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ZUR MELDUNG, DASS CHRISTOPH BLOCHER, MARKUS SOMM UND ROLF BOLLMANN DIE BASLER ZEITUNG BAZ ZU JE EINEM DRITTEL UEBERNEHMEN, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 30. JUNI 2014, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  -  Nationalrat Christoph Blocher, SVP-ZH, liest in der Basler Zeitung waehrend den Bundesratswahlen am Mittwoch, 14. Dezember 2011, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Christoph Blocher liest in seiner «Basler Zeitung» (2011). Bild: KEYSTONE

«Basler Zeitung» kündigt Vertrag mit Tamedia – will Blocher etwa wieder selber drucken?

Der Vertrag mit Tamedia ist gekündigt, eine Occasions-Druckmaschine gekauft, die Räume in der ehemaligen Druckerei sind frei. Druckt die «Basler Zeitung» bald wieder in Basel?

Samuel Hufschmid / Bz Basel



«Neue Zeitungsdruckerei in Basel – wozu?» titelte die «NZZ am Sonntag» (Artikel online nicht verfügbar) – ganz schlüssig ist die Frage nicht zu beantworten, aber es gibt klare Hinweise, dass Christoph Blocher bereut, dass er 2013 seine an der Hochbergerstrasse installierte Druckmaschine verschrottet hat.

Vertrag ist gekündigt

Die «BaZ» hat ihren Druckvertrag mit Tamedia gekündigt, wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage bestätigt. «Die ‹BaZ› hat den Druckauftrag bei unseren Druckzentren in Zürich und Bern auf Ende April 2018 ordentlich gekündigt.»

Druckmaschine ist gekauft

Die Berner Firma Mediencentrum AG hat die zurückgebaute Druckmaschine der französischen Tageszeitung «Le Monde», die bis 2015 in Ivry-sur-Seine betrieben wurde, gekauft und eingelagert. Die Firma wurde Anfang Jahr gegründet und ist mit einer halben Million Franken kapitalisiert. Als einziges Verwaltungsratsmitglied ist die Berner Rechtsanwältin Sarah Schläppi im Handelsregister aufgeführt, die der «NZZ am Sonntag» mitteilte, dass sie «zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben übermitteln» könne.

Aussenaufnahme des Druckereigebaeudes der Basler Zeitung Medien in Basel am Dienstag, 8. Januar 2013. Die Druckerei soll auf Ende Maerz 2013 geschlossen werden. Die Zeitung soll kuenftig in Zuerich in der Tamedia-Druckerei gedruckt werden. 74 Personen verleiren ihren Job. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Alte BaZ-Druckerei. Hier wurde bis 2013 gedruckt – und allenfalls ab 2018 wieder. Bild: KEYSTONE

Halle ist gefunden

Christoph Blocher, dessen Gesellschaft Robinvest AG das Gebäude über ihre Tochterfirma Robestate AG besitzt, bestätigt, dass mit der Mediencentrum AG «Mietverhandlungen im Gang sind». Eine Vereinbarung über die Einlagerung von Maschinenteilen bestehe bereits, lässt der SVP-Übervater über seinen Robinvest-Geschäftsführer Martin Baltisser ausrichten.

Das betreffende Gebäude stand seit der Schliessung der Druckerei leer, ein Teil davon wurde in den vergangenen zwölf Monaten zu einer temporären Werkstatt für Roche umgebaut. Der Vertrag betreffe den leerstehenden Teil der Halle.

Montage ist organisiert

Die im Anlagen- und Maschinenbau tätige Berner Firma «Gamag AG Systems» bestätigt auf Anfrage, dass sie mit der Installation der Anlage in Basel beauftragt sei. «Die Anlage ist abgebaut und wird derzeit zwischengelagert. Wenn alle nötigen Bewilligungen vorliegen, ist eine Inbetriebnahme der Anlage im Frühling 2018 ein vernünftiger Termin», wie Geschäftsführer Urs Eymann sagt.

Format passt

Bei der Anlage handelt es sich um eine Zeitungsdruckmaschine, die im «Schweizer Mehrheitsformat» druckt. Sie könnte also problemlos zum Drucken der «BaZ» verwendet werden.

Auf Anfrage der «bz Basel» wollte Rolf Bollmann, Chef und Präsident der Basler Zeitung Medien, die möglichen Druckerei-Pläne seiner Zeitung nicht kommentieren. Gegenüber der «NZZ am Sonntag» sagte er lediglich, dass die «Baz» mit der Mediencentrum AG keinen Druckvertrag und keinen Vorvertrag abgeschlossen habe.

Kein Druckbetrieb ohne Auftrag

Dass die Druckerei gebaut wird, ohne einen festen Grossauftrag vertraglich zugesichert zu haben, bezeichnet wiederum ein Kenner des Druckerei-Geschäfts, der anonym bleiben möchte, als «Schwachsinn». «Eine solche Investition tätigt niemand ohne sichere Aufträge. Alleine der Transport der 400-Tonnen-Anlage verursacht Millionenkosten.»

Beim Verband der Schweizer Druckindustrie (VSD) ist man erstaunt über die Basler Druckerei-Pläne. Die Druckbranche befinde sich immer noch in einer Konsolidierungsphase. Gemäss VSD-Verbandssekretär René Theiler würden in der Branche immer noch freie Kapazitäten bestehen.

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