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ABD0214_20181129 - INNSBRUCK - ÖSTERREICH: Andreas Gabalier am Donnerstag, 29. November 2018, anlässlich des Tourauftakts von Andreas Gabalier in der Olympiahalle in Innsbruck. - FOTO: APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Andreas Gabalier erhielt am Samstag den Karl-Valentin-Orden. Bild: APA/APA

Andreas Gabalier erhält Karl-Valentin-Orden – und rechnet mit Kritikern ab



Der österreichische Sänger Andreas Gabalier wünscht sich von seinen Kritikern mehr Toleranz. «Wenn alle Leute so tolerant wären wie ich, ich glaube, dann hätten wir auf dieser Welt überhaupt keine Sorgen.»

Dies sagte er am Samstagabend in München, wo er mit dem Karl-Valentin-Orden der Faschingsgesellschaft Narrhalla ausgezeichnet wurde. Begründet wurde die Ehrung damit, dass Karl Valentin sich zeitlebens als Volkssänger gesehen habe und Gabalier quasi ein «Volkssänger 2.0» sei. Wie kein anderer verstehe er es, volkstümliche Musik mit Stadionrock zu verbinden.

Die Verleihung des Ordens an Gabalier hatte schon vorab Wirbel ausgelöst. Seine Musik habe gar nichts mit der Kunst von Karl Valentin zu tun, kritisierte etwa Sabine Rinberger vom Valentin-Karlstadt-Museum. Zudem warf sie dem 34-Jährigen - ebenso wie andere Kritiker – rechtspopulistische, homophobe und frauenfeindliche Tendenzen vor.

Kritik sei Neid

Die Kritik wies Gabalier in seiner Dankesrede für den Orden zurück, verbunden mit einer «Rüge mit einem Augenzwinkern an die Medienlandschaft». Die Anschuldigungen seien haltlos und er distanziere sich von dem, was ihm vorgeworfen werde. Ein Grund für die Kritik sei für ihn Neid, deutete Gabalier an. «Wenn da so ein Lausbua in der Lederhosn daherkommt, dann mag das schon sein, dass das dem einen oder anderen nicht schmeckt, dass man da solche Massen bewegt.»

Den Orden werde er «mit einem breiten Grinser» über die Fotoserie seiner bisherigen Münchner Konzerte hängen.

Saenger und Musiker Peter Kraus  am Mittwoch, 17. September 2014, waehrend der Ueberreichung des

Peter Kraus Bild: APA

Alt-Rock'n'Roller Peter Kraus nannte Gabalier in seiner Laudatio einen «jungen, gut aussehenden Lederhosenfreak», der den Rock'n'Roll zu neuen Höhen empor katapultiert habe. «Du hast die Lederhose salonfähig gemacht – und ich vor Jahren die Jeans.» (sda/dpa)

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