Schweiz
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Soldaten eines Hygienezugs des Spitalbataillons der Schweizer Armee reinigen und desinfizieren das alte Bettenhaus des Spitals Frauenfeld, am Dienstag, 24. Maerz 2020, in Frauenfeld. Erst vor vier Wochen wurde der Neubau des Spitals Frauenfeld bezogen. Das alte Bettenhochhaus aus den 1970er-Jahren sollte anschliessend abgebrochen werden. Dieser Abbruch wird nun auf Juli verschoben. Stattdessen werden dort mit Hilfe von Armee und Zivilschutz 200 zusaetzliche Betten aufgebaut, um das Spital in der Coronavirus-Krise zu entlasten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

So arbeiten Armeeangehörige während der Coronakrise. Bild: KEYSTONE

Zu viele Soldaten aufgeboten? Der Coronaeinsatz der Armee und seine Folgen

Während die Armee erste Soldaten nach Hause schickt, beginnt in der Sicherheitspolitik ein Deutungsstreit über die Lehren aus der Krise.

lorenz honegger / ch media



Eine weltweite Pandemie hat sich im Hauptquartier der Armee niemand gewünscht. Das grösste Truppenaufgebot seit dem Zweiten Weltkrieg bietet dem Schweizer Militär aber zweifellos die Gelegenheit, seine Bedeutung als strategische Reserve im Ernstfall unter Beweis zu stellen.

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Tausende Schweizerinnen und Schweizer haben sich freiwillig für einen Einsatz in Uniform gemeldet, auch medial fällt die Resonanz weitgehend positiv aus. Das weckt den Argwohn armeekritischer Kreise.

Zweifel am Nutzen des Einsatzes in den Spitälern

Die politisch links orientierte «Wochenzeitung» berichtete diese Woche unter dem Titel «Mehr Belastung als Hilfe» über unterbeschäftigte Soldaten, die entweder in den Spitälern «rumstehen» oder sich die Zeit in den Kasernen mit Freizeitaktivitäten wie Frisbee-Werfen oder Federball vertreiben.

Ein Sprecher räumte die Überkapazitäten gegenüber der Publikation ein: Zum Zeitpunkt der Teilmobilmachung im März sei schlicht nicht absehbar gewesen, wie rasch und in welchem Ausmass das Gesundheitswesen und die Kantone auf Unterstützung angewiesen sein würden, man habe sich deshalb auf ein Maximalszenario vorbereitet.

Die Armee bestätigt gegenüber CH Media auch den Ausbau des Unterhaltungsangebots in den Kasernen. Aufgrund der bis vor kurzem geltenden Urlaubssperren hätten die eingerückten Armeeangehörigen keine Möglichkeit gehabt, die Freizeit ausserhalb der Unterkünfte zu verbringen. Nun bereitet das Militär seinen Rückzug aus den Spitälern vor.

Soldat Liu Kelun, rechts, kuemmert sich zusammen mit einer Pflegefachfrau um einen Covid-19 Patienten, im Freiburger Spital (HFR), am Mittwoch, 8. April 2020 in Freiburg. Fuenfzig Spital- und Sanitaetssoldaten uebernehmen in den Abteilungen Innere Medizin und Intensivpflege am Standort Freiburg eine Vielzahl von Aufgaben. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Ein Spitalsoldat im Einstaz im Freiburger Spital. Bild: KEYSTONE

Am Donnerstagnachmittag hat das Verteidigungsdepartement bekannt gegeben, dass 300 bis 400 Angehörige der Sanitätstruppen wieder aus dem Assistenzdienst entlassen werden. Falls sich die Lage erneut verschärfen sollte, müssten die Betroffenen innert 24 Stunden wieder einsatzbereit sein.

Während der ursprünglich 5000 Armeeangehörige umfassende Einsatz in geringerem Umfang weiterläuft, hat im Bundeshaus ein Deutungsstreit über die sicherheitspolitischen Konsequenzen der Pandemie begonnen.

Kampfjet-Abstimmung im September

Zeigt die Coronakrise, dass die Schweizer Armee zu stark auf unwahrscheinliche Szenarien wie Panzerkriege und Luftgefechte ausgerichtet ist? Oder ist die weltweite Pandemie Beleg dafür, dass sich die Streitkräfte richtigerweise auch auf schwer vorstellbare Szenarien vorbereiten?

«Die Polemik von links gegen den Armeeeinsatz ist aus meiner Sicht billige Stimmungsmache.»

Thierry Burkart, FDP-Ständerat

Diese Fragen werden die Schweizer Sicherheitspolitik in den nächsten Monaten noch stärker beschäftigen, als sie es schon vor der Pandemie taten: Am 27. September soll die Abstimmung über den Kauf neuer Kampfflugzeuge stattfinden.

Der Aargauer FDP-Ständerat Thierry Burkart rechnet damit, dass der Termin des Urnengangs nicht mehr verschoben wird. Gleichzeitig kritisiert er die «Polemik von links gegen den Armeeeinsatz». Es handle sich um «billige Stimmungsmache», die dazu diene, zu verhindern, dass die Armee in einem zu guten Licht dastehe.

Das Land könne froh sein, dass die Pandemie das Gesundheitswesen weniger stark beanspruche als erwartet. Burkart lässt durchblicken, dass die hohen Ausgaben für wirtschaftliche Rettungspakete im Rahmen der Pandemie den Erklärungsbedarf für die Erneuerung der Luftwaffe im Umfang von sechs Milliarden Franken erhöhen. Es gebe aber aufgrund der Coronakrise keinen Grund, auf neue Kampfflugzeuge zu verzichten, die Bedrohungslage habe sich nicht geändert.

«Die Armee geht von falschen Bedrohungsszenarien aus und setzt Prioritäten völlig falsch.»

Marionna Schlatter, Grünen-Nationalrätin

Diametral anders sieht dies die Zürcher Grünen-Nationalrätin und Sicherheitspolitikerin Marionna Schlatter. Sie habe die Mobilisierung zur Unterstützung des Gesundheitswesens zwar begrüsst, als klar geworden sei, dass eine schwierige Zeit auf das Land zukomme.

Die Politikerin sieht sich aber in ihrer Einschätzung bestätigt, dass die Armee derzeit von falschen Bedrohungsszenarien ausgehe und die Prioritäten «völlig falsch» setze. Das Departement von Bundesrätin Viola Amherd wolle Milliarden Franken für neue Panzer und Kampfjets ausgeben und vernachlässige gleichzeitig Bedrohungen im Klima-, Pandemie- und Cyberbereich.

Die Schweiz müsse aus der Pandemie die richtigen Lehren ziehen. «Statt in Kampfjets stecken wir das Geld beispielsweise lieber in genügend Schutzmaterial für das Gesundheitswesen.»

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118Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • micki 18.04.2020 12:26
    Highlight Highlight Ja also ich arbeite auch im Spital. Und die Soldaten sind doch wirklich arm dran. Können nicht weiter studieren und verpassen da viel. Im Krankenhaus können sie nicht gross helfen. Und das schlimmste ist dass in den Medien der Armeeeinsatz so gelobt wird aber wirklich bringen tuts nichts. Naja. Schlussendlich denken Leute plötzlich noch das die Pflege plötzlich durch Soldaten ersetzt werden kann. Was absolut jocht stimmt. Totale Werbung fürs Militär dass irgendwie falsch ausgerichtet ist.
  • Walser 17.04.2020 19:37
    Highlight Highlight Einige versuchen in dieser Situation gerade die Armee in Frage zu stellen. Stellt euch einfach mal folgendes, durchaus realistisches Szenario vor. Die Welt wird von einer Pandemie heimgesucht, die das dreifache an Todesopfern fordert. In „Null Koma Nichts“ würde Krieg herrschen. Jedes Land versucht sofort, sich mit allem überlebenswichtigen zu versorgen. Jeder gegen jeden. Es ginge sofort um alles oder Nichts. Einen kleinen Vorgeschmack haben wir ja gerade erhalten.

    • Satan Claws 18.04.2020 12:38
      Highlight Highlight @Walser

      Sie sollten nicht so viele Hollywood Filme schauen.
    • Walser 18.04.2020 15:34
      Highlight Highlight @Satan. Ein ungemein erhellender Beitrag. Merci.
  • Andi Weibel 17.04.2020 17:16
    Highlight Highlight Eine Pandemie ist kein "schwer vorstellbares Szenario". Alle Experten wussten, dass es früher oder später eintrifft.

    Ein Luftkrieg gegen Österreich ist hingegen extrem unwahrscheinlich.

    Darum macht es keinen Sinn, teuere Luxus-Kampfjets für dieses Szenario zu beschaffen.

    Stattdessen: Günstige, leichte Kampfjets für die Luftpolizei kaufen, und das gesparte Geld in die Pandemie- und Erdbebenprävention stecken.
  • Alnothur 17.04.2020 15:25
    Highlight Highlight Ich kann bloss einen Satz aus dem Artikel wiederholen: Die Polemik von links gegen den Armeeeinsatz ist aus meiner Sicht billige Stimmungsmache.
  • bernd 17.04.2020 12:34
    Highlight Highlight Der Armee vorzuwerfen, dass sie zuviele Leute aufgeboten haben soll ist doch völlig am Thema vorbei? Die meisten Feuerwehren hatten gestern auch mehrere Leute auf Pikett und dann wurden sie gar nicht gebraucht weil es nicht gebrannt hat. Diese Vögel, können die nicht planen?

    Man müsste doch mal diskutieren, ob die Armee wirklich die richtige Organisation für solche Einsätze ist, die eigentlich nicht zu ihrem Auftrag gehören. Ist nicht eigentlich der Zivilschutz für solche Fälle da? Wieso steht ihnen dann die Armee so vor der Sonne? Machen die nur weniger PR oder auch weniger Einsätze?
    • TJ Müller 17.04.2020 13:00
      Highlight Highlight Beim zweiten Teil bin ich völlig bei dir. Das ist NICHT die Aufgabe des Militärs, sondern des Zivilschutzes. Die Armee muss sich einfach mal wieder profilieren und PR betreiben und der Zivilschutz hats verpennt. Wir werden wohl in den nächsten Jahren bei Militärfragen ständig die Coronakriese hören, auch wenn es dafür kein Militär bräuchte
    • Alnothur 17.04.2020 15:19
      Highlight Highlight Doch, es ist Aufgabe des Militärs. Und nur so, der Zivilschutz ist übrigens Teil des Militärs...
    • Mutzli 17.04.2020 17:33
      Highlight Highlight @Alnothur

      Nee, wenn mans schon genau nehmen will, dann aber auch ganz: Der Zivilschutz ist Teil des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS). Dieses wiederum ist Teil des VBS, als eine der drei Hauptsparten neben Sport (Bundesamt für Sport) und Verteidigung (Gruppe Verteidigung d.h. Militär).

      Zum VBS gehören z.B. ja auch Swisstopo und der Nachrichtendienst, aber bei dem würde ja auch niemand sagen, es sei Teil des Militärs, oder?
  • Mutzli 17.04.2020 12:13
    Highlight Highlight Was meiner Ansicht nach fehlt, ist diese Info aus der WOZ:"Dort wundern sich die Angestellten über die neuen Helfer, zu tun gibt es für sie kaum etwas. Vitalzeichen wie Körpertemperatur, Puls oder Blutdruck darf er nicht messen, das meiste nur in Anwesenheit einer Pflegeperson erledigen."

    Als Frage an Watson oder wer auch immer: Stimmt das?

    War selbst bei einer Saniübung des Militärs dabei und dort durften die Sanis im Spital ebenfalls nix machen.

    Dachte mir dann halt, dass das entweder geändert wird oder im Notfall die Regel gelockert, aber falls nicht ists wirklich nicht sehr sinnvoll.
    • Lara Wyss 17.04.2020 19:58
      Highlight Highlight das ist tatsächlich so (ich kenne persönlich mehrere soldaten im sanitätsbatallion) sie können nichts machen, sind für die spitäler keine grosse hilfe.
      ebenfalls von der woz, was hier fehlt.
      wenn etwas zu tun wäre und man sie brauchen würde, würden alle soldaten gerne helfen. aber so fühlen sie sich vera*scht.
  • Lowend 17.04.2020 12:01
    Highlight Highlight Man könnte sich bestenfalls überlegen, ob ein gut ausgebauter, dem Militär gleichgestellter Zivildienst nicht doch eine gute Sache ist und endlich den Kampf gegen den Dienst am Menschen statt an der Waffe aufhören?
  • LURCH 17.04.2020 11:48
    Highlight Highlight Was tut man nicht alles um die Systemrelevanz dieser Hobbytruppe hervorzuheben.
    Ganz nach dem Motto:
    Keiner hat Gripen, aber alle gehen hin.
    Benutzer Bild
    • Hierundjetzt 17.04.2020 12:12
      Highlight Highlight Yo. Das die Kantone die Armee bestellt haben, blenden wir jetzt einfach mal aus und dokumentieren dann den Text mit einer schwedischen Karikatur.

      Schweden / Schweiz ich mein... nein. Einfach. Nein
    • TJ Müller 17.04.2020 13:12
      Highlight Highlight Hier und jetzt, dir ist schon bekannt, dass die Gripen aus Schweden kommen sollten?
    • Satan Claws 17.04.2020 15:05
      Highlight Highlight @Hierundjetzt

      Als Orientierungshilfe:
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 17.04.2020 10:51
    Highlight Highlight Sehr billig. Mit Wissen von heute die Vergangenheit beurteilen.

    Das kann jede.

    Stärkt nicht wirklich die Reputation einer Zeitung
    • peeti 17.04.2020 11:23
      Highlight Highlight Auch billig: Sich als Armee für einen Einsatz feiern, obwohl die Ausführung dieses Auftrags erstens einfach selbstverständlich sein sollte, angesichts der Kosten die jedes Jahr ausgegeben werden. Und zweitens scheint mir die Übung nicht wirklich mit den Spitälern abesprochen zu sein (jedenfalls braucht da niemand die Soldaten).
    • Hierundjetzt 17.04.2020 11:37
      Highlight Highlight Gemäss Verfassung ist das in Friedenszeiten nicht vorgesehen.

      Die Kosten tragt die EO.

      Wer feiert wo? Bist Du auch im Einsatz? Oder hattest Du an der Aushebung Feder‘sches Rückenweh?

      Hast Du den schweizweiten Überblick oder redest Du nur nach, was der Kollege aus der Spitalkantine gehört hat?

      Eben
    • Mattse73 17.04.2020 11:46
      Highlight Highlight "Nach dem Krieg gibt's genügend Generäle..."
    Weitere Antworten anzeigen
  • joe 17.04.2020 10:43
    Highlight Highlight Leider sind wir beim Punkt der Kurve angekommen wo man von Überreaktion redet. Wir man bald auch in anderen Bereichen darüber reden.

    Bildquelle unbekannt
    Benutzer Bild
  • banda69 17.04.2020 10:38
    Highlight Highlight Sind wir froh, ist es so wie es ist.

    Ich bin bein Freund der Armme. Aber jetzt gegen diese zu schiessen ist mehr als unangebracht.
  • Markus97 17.04.2020 10:31
    Highlight Highlight Die Medien sind absolut unterirdisch. Zuerst macht man extremen Druck auf den Bundesrat. Macht zich Horrorptognosen, die alle nicht eingetreten sind (Ist das diesen Ärzten und Wissenschaftlern eigentlich nicht peinlich?). Fordert den Bundesrat auf viel mehr zu machen, nichts ist genug. Und danach, wenn sich herausstellt das es doch nicht so schlimm war, beginnt man dem Bundesrat vorzuwerfen, er hätte übertrieben. Ich mache alleine die Medien verantwortlich für jegliche Schäden! Glaubt ihr eure Leser vergessen so schnell? Ihr habt verdammt nochmal auch eine Verantwortung!
    • Neruda 17.04.2020 18:06
      Highlight Highlight Noch nicht gemerkt? Heutzutage wollen die Medien vor allem eins: Klicks. Idealismus findest du vielleicht noch bei einer WOZ, wo jeder 5000 Fr. im Monat verdient.
  • beautyq 17.04.2020 10:17
    Highlight Highlight Es ist gut möglich, dass zu viele Soldaten einbezogen wurden, dies ist jedoch sinnvoll, da der genaue Ablauf der Krise nicht vorhersehbar war. Diese AdAs wurden mit den Zusammenzügen auch vor einer Infizierung geschützt, so dass sie im Ernstfall eingesetzt werden könnten.

    Für die Zukunft sollte der Schweizer Armee bewusst werden, dass solche Unterstützung sehr wichtig sein kann und dementsprechend auch die Truppenausbildung auf humanitären Support richten.

    Daher gehört auch ein klares Nein in die Kampfjet-Urne. Diese Mittel können sehr viel sinnvoller eingesetzt werden.
    • Mutzli 17.04.2020 12:04
      Highlight Highlight @beatyq
      "Diese AdAs wurden mit den Zusammenzügen auch vor einer Infizierung geschützt, so dass sie im Ernstfall eingesetzt werden könnten."

      Nee, sorry, dass behaupteten ein paar Leute zu Anfang zwar, aber nicht nur die US & französische Marine mussten wieder mal lernen, dass Menge Leute auf engem Raum=Infektionsparty.

      Wie auch schon bei der spanischen Grippe. Lehre aus der Geschichte, dann...etc.

      Nach dem Artikel (Zahlen vom Militär selbst): Am Montag gabs 292 positiv getestete im Militär, bei insg. 17 000 aufgebotenen. Sind gleich viele Infizierte wie der Thurgau mit 276 000 Leuten.
  • Hakuna!Matata 17.04.2020 09:41
    Highlight Highlight Schade nutzt die Wochenzeitung diese Pandemie-Krise zu politischen Zwecken. Warum schreibt die Wochenzeitung nicht über die Ärtzte, die zur Zeit in den Spitälern rumstehen und nichts zu tun haben? Alle nicht notwendigen Behandlungen wurden gestrichen, Kliniken geschlossen, Personal auf die Intensivmedizin verschoben. Nur kam dort der Ansturm nicht.

    Vielleicht ist es in so einer Krise auch mal gut zu überreagieren liebe Wochenzeitung. Dann hat man nämlich Möglichkeiten. Reagiert man zu spät, läuft man nur noch hinterher.
    • peeti 17.04.2020 11:27
      Highlight Highlight Naaja, die Spitäler feiern sich aber nicht wie die Armee für ihren Einsatz sondern machen einfach ihren Job.
      Und es ist wohl sinnvoll, wenn Ärtzinnen und Pflegepersonal rumstehen, anstatt Rekruten, die nicht mal den Puls nehmen dürfen.

      Man darf doch noch kritisieren.
  • leu84 17.04.2020 09:39
    Highlight Highlight Man kann Tausende Szenarien durchspielen. Kein Mensch in Europa hat in seinem Leben eine Pandemie durchmachen müssen. Da weder der Bundesrat noch die Parlamente Erfahrung in Sachen Pandemie haben, hat man wie für einen Grossbrand in der Ferienzeit aufgeboten. So bietet man vorerst mehr Leute auf, als eventuell notwendig. Es gab Pandemien wie SARS oder Ebola. Da diese Europa kaum erreicht hat, war dies eher ein "lokales" Problem. Die Menschen sollen vom Covid19 lernen. Manch Hygieneregeln soll man auch für die saisonale Grippe mitnehmen. Aber auch die Hygiene beim Kochen wichtig ist.
    • Shiginator 17.04.2020 10:34
      Highlight Highlight Ich gebe dir in allen Punkten recht, ausser bei Ebola. Das war zum Glück keine Pandemie...sonst wären vermutlich weit aus mehr Opfer zu beklagen
  • Weiterdenker 17.04.2020 09:30
    Highlight Highlight Schon irritierend, dass ausgerechnet jetzt, ausgerechnet bei einer Krise, die niemand kommen sah, gesagt wird, dass sich das Militär auf unrealistische Szenarien ausrichtet. Auch wenn wir verwöhnte Glückskinder sind und seit vielen Jahren keinen Krieg mehr erleben mussten, es ist niemals auszuschliessen, dass sich die Lage nicht ändert. Es wäre naiv zu glauben, wir haben den immerwährenden Frieden erreicht. Genauso wie es naiv war zu glauben, Pandemien in der ersten Welt seien nicht möglich. Diese Krise sollte eigentlich ein perfektes Beispiel dafür sein, dass jederzeit alles geschehen kann.
  • lilie 17.04.2020 09:10
    Highlight Highlight Ich finde es total unfair, jetzt die Armee zu kritisieren.

    Erstens und vor allem hat nicht sie selbst beschlossen, mit wieviel Mann sie einrückt, sondern sie wurde gemäss Pandemiegesetz aufgeboten. Der Befehl lautete, das Szenario "All in plus" zu aktivieren - d.h. mit der maximalen Anzahl Leuten aufzukreuzen, welche sie für diesen Fall aufbieten kann.

    Dass die dann nur rumstanden war von niemandem abzusehen, und lieber so als umgekehrt!

    Und die Kampfjet-Debatte hat in diesem Moment gar nichts zu suchen hier, das ist doch eine völlig andere Baustelle. 🤦‍♀️
    • trio 17.04.2020 09:40
      Highlight Highlight Im September wird über die Kampfjets abgestummen. Die Debatte hat sinnvollerweise jetzt zu beginnen, und es darf durchaus gesagt werden, wieviel sie genutzt hätten. Nämlich gar nichts.
    • leu84 17.04.2020 09:48
      Highlight Highlight Richtig. Egal pro oder contra Armee. Bei der Armee, im Bevölkerungsschutz oder Feuerwehr muss man bei einem Grossereignis einfach mehr Leute aufbieten. Rückbauen ist immer möglich. Man muss auch damit rechnen, dass ein Grossteil der AdA gar nicht verfügbar sind.
      Politische Debatten sollen irgendwann nach den Sommerferien wieder möglich sein.
    • lilie 17.04.2020 11:25
      Highlight Highlight @Astrogator: Die AdA standen nicht rum, weil sie unbrauchbar waren für die anstehenden Jobs, sondern weil es nicht so viel mehr Arbeit gab wie befürchtet.

      @trio: Es ist hoffentlich auch dem Hinterletzten klar, dass die Armee verschiedene Aufgaben erfüllt, und dass sie für jede dieser Aufgaben unterschiedliche Ressourcen braucht. Ich bin gegen die Kampfjets, aber jetzt wegen der Pandemie dagegenzuargumentieren ist einfach nur billiger linker Populismus.

      @leu84: Genau so sehe ich das auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heini Hemmi 17.04.2020 09:09
    Highlight Highlight Ich bin ja alles andere als ein Militär-Fan. Aber sich nun darüber zu beklagen, dass die Armee nichts zu tun hatte, ist einfach nur strunzdumm!
  • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 17.04.2020 08:58
    Highlight Highlight Nein zu Kampfjets! Lieber in die Cyberabwehr investieren das wird und die nächsten Jahre viel mehr beschäftigen!
    • Zauggovia 17.04.2020 09:44
      Highlight Highlight Falsch, in beides investieren, denn niemand kann die Zukunft voraussehen.
  • DrDeath 17.04.2020 08:55
    Highlight Highlight Masken hätten wir gebraucht, hatten sie aber nicht. Soldaten hatten wir, haben sie aber nicht gebraucht. Was ist besser?

    Liebe Soldaten: es tut mir NICHT leid dass ihr sinnlos rumgesessen seid, im Gegenteil, ich bin froh dass ihr euch langweilt. Hört auf zu jammern, wollt ihr lieber Särge schleppen?
    • Zauggovia 17.04.2020 09:40
      Highlight Highlight Ich glaube gewisse Politiker heulen mehr als die Soldaten.
  • Flie 17.04.2020 08:48
    Highlight Highlight Danke Jungs, dass ihr euch nicht drückt und für die Armee da seid, wenn ihr augeboten werdet!
  • Antichrist 17.04.2020 08:39
    Highlight Highlight Die Grünen spielen wieder mal die hässlichen Besserwisser. Das Militär kam vorsorglich zum Einsatz, weil das Gesundheitswesen und die gesamte Pandemiebürokraten beim Bund komplett versagt haben. Das Militär war übrigens die einzige Institution, die gemäss Plan funktioniert hat. Dass die Pandemie nun nicht so schlimm ist, wie angenommen ist doch toll. Was haben die Grünen gemacht ausser Alarmismus und Schreckung der Bevölkerung wie: Das Gesundheitswesen bricht zusammen, Afrika wird ein Chaos, die häusliche Gewalt nimmt zu. Nichts davon ist eingetreten. Macht in Zukunft, was ihr sonst macht: Nix
    • Mutzli 17.04.2020 16:57
      Highlight Highlight @Antichrist

      Check nicht ganz, wieso Sie diese Breitseite gegen die Grünen richten?
      Ok, is fair, dass Sie mit den im Artikel zitierten nicht einig sind, aber:
      -Zusammenbruch Gesundheitswesen war die Warnung der Epidemologen und medizinischen Gemeinschaft, falls nix gemacht wird. Genau deshalb wurden ja all diese Massnahmen ergriffen.

      -Hoffe natürlich, dass es nicht überall so ist, aber sehr vielen Orten hat häusliche Gewalt tatsächlich leider massiv zugenommen.

      -Bzgl. Afrika: Man wird sehen wies kommt, aber hätt da niemand von den Grünen als Untergangsprophet mitgekriegt.

      etc.
  • Glaedr 17.04.2020 08:34
    Highlight Highlight Marionna Schlatter ist also Sicherheitspolitikerin und hat keine Ahnung das jedes Land eine luftpolizei braucht.
    Wer hat so jemand zum Sicherheitspolitikerin gemacht?
    Traurig genug das es hier die meisten nicht kapieren
  • plaga versus 17.04.2020 08:26
    Highlight Highlight Schon gut, dass wir die Armee haben.
    Aber ich wünsche mir auch eine zeitgemässere Ausrichtung. Statt Jets könnten wir z. Bsp. mehr Löschgeräte und Wasserlöschflugzeuge anschaffen.

    Und - das lesen viele jetzt nicht gerne - die internationale Zusammenarbeit stärken.
  • The_ugly_truth 17.04.2020 08:23
    Highlight Highlight Es braucht endlich eine richtige Diskussion über eine moderne Landesverteidigung. Was sind die grössten Gefahren in unserer globalisierten, digitalisierten Welt?

    Unter dem Vorwand der "Tradition" und weil man es halt "immer so gemacht hat" ist unsere Armee völlig veraltet und verpulfert sinnlos Kohle in Bereiche, die nutzlos sind, wie Panzer ect.

    Das Knowhow in der Schweiz ist extrem gross, nur braucht es ein System, dass dieses auch für das Land einsetzt. Die ganze Grudnausbilung der Armee mit Rumballern und Rumrobben im Grünen ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.
    • Eine_win_ig 17.04.2020 08:45
      Highlight Highlight Ich bin gerne für diese Diskussion bereit:

      - Die Schweiz hat internationale Verträge unterschrieben (Haager Verträge), welche sie dazu verpflichtet, in einem Krisenfall ihre Landesgrenzen zu schützen. Technisch ausgedrückt: Die Schweiz muss es Konfliktparteien verunmöglichen, über Schweizer Gelände zu fahren.
      - Die Schweiz hat Verträge unterschrieben (Chicago Abkommen), welche sie dazu verpflichtet, den eigenen Luftraum zu kontrollieren und zu überwachen/bewachen. (Details kann ich gerne ausführen).

      Wie soll denn gemäss Ihnen dies abgedeckt werden?
    • Eine_win_ig 17.04.2020 08:47
      Highlight Highlight Möglichkeiten:
      Aufgabe der Neutralität, Anschluss an die EU/NATO?

      Die Armee entwickelt sich ständig weiter. Sie können gerne mal die Berichte Boden oder Luft lesen. Dort wird ausgeführt, mit welchen Szenarien die Armeeführung unterstützt durch Sicherheitsexperten rechnet.

      Es werden nicht an "Panzer und Artillerie" festgehalten aus "Tradition". Die Armee denkt in "Fähigkeiten".
      Beispiel: Eine Fähigkeit ist die Raumüberwachung. Wie diese Fähigkeit dann abgedeckt wird, wird von der Armee vorgeschlagen und vom Parlament bewilligt (Armeebotschaften, jährlich, auch öffentlich verfügbar).
    • DrDeath 17.04.2020 08:52
      Highlight Highlight Die Grundausbildung wird in fast allen Armeen kritisiert – fast immer aus Unwissenheit. Was der Rekrut in der Grundausbildung wirklich lernen soll, ist der Umgang mit Stress, Dreck, Schlafmangel und Überlastung. Der Spruch "jeder Tropfen Schweiss in der Grundi spaart einen Tropfen Blut im Einsatz" ist, so martialisch er klingt, komplett wahr – denn diese Fähigkeit zum Umgang mit harten Bedingungen ist im Einsatz die Grundlage von allem anderen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glenn Quagmire 17.04.2020 08:04
    Highlight Highlight was hat die GSOA geleistet in dieser Zeit?
  • Provinzprinz 17.04.2020 08:02
    Highlight Highlight Dieser Beitrag zeigt wieder auf welch hohem Niveau in unserem Land gemotzt wird! Zum Glück wurde von einem Worst Case Szenario ausgegangen und nicht wie in anderen Ländern erst gar nicht reagiert und dann überfordert die Toten auf einer Insel verscharren zu müssen. Seid verdammt nochmal froh haben wir genügend Ressourcen diese Krise so halbwegs unbeschadet zu überwinden. Ja es hibt ein paar harte Jahre! Na und? Nach Dunkelheit kommt Licht und Morgen ist auch wieder ein Tag! Diese Polemik geht mir in den Medien langsam hart auf den Sack!
  • Zauggovia 17.04.2020 07:55
    Highlight Highlight Klar, Frau Schlatter hat natürlich schon seit Jahren gewusst, dass eine Pandemie eher eintritt als ein terroristischer Anschlag oder eine wochenlanger Stromausfall oder eine andere Umweltkatastrophe. Zum Glück haben die Grünen solch kompetente Nationalräte.
  • Butschina 17.04.2020 07:45
    Highlight Highlight Und wenn plötzlich der Andrang im Gesundheitswesen grösser gewesen wäre und es wären zu wenig Soldaten aufgeboten? Dann wäre es auch ein Fehlentscheid der Armee gewesen. Sie kann es so oder so nicht richtig machen. Seien wir doch dankbar für die Hilfe und glücklich, dass wir keine Zustände wie in Norditalien hatten.
    • aye 17.04.2020 08:34
      Highlight Highlight Anfangs verdoppelten sich die Fälle alle 2-3 Tage und man wusste nicht genau wie viel die Massnahmen bringen werden. Ein grosses Aufgebot war da bestimmt keine schlechte Idee...
    • Satan Claws 17.04.2020 09:33
      Highlight Highlight Ja genau, danke dass wir nicht rechtzeitig in Noritalien geholfen haben. Echt toll.
    • ridega 17.04.2020 13:15
      Highlight Highlight Nein, dann kann man einfach mehr aufbieten...
      Zivilschutz gibt's übrigens auch noch... denn kann man sogar einfach per Telefon aufbieten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • So en Ueli 17.04.2020 07:43
    Highlight Highlight Wer gegen unsere Armee ist, darf das gerne sein. Er/Sie soll einfach schweigen und sich überlegen, ob ein "Danke" nicht angebrachter wäre. Nörgeln kann jeder.
  • Zappenduster 17.04.2020 07:42
    Highlight Highlight Die Armee scheint überlastet zu sein mit der aktuellen Aufgabe, ich wurde für nächste Woche in den Zivilschutz beordert. :)

    Es scheint als ob nun alle Organisationen noch mit dabei sein wollen bei der Covid19 Unterstützung. Ich bin gespannt auf meinen Dienst nächste Woche. Ich hoffe man zieht die Arbeitskraft nicht zum rumsitzen aus der Wirtschafft. Realistisch gesehen wird es aber genau das sein. Unverständlich.
    • McStem 17.04.2020 07:56
      Highlight Highlight Du weisst schon, dass die Armee als Notreserve gilt. Der Ablauf des Aufbieten sieht wie folgt aus:

      1. Blaulicht (Ambulanz, FW, Polizei)
      2. Zivilschutz
      3. Armee

      Mein Zivilschutzeinsatz wurde (leider) gecancelt, da ich zuvor mit einem potentiell Corona-Kranken in Kontakt war.
    • Eine_win_ig 17.04.2020 08:48
      Highlight Highlight Zappenduster:
      Die Armee ist ein Mittel des Bundes, der Zivilschutz Mittel des Kantons.

      Völlig unterschiedliche Einsatzgebiete. Aber voilà.
    • Zappenduster 17.04.2020 12:51
      Highlight Highlight Danke euch, ändert aber nichts an der Sache das die Armee und jetzt auch der Zivilschutz zum herumstehen einen Marschbefehl erhalten.

      Mag für Arbeitsscheue Zeitgenossen eine gute Sache sein (grüne Ferien ahoi) aber mich persönlich nervt das und ich kann nicht verstehen wie man dafür Steuergelder ausgeben kann.
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  • Marco Rohr 17.04.2020 07:41
    Highlight Highlight Im Nachhinein gibt es immer ein paar Schlaumeier, die es besser gemacht hätten. Fakt ist: Mitte März war noch nicht absehbar, welches Ausmass das Ganze annimmt. Entsprechend geht man von einem
    Worst Case aus und plant auch dementsprechend. Alles richtig gemacht.
  • Borki 17.04.2020 07:40
    Highlight Highlight Jetzt zu kritisieren, dass die Soldaten gar nichts zu tun hatten und nichts brachten ist etwa gleich sinnbefreit, wie wenn man sich als AdA nach einer dreistündigen Wachtschicht beklagt, dass man auf niemanden schiessen musste.

    Seid froh, dass es viele der aufgebotenen Soldaten nicht brauchte. Seid froh, dass unsere Militär-LKW halb leer herumfahren, und nicht voller Särge wie in Norditalien.

    Oder um es in diesem Zusammenhang passend zu formulieren: "Schnautze tief!"
    • Scaros_2 17.04.2020 08:39
      Highlight Highlight Richtig - NUR. Wenn man Sanitätssoldaten in ein Spital schickt, diese dort aber keine Kompetenzen bekommen und lediglich für Abfallsäche entsorgen und den Topf zum kacken zum patienten zu bringen benutzt werden, dann ist im System dennoch was falsch.

      Das ist wie wenn du als AdA zum Kloputzen benutzt wird, weil man dir die Kompetenz des Wachdienst nicht annerkennt bei einem Ausseneinsatz.
    • Satan Claws 17.04.2020 09:28
      Highlight Highlight @Borki

      "Seid froh, dass unsere Militär-LKW halb leer herumfahren, und nicht voller Särge wie in Norditalien."

      Sie hätten ja in Norditalien helfen können, damit dort nicht soviele Särge hätten gefüllt werden müssen.

      Wenn jetzt jemand sagt, dass sie doch nichts hätten machen können, frage ich mich was sie hier zu leisten vermocht hätten.

      Kurz, eine Verkettung absolut dummer Entscheidungen.

      Etwas gutes hat es aber. Viele hatten das Virus jetzt bereits, weil sie eingerückt sind.

      "Schnautze tief!" ist das militärische Totschlagargument.
    • Borki 17.04.2020 10:42
      Highlight Highlight @Scaros: Da gebe ich dir recht. Allerdings ist das System auf Seiten der betroffenen Spitälern falsch, nicht auf Seite der Armee.

      @Satan Claws: Ich habe mich in einem früheren Kommentar ja auch schon dafür ausgesprochen, viel mehr Patienten aus Norditalien und dem Elsass zu übernehmen. Um dem Nachbar zu helfen darf auch ein Risiko eingegangen werden. Allerdings hat m.M.n. da die Armee nicht direkt etwas damit zu tun. Patienten übernehmen hätte mehr geholfen als Sanis zu schicken.
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  • pamayer 17.04.2020 07:28
    Highlight Highlight Gelesen in der WOZ → Armee-Einsatz: Mehr Belastung als Hilfe https://www.woz.ch/-3XH9A6P
    • Eine_win_ig 17.04.2020 11:29
      Highlight Highlight Da ich bei der WOZ nicht kommentieren kann, tu ich es jetzt hier für Sie:

      Die Armee bietet so viele Soldaten auf, wie die Politik ihr vorschreibt. Die Armee macht nichts aus Lust und Laune. Sie handelt immer im Auftrag der Politik, sei dies der Bundesrat oder das Parlament.


      Jede Armeebotschaft geht vor das Parlament, die Auslandseinsätze werden vom Parlament bewilligt, der Bundesrat spricht das OK für das WEF, etc. Die Armee entscheidet selber nichts sondern befolgt Befehle der Politik.
    • Eine_win_ig 17.04.2020 11:31
      Highlight Highlight Die Armee testet zudem sehr gezielt. Aufgrund der Verhältnisse, die in Kasernen herrschen, ist bei einer Ansteckung sehr schnell das ganze Zimmer angesteckt.

      Jeder, der vermutlich angesteckt ist, wird 10 Tage isoliert (Richtlinie BAG). Somit erklären sich die fast 30% positiven Tests.

      Dass die AdA nun nicht "vernünftig" eingesetzt sind, hat nichts mit der Armee zu tun.

      Die Kantone fordern an, die Politik bewilligt den Einsatz und die Armee liefert das Personal. Die Einsatzführung liegt bei den kantonalen Behörden.
    • Satan Claws 17.04.2020 14:15
      Highlight Highlight @Eine_win_ig

      'Dass die AdA nun nicht "vernünftig" eingesetzt sind, hat nichts mit der Armee zu tun.'

      Vielleicht ist die Armee einfach nicht vernünftig.
  • PeteZahad 17.04.2020 07:23
    Highlight Highlight "Zu viele Soldaten aufgeboten?"
    Im Nachhinein wissens immer alle besser...
    Ehrlich gesagt ist mir diese Schlagzeile Lieber als
    "Zu wenige Soldaten aufgeboten!"
  • aye 17.04.2020 07:15
    Highlight Highlight «Stecken wir das Geld beispielsweise lieber in genügend Schutzmaterial für das Gesundheitswesen.»

    Gibt es für Schutzmaterial eigentlich keine Pflichtlager wie bei den Lebensmitteln?
    Und wenn nein, weiss jemand was dagegen spricht? Nur die Kosten?

    Solche Lager sollten ja eigentlich das Problem verhindern, das die Masken usw. in einem Bundeslager rumliegen und ablaufen bevor sie gebraucht werden. (Da immer die ältesten auf den Markt kommen.)
    • nine 17.04.2020 07:47
      Highlight Highlight in den letzten Jahren lag das VBS in der Hand der SVP. Diese wollte lieber neue Kampfjets, Flaps, Panzer etc. anschaffen, statt auf wirkliche Bedrohungen vorbereitet zu sein.
      Hoffen wir, dass sich durch die Coronakrise die Stimmung im Land gewandt hat. Notwendig ist heute ein ausgebauter Zivilschutz sowie Zivildienst. Diese können Spitäler genau so unterstützen und Angehörige mobilisieren. Ebenfalls sind sie für den Katastrophenschutz gerüstet.
      Nötig ist die Armee höchstens noch für den Cyberkrieg bzw. entsprechende Sicherheitsvorkerhrungen.
    • ELMatador 17.04.2020 08:33
      Highlight Highlight Theoretisch Ja praktisch nein.

      In den letzten Jahren wurden Pandemie Übungen gemacht und den Kantone Wurde vorgeschrieben gewisse Pflichtreserven anzulegen. Der Bund seinerseits hat seine eigene abgebaut (Alkohol für Desinfektion z.B). Die Kantone und Spitälerhaben ihrerseits nicht schnell genug reagiert bzw wollten gar nicht.

      Viele Spitäler werden Privat und gewinnorientiert geführt. Ein ständiges Lager würde nur die Buchhaltung in einem schlechten Licht dastehen Lassen.

      Lustig ist dass die Parteien die gegen Solche Lager Wettern (SVP/FDP), plötzlich ihr Versagen dem Bundesrat zuschieben
    • ands 17.04.2020 08:33
      Highlight Highlight Die liegen in der Verantwortung der Kantone und waren nur teilweise gefüllt.
      https://www.srf.ch/news/schweiz/warum-bei-corona-am-anschlag-versaeumnisse-der-behoerden-bei-der-pandemie-vorsorge
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  • Sophon 17.04.2020 07:07
    Highlight Highlight Der Einsatz der Armee war eine reine Showeinlage ohne jegliche Wirkung.
    • ands 17.04.2020 13:45
      Highlight Highlight Erzähl das doch den Patienten, die im Tessin von Sanitätswagen der Armee transportiert wurden. Die wären sicherlich lieber zu Fuss gegangen...

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