Russland
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epa04337958 A cross stands at the roadside Australian and Dutch investigators examine the area of Malaysia Airlines Flight MH17 plane crash site, near the village of Hrabove, 100 km from  Donetsk, Ukraine, 01 August 2014. A group of international experts arrived 01 August at the site of the crash of Malaysia Airlines MH17 in eastern Ukraine after the government halted military operations against Russia-backed rebels. The Dutch government said members of the Organization for Security and Co-operation in Europe (OSCE), as well as Australian and Dutch experts, had reached the scene of the crash, where up to 80 bodies could still be laying. Most of the victims on the plane, which is suspected of having been shot down by rebels on July 17, were Dutch, Malaysian and Australian.  EPA/IGOR KOVALENKO

Offenbar wurden weitere Leichen gefunden. Bild: IGOR KOVALENKO/EPA/KEYSTONE

Zwei Wochen nach dem Absturz

Weitere Leichen und Gepäck an MH17-Absturzstelle gefunden



An der Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs im Osten der Ukraine haben Experten die sterblichen Überreste weiterer Opfer und Gepäck von Insassen geborgen. Es sei ein «sehr, sehr guter Tag» gewesen, sagte der Sprecher der OSZE-Beobachtermission, Michael Bociurkiw, am Freitag.

Laut Alexander Hug, dem Schweizer Vizeleiter der Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), wurden die sterblichen Überreste «mehrerer Opfer» gefunden. Gefundenes Gepäck sei in einen Zug in dem nahegelegenen Bahnhof Tores gebracht worden, der später nach Charkow fahren solle.

Am Freitag waren erstmals 70 australische und niederländische Experten am Absturzort der Boeing 777 eingetroffen, die am 17. Juli mutmasslich von prorussischen Separatisten über dem umkämpften Osten der Ukraine abgeschossen worden war. Sie sollen die noch vermissten Leichen der 298 Insassen bergen.

Die Separatisten hatten lediglich 227 Leichen an die Niederlande übergeben, die die Führung bei dem Einsatz haben, weil 193 Opfer des Flugs MH17 aus den Niederlanden stammten. Die Suche wird aber erschwert durch die anhaltenden Kämpfe in der Region zwischen Rebellen und Regierungstruppen.

Dauer des Einsatzes unklar

Zur Dauer des Einsatzes gab es unterschiedliche Angaben. Der niederländische Missionsleiter Pieter-Jaap Aalbersberg sagte, der Einsatz werde abhängig von der Sicherheitslage «mindestens mehrere Wochen dauern». Laut Aalbersberg sollen am Samstag 80 Experten die Suche fortsetzen, bevor sich am Sonntag mit dem Eintreffen malaysischer Experten ihre Zahl auf 100 erhöht.

Australiens Premierminister Tony Abbott sagte, es werde ein «langer und langsamer Einsatz» und die Experten würden mindestens «eine Woche» vor Ort sein. Er wies darauf hin, dass die Trümmer über 50 Quadratkilometer verteilt sind.

Aufschlussreiche Geodaten

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Der Soldat Sotkin ist gemäss Geodaten seiner Instagram-Bilder in der Ukraine. bild: screenshot instagram/buzzfeed

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bild: screenshot instagram

Mehrere Fotos russischer Soldaten im Internet deuten derweil darauf hin, dass die Streitkräfte entgegen den Beteuerungen Moskaus im Osten der Ukraine aktiv sind. Der 24-jährige Soldat Alexander Sotkin etwa veröffentlichte mehrere Bilder von sich selbst in Uniform auf dem Fotoportal Instagram, deren Geodaten zeigen, dass sie in der Ukraine aufgenommen wurden.

Die US-Nachrichtenseite Buzzfeed, die erstmals über die Fotos berichtete, wertete die Bilder als Hinweis, dass die russische Armee im Osten der Ukraine im Einsatz ist. Ein Computerexperte sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass das Fälschen der Geodaten von Fotos möglich, aber schwierig ist.

Die Kiewer Regierung und der Westen werfen Moskau vor, die prorussischen Separatisten in ihrem Kampf gegen die ukrainischen Regierungstruppen nicht nur mit Waffen und Kämpfern zu unterstützen, sondern auch von Russland aus auf ukrainische Einheiten jenseits der Grenze zu feuern. (pma/sda/afp)

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