Schweiz
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epa08415199 The sports outfitters Millenium Sport reopens in Biasca, Switzerland, 11 May 2020. In Switzerland from 11 May, loosening measures slowing down the ongoing pandemic of the COVID-19 disease, which is caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, become effective by step. Classroom teaching at primary and lower secondary schools will again be permitted. Shops, markets, museums, libraries and restaurants will be able to reopen under strict compliance with precautionary measures.  EPA/ALESSANDRO CRINARI

Eine Detailhandelsfachfrau in Biasca richtet das Sortiment am Tag der grossen Öffnung, 11. Mai. Bild: EPA

So denken die Schweizer über die Lockerungen, den Bundesrat und Herdenimmunität

Eine Umfrage mit mehr als 26'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt, wie die Schweizer Bevölkerung zu den Massnahmen für die Bewältigung Coronakrise steht. Einige Antworten überraschen.



Über zwei Drittel der Bevölkerung sprechen sich zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus für eine Schutzmasken-Tragpflicht im öffentlichen Verkehr aus. Auch Tracing-Apps von Kontakten mit Infizierten würden 60 Prozent einschalten. Knapp 70 Prozent begrüssen den Präsenzunterricht an Schulen.

Braucht es eine Maskenpflicht im ÖV?

Zu diesen und weiteren Schlüssen kommt eine Umfrage der Tamedia-Zeitungen, die am Montag publiziert wurde. Die Hälfte aller stimmberechtigten Befragten kennt niemanden, der an der Lungenkrankheit Covid-19 gelitten hat. Ebenso hat die Hälfte wenig Angst vor einer Ansteckung. Die Angst nimmt mit dem Alter zu.

Soziale Kontakte

Nach wie vor am meisten leidet die Bevölkerung an den eingeschränkten Sozialkontakten. 39 Prozent gaben dies als schlimmste persönliche Folge der Pandemiebekämpfung an. Bei Frauen war dies häufiger der Fall.

Alkoholkonsum

Der Alkoholkonsum stieg bei 12 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer, bei 25 Prozent sank er.

Sport

Deutlich abgenommen hat die sportliche Betätigung. Mehr als ein Drittel betrieben im Lockdown weniger Sport als vorher.

Ferien

Bei der Ferienplanung wollen 27 Prozent spontan entscheiden. 19 Prozent haben sich bereits auf die Schweiz als Feriendestination festgelegt.

Lockerungstempo

Das Lockerungstempo des Bundesrats bezeichneten 45 Prozent als angemessen, 15 Prozent fanden es zu langsam und 38 Prozent zu schnell. Dabei gab es Alters- und Geschlechtsunterschiede. 42 Prozent der Frauen ging es zu schnell. 55 Prozent der über 65-Jährigen stimmten mit dem Bundesrat überein. Generell ging es jenen zu schnell, die sich vor einer Covid-19-Erkrankung fürchten.

Vertrauen in Politik

Die Mehrheit unterstützt die Wirtschaftsmassnahmen von Regierung und Parlament. 59 beurteilen diese als angemessen. Das Vertrauen in den Bundesrat ist mit 84 Prozent ausserordentlich hoch.

Kredite für Luftfahrt

Wird es bei den Wirtschaftsmassnahmen konkreter, sprechen sich 48 Prozent für die Unterstützung der Fluggesellschaften Swiss und Edelweiss aus. Insbesondere Wählerinnen und Wähler von FDP und CVP sehen die Hilfe positiv.

Grenzöffnung

Bei den Grenzöffnungen zu den Nachbarländern zeigen sich die Umfrageteilnehmer gespalten. 45 Prozent wollen Grenzöffnungen bis Ende Mai, 52 Prozent sind dagegen.

Kosten-Nutzen-Verhältnis

Den wirtschaftlichen Schaden im Vergleich zum gesundheitlichen Nutzen als zu gross erachten 35 Prozent. Das ist bei SVP-Wählenden am ausgeprägtesten. Auch hier spielt wieder die Angst mit: Je grösser sie ist, desto geringer wird der Schaden beurteilt.

Herdenimmunität

Für eine Herdenimmunität sprachen sich 32 Prozent aus. Diese Strategie findet vor allem bei Wählerinnen und Wählern der SVP, FDP und GLP Anklang.

Zur Umfrage

Die Zeitungen führten ihre zweite Coronavirus-Umfrage am 14. Mai auf ihren Newsportalen durch. 26'145 Personen nahmen daran teil. Der Fehlerbereich liegt bei 1,4 Prozent. Eine erste Umfrage datiert vom 15. April.

(jaw/sda)

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