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epa04723113 Spain's King Felipe VI (C-L) and Queen Letizia (C-R) and Spanish Prime Minister Mariano Rajoy (C) arrive at the memorial service for the victims of the Germanwings plane crash on 24 March, in the Sagrada Familia basilica in Barcelona, Spain, 27 April 2015.  EPA/TONI ALBIR / POOL

König Felipe VI. und Königin Letizia waren in der Sagrada Familia auch zugegen.  Bild: EPA/EFE POOL

Gottesdienst für Germanwings-Opfer: Spaniens Königspaar schüttelte allen 600 Angehörigen die Hand



Gut einen Monat nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in Frankreich hat Spanien der 150 Opfer der Flugzeugkatastrophe gedacht. An der Trauerfeier in Barcelona nahmen das Königspaar sowie Ministerpräsident Mariano Rajoy und mehrere Mitglieder der Regierung teil.

Im Anschluss an einen Gottesdienst in der Basilika Sagrada Familia reichten König Felipe VI., Königin Letizia und der Regierungschef jedem der rund 600 Angehörigen der Opfer, die zum Gottesdienst erschienen waren, die Hand und sprachen ihnen ihr Beileid aus. Einige der Angehörigen brachen in Tränen aus.

epa04723171 General view of the memorial service for the 150 victims of the Germanwings crash in the Sagrada Familia basilica, in Barcelona, northeastern Spain, 27 April 2015.  EPA/ALBERTO ESTEVEZ / POOL

Die Sagrada Familia in Barcelona – ein Ort grosser Trauer Bild: EPA/EFE POOL

Bei dem Absturz der Maschine am 24. März in den französischen Alpen waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Darunter waren nach Angaben des deutschen Aussenministeriums 72 Deutsche und 51 Spanier.

Der Airbus war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf gewesen. Der Copilot wird verdächtigt, das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht zu haben. Am 17. April hatte Deutschland eine Trauerfeier im Kölner Dom abgehalten.

Trauergottesdienst für Germanwings-Opfer in Köln

Für jedes Opfer eine Kerze

Zu Beginn des Gottesdienstes in Barcelona stellten spanische Schüler für jeden der 150 Toten eine Kerze auf den Stufen des Altars auf. Die Jungen und Mädchen gehen auf ein Gymnasium in der Nähe von Barcelona, das vor der Katastrophe 16 Schüler aus Haltern in Westfalen aufgenommen hatte. Die Gruppe kam zusammen mit zwei Lehrerinnen auf der Heimreise beim Absturz ums Leben.

epa04706801 150 candles stand on the steps in front of the altar in Cologne Cathedral in Cologne, Germany, 16 April 2015. On 17 April 2015 a funeral service is taking place for the victims of the Germanwings airplane crash in France. Germanwings Flight 4U 9525, carrying 144 passengers and six crew members from Barcelona, Spain to Duesseldorf, Germany, crashed 24 March in the French Alps. The co-pilot deliberately crashed the aircraft, French officials said on 26 March. French authorities on 05 April ended the search for bodies at the site in the Alps where the aircraft crashed.  EPA/ROLF VENNENBERND

Für jedes Opfer eine Kerze Bild: EPA/DPA

«Wir tragen die Opfer in unserem Herzen», sagte der Erzbischof von Barcelona, Kardinal Lluís Martínez Sistach, am Montag in seiner Predigt. Er erinnerte auch an die Opfer des Erdbebens im Himalaya-Gebiet und der jüngsten Flüchtlingskatastrophen auf dem Mittelmeer.

Kritik an der katholischen Kirche

Vor der Trauerfeier war in Spanien Kritik an der katholischen Kirche laut geworden. Persönlichkeiten anderer Religionsgemeinschaften und die christliche Basisorganisation Església Plural (Vielfältige Kirche) beklagten, dass die Zeremonie als katholischer Gottesdienst abgehalten wurde. Sie sahen darin einen Mangel an Respekt für andere Konfessionen.

Der Absturz von Germanwings 4U9525 in Frankreich

Politiker der Sozialisten und der sozialliberalen Partei Ciudadanos (Bürger) schlossen sich der Kritik an.

Die katholische Kirche wies den Vorwurf zurück. Die meisten spanischen Opfer seien Katholiken gewesen, sagte der Sprecher der katholischen Bischofskonferenz, José María Gil Tamayo. Zum Abschluss des Gottesdienstes sprachen Vertreter der protestantischen Kirche, der jüdischen und der muslimischen Gemeinschaft in kurzen Ansprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. (sda/dpa)

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