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Mehrere hundert Personen demonstrieren an einer Kundgebung des Vereins

Szene aus Wohlen, wo am Samstag rund 1500 Menschen demonstrierten. Bild: keystone

1500 Personen marschierten im Aargau gegen Corona-Regime – warum die Zürcher Demo floppte



Hunderte Menschen haben am Samstag in Wohlen im Aargau gegen die Corona-Massnahmen der Behörden demonstriert. Viele trugen weisse Schutzanzüge. Auch in Sitten im Wallis wurde demonstriert, in Zürich allerdings kam nur eine Handvoll Protestierender zusammen.

Laut einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur Keystone-SDA versammelten sich in Wohlen rund 1500 Personen zum Protestmarsch. Die Organisatoren sprachen von über 2000. Diese trafen am frühen Nachmittag auf dem Merkur-Areal zusammen. Der Protestmarsch war von der Regionalpolizei Wohlen unter Auflagen bewilligt worden. So mussten die Teilnehmenden Masken tragen. Nur rund jeder zweite hielt sich an diese Vorschrift, als sie in Zweierkolonnen losmarschierten.

Wegen des Protestmarsches durch Wohlen kam es zu Verkehrsbehinderungen. Obwohl viele Teilnehmer keine Maske trugen, griff die Polizei nicht ein. «Die Veranstaltung verlief sehr ruhig und gesittet, und wir mussten nicht einschreiten», sagte Aline Rey, Sprecherin der Kantonspolizei Aargau, auf Anfrage. Die Polizei gehe in solchen Fällen nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit vor. Eine Organisatorin der Demonstration erinnerte über Lautsprecher immer wieder daran, dass Maskenpflicht gelte.

Mehrere hundert Personen demonstrieren an einer Kundgebung des Vereins

Die Polizei konnte die Maskenpflicht nicht durchsetzen. Bild: keystone

«Druck auf Bern verstärken»

Auf Plakaten der Teilnehmer war etwa zu lesen «Stopp Massentests», «Lasst die Kinder in Ruhe», «Das Virus sind die Medien» oder «Masken weg für alle». Menschen seien suizidgefährdet, weil sie es nicht mehr aushalten würden, sagte eine Rednerin an der Kundgebung auf dem Merkur-Areal nach dem Marsch. Der Druck auf Bern müsse verstärkt werden, sagte ein anderer. Eine Unternehmerin meinte, das Hilfspaket sei eher ein «Belastungspaket». «Existenzen werden zerstört.»

«Wir wollen sämtliche Massnahmen weg», ergänzte ein weiterer Redner. Ein Kantonsschullehrer sagte, Angst zu machen, sei ein Verbrechen. «Machen wir einfach nicht mehr mit.»

Mehrere hundert Personen demonstrieren an einer Kundgebung des Vereins

Die Demo wurde von «Stiller Protest» organisiert. Bild: keystone

Organisiert wurde die Demonstration vom Verein «Stiller Protest». Dieser setzt sich gegen die Massnahmen der Behörden gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Vor zwei Wochen hatte der Verein zu einer Demonstration in der Stadt Zug aufgerufen, an der nach Polizeiangaben rund 800 Personen teilnahmen.

Protest auch im Wallis – Flop in Zürich

Zu einer nicht bewilligten Kundgebung kamen im Walliser Kantonshauptort Sitten am Samstagnachmittag etwa 80 Personen zusammen, wie die Polizei meldete. Die Ordnungskräfte griffen ein und lösten die Demonstration auf, wobei mehrere Teilnehmende identifiziert und angezeigt wurden.

In der grössten Schweizer Stadt, in Zürich, kam es am Samstag trotz Ankündigung zu keiner Anti-Corona-Demonstration. Offenbar fehlten Teilnehmende. Die Demonstration unter dem Motto «Covid-Dovid» hätte laut Organisatoren um 14.00 Uhr auf dem Sechseläutenplatz starten sollen. Ein Augenschein vor Ort zeigte allerdings lediglich eine Handvoll Demonstrationswilliger, die von der Polizei kontrolliert wurden. (sda)

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