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Wer folgt auf Leuthard und Schneider-Ammann? bild: Keystone/watson

Braucht es 3 Frauen im Bundesrat? 5 Dinge, die du nach dem Doppelrücktritt wissen musst



Wie wird gewählt? 

Die Sitzung der Vereinigten Bundesversammlung bei der Gesamterneuerungswahl des Bundesgerichts am Mittwoch, 24. September 2014, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bild: KEYSTONE

Die 246 National- und Ständeräte wählen am Mittwoch,  5. Dezember 2018, die Nachfolger von Johann Schneider-Ammann (FDP) und Doris Leuthard (CVP). Weil Leuthard länger im Amt ist, wird zuerst der CVP-Sitz vergeben. Ein taktischer Vorteil für die Christdemokraten!

Die Frauenfrage ♂⚦

La conseillere federale Simonetta Sommaruga parle avec des refugies lors des portes ouvertes du Centre federal pour requerants d'asile, CFA, ce samedi 1 septembre 2018 a Boudry. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Welche Frau sitzt künftig mit Sommaruga im Bundesrat? Bild: KEYSTONE

Mit dem Rücktritt von Doris Leuthard verbleibt Simonetta Sommargua als einzige Frau fix im Bundesrat. Entsprechend gross ist der Druck auf die CVP und FDP, Bundesratskandidatinnen ins Rennen zu schicken. So eindeutig ist die Sache aber nicht:  «Die Doppelvakanz im Bundesrat eröffnet für die Parteien viele taktische Möglichkeiten. Bei beiden Parteien rücken jetzt auch wieder Männer als potentielle Kandidaten in den Fokus», sagt Politologe Mark Balsiger.

Verschiedene Organisationen und Parteien, etwa Grüne und Juso, fordern, dass sowohl die CVP wie die FDP ein reines Frauenticket portiert  – damit endlich wieder drei Bundesrätinnen in der Landesregierung vertreten sind. «Nur eine Frau im Bundesrat wäre peinlich für die Schweiz», sagte jüngst der frühere FDP-Präsident Philipp Müller zu watson. 

Wer bekommt welches Departement?

ARCHIVBILD ZUR VERGABE DER FERNVERKEHRSKONZESSIONEN DURCH DAS BAV, AM MONTAG, 23. OKTOBER 2017 - In Berne, Switzerland, travelers step into an InterCity double-deck train of the Swiss Federal Railways SBB in Berne to Biel in the Canton of Berne, pictured on November 27, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Reisende betreten am 27. November 2009 im Bahnhof Bern, Schweiz, einen InterCity-Doppelstockzug der Schweizerischen Bundesbahnen SBB nach Biel. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Mit dem Umwelt-, Energie und Verkehrsdepartement (Uvek) gibt Doris Leuthard Schlüsseldossiers ab. Da der Amtsälteste als erster wählen kann und Ueli Maurer die Finanzen behält, ist SP-Frau Simonetta Sommaruga in der Pole-Position. Acht Jahre lang ist sie nun Justizministerin. Höchste Zeit für einen Wechsel! Wegen der Asylpolitik und der Zuwanderung steht sie oft im Kreuzfeuer.

Für die SP ist das Uvek das absolute Traumdepartement. Dort gilt es etwa, die Energiewende anzupacken, das Pariser Klimaabkommen umzusetzen und den ÖV weiter auszubauen. Die frühere Konsumentenschützerin Sommaruga könnte aber auch das Wirtschafts- und Bildungsdepartement (WBF) von Johann Schneider-Ammann übernehmen.

Ein weiterer Kandidat für einen Wechsel ist ihr Parteikollege Alain Berset. Er muss im Innendepartement aber grosse Brocken stemmen, etwa die Neuauflage der AHV-Reform. Nicht wechseln wird Ignazio Cassis (FDP), und auch Guy Parmelin (SVP) hat kaum eine Chance, dem VBS zu entkommen.

Welcher Kanton macht das Rennen? 

EDITORS NOTE --- CROPPED VERSION OF IMAGE 213867525 --- President of the Federal Council Hans-Peter Tschudi (Social Democrats) overcomes an obstacle on the government trip on July 8, 1970, on Mount Kronberg above Gonten, an obstacle circumvented by Tschudi's colleagues Ernst Brugger, Nello Celio, spokesperson Huber and Pierre Graber (from left to right). (KEYSTONE/Beat Saager)

Bundespraesident Hans-Peter Tschudi (SP) ueberspringt am 8. Juli 1970 auf der Bundesratsreise auf den Kronberg oberhalb Gonten ein Hindernis, das seine Kollegen Ernst Brugger, Nello Celio, Bundeskanzler Huber und Pierre Graber, von links nach rechts, seitlich umgehen. (KEYSTONE/Beat Saager)

Hanspeter-Tschudi (rechts) war der letzte Basler Bundesrat.  Bild: KEYSTONE

Der Deutschschweizer Anspruch auf die beiden Sitze ist unbestritten. Denn mit Ignazio Cassis (TI), Alain Berset (FR) und Guy Parmelin (VD) ist die lateinische Schweiz ausreichend vertreten. 

Bei den Kantonen sieht es anders aus. Die beiden Basel warten etwa seit dem Abgang von Hans-Peter Tschudi 1973 auf eine Vertretung in der Landesregierung. Uri, Schwyz, Nidwalden, Schaffhausen und der Jura waren noch gar nie im Bundesrat vertreten. Die Innerschweiz war seit dem Rücktritt von Kaspar Villiger 2003 nicht mehr in der Regierung. 

Auch die Ostschweiz hofft schon lange auf eine Vertretung im Bundesrat. Ein klares Plus für die Topfavoritin der FDP, die St. Gallerin Karin Keller-Sutter. 

Die Favoriten

Und nun zur Frage aller Fragen: Wer macht das Rennen um die zwei frei werdenden Bundesratssitze? 

Die Favoriten: 

Wer folgt auf Bundesrat Schneider-Ammann?

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Wer folgt auf Bundesrat Schneider-Ammann?
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Wer folgt auf Bundesrätin Doris Leuthard?

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Wer folgt auf Bundesrätin Doris Leuthard?
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Die lustigsten Auftritte von Bundesrat Schneider-Amman

Video: watson/nico franzoni

Best Of Doris Leuthard

Video: nico franzoni

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