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Das grosse Energiequiz – wenn du weniger als 5 richtig hast, heisst's Lichterlöschen

Badge Quiz

Bild: KEYSTONE

Am Sonntag stimmen wir über die Zukunft der Energiewende in der Schweiz ab. Höchste Zeit, dein Wissen über erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Atomstrom noch einmal ein bisschen aufzufrischen.



Quiz
1.Zum Aufwärmen eine leichte Frage: Worüber stimmen wir am Sonntag eigentlich genau ab?
Der SVP-Nationalrat und Praesident der Zuercher SVP, Christoph Blocher, gibt am 17. Oktober 1987 in Meilen, Schweiz, seine Stimme an der Zuercher Staenderatswahl ab. (KEYSTONE/Str)
KEYSTONE
Über das Energiegesetz (EnG)
Über die Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)»
Über die Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer»
2.Im Zentrum der Energiestrategie steht die schrittweise Abkehr von der Atomenergie. Welche Aussage zur Zukunft der Atomkraftwerke ist korrekt?
Alle Atomkraftwerke in der Schweiz müssen bis 2050 vom Netz genommen werden – deshalb der Name Energiestrategie 2050.
Der Bau neuer Atomkraftwerke wird verboten, die bestehenden dürfen aber so lange weiterbetrieben werden, wie von der Atomaufsichtsbehörde des Bundes (Ensi) als sicher erachtet werden.
Der Bau neuer Atomkraftwerke wird verboten. Es gibt aber ein Schlupfloch für die Kernkraftindustrie, dafür müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: es muss sich um eine neue, sichere Generation von Atomkraftwerken handeln und die Endlagerthematik muss bis 2050 gelöst sein.
3.Weisst du eigentlich, wie der aktuelle Strommix in der Schweiz aussieht?
ZUM COUNTDOWN BIS ZUR OFFIZIELLEN EROEFFNUNG DES GOTTHARD-BASISTUNNELS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES HISTORISCHES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG. AM MITTWOCH, 1. JUNI 2016, 17 JAHRE NACH DER ERSTEN SPRENGUNG IM HAUPTSTOLLEN, BEGINNEN MIT DER EROEFFNUNGSZEREMONIE DIE FEIERLICHKEITEN. - A guard in the Gotthard tunnel is warming up at a woodstove, pictured in the year 1937 in Switzerland. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Suter) Ein Gotthardtunnelwaerter waermt sich an einem Holzofen , aufgenommen im Jahr 1937. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Suter)
PHOTOPRESS-ARCHIV
59.9 % Wasserkraft ++ 33.5. % Atomenergie ++ 4.3 % Erneuerbare Energie ++ 2.3 % Konventionelle Kraftwerke (nicht erneuerbar)
36.8 % Wasserkraft ++ 53 % Atomenergie ++ 9.7 % Erneuerbare Energie ++ 0.5 % Konventionelle Kraftwerke (nicht erneuerbar)
29.4 % Wasserkraft ++ 46.9 % Atomenergie ++ 15.2 % Erneuerbare Energie ++ 8.5 % Konventionelle Kraftwerke (nicht erneuerbar)
4.Mit dem neuen Gesetz soll der Energieverbrauch pro Person und Jahr gegenüber dem Jahr 2000 sinken: Bis 2020 um 16 Prozent, bis 2035 um 43 Prozent. Alt Bundesrat Adolf Ogi (SVP) zeigte bereits 1988 vor laufender Kamera, wie Energieeffizienz funktioniert. Der Auftritt Ogis ist heute Kult. Was hat der «Energiesparer der Nation» gemacht?
ARCHIVE --- VOR 25 JAHREN, AM 28. APRIL 1992, WURDE DAS SONNENKRAFTWERK UND DAS FORSCHUNGSZENTRUM MONT-SOLEIL IN BETRIEB GENOMMEN. HEUTE WERDEN DORT MIT SOLARZELLEN JAEHRLICH 550 MWH ERZEUGT, DAS ENTSPRICHT ETWA DEM STROMBEDARF VON 120 HAUSHALTEN --- Secretary of Energy Adolf Ogi and Bernese member of the Governing Council Ueli Augsburger (left) shake hands in front of one of the solar panels during the inauguration of the solar power plant on Mont Soleil near St. Imier, Canton of Berne, Switzerland, on April 28, 1992. The largest solar power plant of Europe (500kW) is on Mont Soleil. (KEYSTONE/Rolf Schertenleib) Energieminister Adolf Ogi und der Berner Regierungsrat Ueli Augsburger (links) schuetteln sich vor einem der Solarpannels die Haende, anlaesslich der Einweihung des Sonnenkraftwerks auf dem Mont Soleil bei St. Imier, am 28. April 1992. Auf dem Mont Soleil steht das groesste Sonnenkraftwerk Europas (500kW). (KEYSTONE/Rolf Schertenleib)
KEYSTONE
Er trat in einer Folge der SF-Soap-Opera Lüthi & Blanc auf. Darin mimte er den umweltbewussten Erwin, der in einer Szene fast schon zwanghaft alle Lichtschalter umlegt. Sein Einzeiler: «Ich hasse Stromverbrauch».
Er postierte sich auf der Bellevue-Kreuzung und forderte die im Stau stehenden Autofahrer auf, den Motor abzustellen.
Er zeigte anhand der Eier-Koch-Methode, wie man mit wenig Energie und ohne Qualitätseinbussen Eier kocht.
5.Apropos Gegner: Wer ist für und wer gegen das Energiegesetz?
Bild zur Frage
Pro: SP, FDP, CVP, Grüne, GLP, BDP, Gewerbeverband, Greenpeace, WWF Schweiz Contra: SVP, AUNS, ACS, Gastrosuisse, Swissmem
Pro: SVP, FDP, Hauseigentümerverband, Economiesuisse, CVP, GLP Contra: SP, Grüne, BDP, Mieterverband
Pro: SP, Grüne, CVP, GLP, SVP, FDP, BDP, WWF Contra: AUNS, Swissmem, Gewerbeverband
6.Nicht nur die FDP und die Wirtschaftsverbände sind bei der Energiestrategie gespalten, auch die Umweltschützer stehen nicht geeint hinter dem Gesetz. Die Dachorganisation «Freie Landschaft Schweiz» kämpft an vorderster Front gegen die Vorlage. Wieso?
Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace Schweiz blockieren am 31. Maerz 1990 in Chiasso waehrend 17 Stunden einen Zug, der Vinylchlorid transportiert. Die Aktion
KEYSTONE
Weil ein Teil der Umweltschützer befürchtet, dass nach dem Wegfall der Atomenergie mehr dreckige Kohlekraftwerke gebaut werden.
Wegen interner Querelen: « Freie Landschaft Schweiz» wurde vor einigen Jahren Unterstützungsbeiträge vom WWF gekürzt. Seither herrscht böses Blut zwischen den beiden Organisationen.
Mit der Energiestrategie soll auch die Windkraft gefördert werden – was einigen Umweltschützern sauer aufstösst. Sie beklagen die negativen Emissionen der Windparks: Lärm, Verschandelung des Landschaftsbilds und Gefahr für die Vögel.
7.Im Vorfeld der Abstimmung warfen sich Gegner und Befürworter gegenseitig vor, mit falschen Zahlen und anderen Fehlinformationen Wahlkampf zu betreiben. Nur eine der folgenden Behauptungen wurde tatsächlich aufgestellt – welche?
ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mauszeiger ist am 01.12.2016 auf einem Computermonitor auf einem Button zu sehen, mit dem man eine gefälschte Nachricht melden kann. Google und Facebook stehen seit geraumer Zeit am Pranger, für die Verbreitung von gefälschten Nachrichten im Netz mitverantwortlich zu sein. Google setzt nun beim Kampf gegen Fake News auf menschliche Hilfe. Den eigentlichen Job soll aber der Algorithmus erledigen. (zu dpa
dpa-tmn
Dass es sich bei der Initiative um ein «Vogelmordgesetz» handelt.
Dass bei einem NEIN zur Vorlage die EU mit der Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommens droht.
Dass bei einem JA Hunderte von Wohneigentümern zwangsenteignet werden, um Platz für Windparks zu schaffen.
8.Gehen wir in medias res: Ein Pfeiler des neuen Energiegesetzes ist die Förderung erneuerbarer Energien, die Abkürzung KEV ist dabei einer der Kernpunkte. Wofür steht das Akronym?
ARCHIVBILD ZUR MEDIENKONFERENZ DER WIRTSCHAFTSVERBAENDE GEGEN DIE ENERGIESTRATEGIE 2050, AM MONTAG, 20. MAERZ 2017 - Spezialisten der Firma Be Netz AG montieren die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Swissporarena auf der Allmend in Luzern am Freitag, 2. September 2016. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
KEYSTONE
Konstruktive Energievalidierung: Das Energiegesetz sieht vor, dass jedes Jahr eine Evaluation des Fortschritts bei den erneuerbaren Energien stattfindet.
Korrigierende Eilverordnung: Weil das Energiegesetz nach Annahme noch auf Verordnungsstufe konkretisiert werden muss, sieht das Gesetz eine dringliche Umsetzung vor.
Kostendeckende Einspeisevergütung: Dabei handelt es sich um Förderbeiträge, die Betreiber von erneuerbaren Energien beantragen können.
9.Die Prognosen der Gegner und Befürworter über die zu erwartenden Kosten des neuen Energiegesetzes liegen weit auseinander. Während der Bundesrat von 40 Franken pro Haushalt und Jahr ausgeht, prognostiziert die SVP 3200 Franken. Wie kommen die unterschiedlichen Zahlen zustande?
Während der Bund nur die Erhöhung des Netzzuschlags berücksichtigt (siehe letzte Frage), lässt die SVP unter anderem auch die noch nicht beschlossene Lenkungsabgabe auf Brenn- und Treibstoffe in ihre Berechnung einfliessen.
Die SVP und die Gegner des Energiegesetzes lassen anders als der Bund auch die Kosten der Stilllegung der Atomkraftwerke in die Berechnung einfliessen.
Es handelt sich um einen Berechnungsfehler des Bundes.

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