesetzt, die besonders unter den Nagetieren leiden.

Chicago hat mit einer Rattenplage zu kämpfen

Die kleinen Nager sind in den Strassen Chicagos nicht gerne gesehen. Bild: shutterstock

Dafür werden die streunenden Katzen zuerst eingefangen und dann im Tierheim kastriert. Danach werden sie in Wohn- und Gewerbegebieten mit hohem Rattenbefall freigelassen, um die Plage auf umweltfreundliche Weise zu beseitigen.

Ins «Cats at Work»-Programm werden nur Katzen aufgenommen, die sich in einem Zuhause oder einem Tierheim unwohl fühlen. Auch Tiere, die nicht in ihr vorheriges Territorium zurückgebracht werden können – beispielsweise aufgrund einer gefährlichen Lage – können Teil des Programms werden. In einem nächsten Schritt werden sie Haus- oder Geschäftsbesitzern zugeteilt. Sobald diese eine Genehmigung für die Arbeitskatze erhalten, sind sie für das Wohlbefinden des Tiers verantwortlich.

«Haus- und Geschäftsbesitzer bieten den Katzen, die für sie arbeiten, Futter, Wasser, Unterkunft und Pflege an. In den meisten Fällen werden die ‹Cats at Work› geliebte Mitglieder der Familie oder des Teams», schreibt das Tierheim auf seiner Website. Wer daran interessiert ist, eine Arbeitskatze gegen die Rattenplage einzustellen, kann sich auf der Seite dafür bewerben.

Eine Arbeitskatze in Chicago mit ihrem Fang.

Eine erfolgreiche Arbeitskatze mit ihrem Fang. Bild: Tree House Animals

Katzen essen normalerweise nicht so viele Ratten, so Sarah Liss, Mitarbeiterin des Tierheims, gegenüber dem Newsportal WGN9. Üblicherweise fangen sie zu Beginn einige der Nagetiere, wenn sie in ihrer neuen «Arbeitszone» freigelassen werden. Doch sobald sich die Katze mit ihrer neuen Umgebung vertraut gemacht hat, muss sie gar nicht mehr so viel tun. Die Katzen schrecken die Ratten nämlich mit ihren Pheromonen – einem Botenstoff, den sie nicht nur wahrnehmen, sondern auch selbst ausscheiden – ab. Das reiche, um die Ratten fernzuhalten, erklärt Liss.

Seit 2012 hat die «Tree House Humane Society» in Chicago über 1000 streunende Katzen platziert. (saw)

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Dads, die froh sind, haben sie NUN DOCH ein Haustier

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Dads, die froh sind, haben sie NUN DOCH ein Haustier
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Wenn man die Katze wirklich ÜBERALL mitnimmt...

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