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Skifahrer mit Schutzmaske gegen Covid-19, aufgenommen am Sonntag, 29. November 2020, beim

Zur Skiausrüstung gehört diese Saison auch die Schutzmaske. Bild: keystone

Trotz Corona auf die Piste? Das musst du jetzt wissen

Die Schweiz will ihre Skisaison (vorerst) nicht an den Nagel hängen. Mit gewissen Einschränkungen ist der Wintersport auch in dieser Saison möglich. So funktioniert Schlitteln, Skifahren und Snowboarden zu Corona-Zeiten.



Es hat Schnee, juhe! Trotzdem sehen Skifahrer und Snowboarder der Wintersaison 2020/21 mit Skepsis entgegen. Vermiest uns Corona nun auch noch das Skifahren? Bislang lässt der Bundesrat Gnade walten und Bergbahnen dürfen ihren Betrieb unter Auflagen laufen lassen.

Bevor du dich aber auf die Piste stürzt, solltest du wissen, wie dein Skitag genau ablaufen wird und was du auf der Skipiste alles brauchst, damit du die Auflagen erfüllst. Wir erklären es dir hier:

Sind die Seil- und Gondelbahnen in Betrieb?

Einige Skigebiete haben den Betrieb bereits aufgenommen, andere folgen in Kürze. Es gibt aber auch kleine Gebiete, die diesen Winter ganz auf eine Öffnung verzichten, wie beispielsweise das Skigebiet Fideriser Heuberge im Kanton Graubünden.

Nachdem Bundesrat Alain Besert letzten Donnerstag angekündigt hat, dass die Skiorte offen bleiben, will er die Massnahmen auf der Skipiste und auf den Gondeln nun drastisch verschärfen. Grund dafür dürfte sein, dass einige Politiker der Nachbarländer, wie beispielsweise Kanzlerin Angela Merkel, die komplette Schliessung forderten.

Das Massnahmenpaket sieht gemäss der «SonntagsZeitung» wie folgt aus:

Diesen Montag hat Bundesrat Berset den Kantonen einen neuen Verordnungsentwurf vorgestellt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Die Kantone hätten bis am Mittwoch Zeit, um auf den Entwurf zu reagieren. Am Freitag steht die nächste Bundesratssitzung an, dann dürften Entscheidungen fallen.

Hier findest du heraus, ob deine Piste geöffnet hat.

Gibt es in den Skigebieten bei den Fahrgästen eine Beschränkung?

Derzeit noch nicht. Dies könnte sich aber noch ändern. Momentan gibt es auf den Berg- und Seilbahnen sowie beim öffentlichen Verkehr keine Kapazitätsbegrenzungen. Einige Skigebiete handhaben ihre Beschränkungen etwas anders und verlangen eine Reservation, wie beispielsweise der Hausberg Gemsstock in Andermatt. Es ist daher wichtig, sich vor dem Skiausflug gut auf der Webseite des Skigebiets zu informieren.

Menschen mit Schutzmasken in der Parsenn-Bahn, aufgenommen zum Start der Skisaison, am Sonntag, 25. Oktober 2020, in Davos. Das Skigebiet Davos Klosters startet den Wochenendbetrieb. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Zurzeit gibt es auf den Gondeln noch keine Beschränkungen. Bild: keystone

Gilt auf der Piste eine Maskenpflicht?

Auf der Piste während des Fahrens muss man keine Maske tragen, ausser wenn man beim Schlepp- oder Sessellift ansteht. Eine Maskenpflicht gilt auch in den Innenräumen wie in der Gondelbahn, in Restaurants und stark frequentierten Orten wie Parkplätzen oder Sammelplätzen der Skischulen. Die Maskenpflicht gilt wie gewohnt für Personen ab 12 Jahren und Masken müssen selbst mitgebracht werden.

Welche Masken darf man auf der Skipiste tragen?

Die Swiss National COVID-19 Science Task Force empfiehlt für den Alltag industriell gefertigte Textilmasken. Das gilt auch für die Innen- und Aussenräume der Skigebiete. Einige Produzenten arbeiten auf Hochdruck an der Entwicklung eines zertifizierten Maskenschals. Ob diese Schals dann tatsächlich zugelassen werden, ist offen. Einfache Schlauchtücher, Sturmhauben sowie selbstgenähte Schals schützen laut Schweizer Bundesamt für Gesundheit nicht ausreichend vor einer Ansteckung. Daher können weder Schal noch Tuch auf der Skipiste als Maske ersetzt werden.

Menschen mit Schutzmasken warten auf die Parsenn-Bahn, aufgenommen zum Start der Skisaison, am Sonntag, 25. Oktober 2020, in Davos. Das Skigebiet Davos Klosters startet den Wochenendbetrieb. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Industriell gefertigte Textilmasken sind in Ordnung, Tücher jedoch nicht. Bild: keystone

Kann man sich beim Skifahren mit dem Virus infizieren?

Die Experten sehen beim Herunterflitzen eines Berges mit dem Schlitten, Ski oder Snowboard kein Problem. Sorgen bereiten ihnen die Skilifte und die Restaurants. Diese könne man aber sicher machen, in dem man sich eine bessere Lüftung zulegt und die Personenanzahl reduziert. Auch problematisch sehen sie, dass in vielen Ländern bei der Einreise in die Schweiz keine Quarantänepflicht gilt. Dies könnte die Schweiz als Reiseziel für Skiferien sehr attraktiv machen.

Ausserdem hat sich gleich zu Beginn der Pandemie in Ischgl gezeigt, wie sich das Virus eben doch von Skiorten aus stark verbreiten kann. Damals galten jedoch kaum oder viel laschere Massnahmen.

Kann ich meine Kinder zur Skischule schicken?

Ja. Es wird sogar Skirennen für die Kinder geben. Diese werden in diesem Winter aber gestaffelt stattfinden, damit grosse Menschenansammlungen vermieden werden können. Auch die Verpflegungspausen finden gestaffelt statt und werden falls möglich nach draussen verlagert.

Auf den Pisten sinkt die Zahl der Todesopfer, abseits der Pisten steigt sie: Skifahren in Sörenberg LU im Februar. (Archivbild)

Auch bei der Skischule lautet das Credo: Abstand halten. Bild: sda

Wird mein Ski-Tickets im Nofall zurückerstattet?

Dafür gibt es keine einheitliche Regelung. Im Oberengadin ist eine Rückerstattung aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Bei einer behördlichen Anordnung zur Schliessung der Bergbahnen infolge eines Lockdowns wird es im Oberengadin eine Rückerstattung des Verkaufspreises von Tickets und Abonnements in Form eines Gutscheins geben. Es lohnt sich also, seine Tickets erst vor Ort online zu kaufen.

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