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Kehrt nach seiner Auszeit zur Sondersession in den Nationalrat zurück: Der Aargauer SVP-Vertreter Luzi Stamm (Archiv)

Er kann sich freuen: Luzi Stamm hat wieder eine weisse Weste. Bild: KEYSTONE

1 Gramm Koks und 1 Million Euro Falschgeld – Verfahren gegen Luzi Stamm eingestellt



Die ganze Schweiz fragte sich im Frühling, was mit Luzi Stamm los ist. Anfangs März kaufte der Aargauer SVP-Nationalrat in Bern auf der Strasse ein Gramm Kokain und nahm das weisse Pulver mit ins Bundeshaus. Am nächsten Tag meldete er sich bei der Berner Kantonspolizei.

Wenig später sorgte er für die nächsten Schlagzeilen. Es wurde bekannt, dass er eine Million Euro Falschgeld ins Bundeshaus mitgenommen hatte.

Was ist aus den beiden Fällen geworden?

Nichts, zeigen Recherchen des SRF. Die Fälle sind juristisch erledigt. Stamms Kommentar dazu: «Klar bin ich froh. Aber für mich war das von Anfang an selbstverständlich.»

Der Kokain-Kauf

Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat das Verfahren eingestellt, bestätigt sie gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Zwar sei Kokain-Besitz strafbar, der Lockvogel-Kauf aber anscheinend nicht.

Ihm sei es beim Kauf um das Aufdecken eines Missstandes gegangen und er habe die Drogen nicht konsumiert, sondern der Polizei übergeben, so Stamm zum SRF.

Das Falschgeld

Im Falschgeldfall kam es gar nicht erst zu einem Verfahren: Die Bundesanwaltschaft bestätigte gegenüber dem SRF, dass sie nach einer Vorabklärung eine Nichtanhandnahme verfügt hat.

Dies, weil Stamm das Falschgeld in seiner Funktion als Anwalt angenommen habe. Nicht strafbar, weil er die Blüten nicht in Umlauf gebracht und sie den Schweizer Behörden übergeben habe, kommentiert Stamm.

Und die Politik?

Auch wenn der Kokainkauf und das Falschgeld juristisch keine Folgen haben, so hat ihm die ganze Affäre politisch geschadet. Auf der Nationalratsliste der SVP Aargau ist der Anwalt nicht mehr erwünscht. Deswegen tritt er nun mit einer eigenen Liste an. (jaw)

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