DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mit 235 km/h auf A1 im Aargau erwischt – zwei Rasern droht Gefängnis und Landesverweis



The highway rest stop near Wuerenlos in the canton of Aargau, Switzerland, the so-called

Bild: KEYSTONE

Zwei Junglenker sollen nach einem mutmasslichen Raserrennen auf der Autobahn A1 im Ostaargau und weiteren Tempo-Exzessen zu teilbedingten Freiheitsstrafen verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft Baden fordert für den Serben und den Kosovaren zudem eine fakultative Landesverweisung.

Der 19-jährige Serbe und der 21-jährige Kosovar aus dem Kanton Zürich waren in der Nacht auf Samstag, 11. April, auf der A1 bei Spreitenbach AG mit massiv übersetzter Geschwindigkeit geblitzt worden.

Die beiden Beschuldigten fuhren in gemieteten PS-Boliden nebeneinander. Der 19-Jährige wurde mit einer Geschwindigkeit von 235 km/h gemessen, der 21-Jährige mit einer Geschwindigkeit von 224 km/h, wie die Oberstaatsanwaltschaft Aargau am Montag mitteilte. Die zulässige Geschwindigkeit beträgt an der Messstelle 120 km/h.

Abzüglich der Toleranz von 7 km/h ergibt das gemäss Anklage eine strafbare Überschreitung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 108 km/h beziehungsweise von 97 km/h.

Die Staatsanwaltschaft Baden wirft den Beschuldigten vor, durch ihre Fahrweise mehrfach andere Verkehrsteilnehmer, sich selber und ihre Beifahrer einer hohen Unfallgefahr mit Schwerverletzten oder Todesopfern ausgesetzt zu haben.

Tempo-Exzesse mit dem Handy gefilmt

Zusätzlich zu den besonders krassen Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn und der Teilnahme an einem nicht bewilligten Rennen wirft die Staatsanwaltschaft den Junglenkern weitere Verkehrsdelikte vor.

Unter anderem sollen sie unabhängig voneinander - der 21-jährige einmal, der 19-jährige mehrfach - ausserorts massive Geschwindigkeitsüberschreitungen begangen haben. Diese Tempo-Exzesse hatten die Beschuldigten mit ihren Handys gefilmt.

Die Staatsanwaltschaft Baden beantragt für den 19-jährigen Serben eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren, davon 18 Monate unbedingt, und eine Busse von 3000 Franken.

Für den 21-jährigen Kosovaren forderte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren, davon 15 Monate unbedingt, und eine Busse von 2500 Franken. Zusätzlich beantragt sie für beide Beschuldigte eine fakultative Landesverweisung von je 5 Jahren. Wann der Prozess am Bezirksgericht Baden stattfindet, steht noch nicht fest. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Offen gesagt

«Lieber Herr Berset, das wird eine kurze Party ...»

Der Bundesrat öffnet nach eigenen Angaben «vorsichtig», aber viel weitgehender, als erwartet worden ist. Und pfeift dabei auf die von ihm selbst festgelegten Öffnungskriterien, die weitgehend unerfüllt sind. Ein fatales Signal.

Lieber Herr Berset

In der Geschichtswissenschaft lehrt man die Studis, dass man aus der Geschichte nicht in die Zukunft prognostizieren kann. Zu viele verschiedene Faktoren wirken auf die Geschehnisse in verschiedenen Epochen ein.

Bestimmt wären Sie froh, wenn dieses Prinzip auch in der Virologie gälte. Zwar sind verfrühte Öffnungen und frohe Botschaften bei tiefen Fallzahlen im Herbst oder in Sardinien nicht so gut herausgekommen. Daraus dürfte man aber nun nicht schliessen, dass das ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel