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Simonetta Sommaruga: «Ich glaube, die Schweiz musste ihren eigenen Weg gehen»

Die Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga verteidigt den Schweizer Sonderweg im Umgang mit Corona. Sie könne sich aber vorstellen, dass der Pandemieplan künftig breiter ausgerichtet wird.



Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga, spricht an einer Medienkonferenz, am Freitag, 18. Dezember 2020, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern zur Verschaerfung der Corona-Massnahmen wegen der weitherhin hohen Fallzahlen in der Schweiz. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Simonetta Sommaruga glaubt nicht, dass die Bevölkerung Ausgangssperren mitgetragen hätte. Bild: keystone

Die Schweiz schien die Coronakrise in der ersten Welle noch gut zu meistern. Doch im Herbst schnellten die Fall- und Todeszahlen in die Höhe. Als Antwort darauf verhängte die Schweiz im Gegensatz zu ihren Nachbarländern weniger harte Massnahmen - entgegen den Forderungen der wissenschaftlichen Task Force.

Diesen Schweizer Sonderweg verteidigt Simonetta Sommaruga in einem am Montag publizierten Interview in den Tamedia-Zeitungen: «Ich glaube, die Schweiz musste ihren eigenen Weg gehen. Wir waren zeitweise sehr unterschiedlich betroffen, vor allem im Tessin und in der Westschweiz.»

Situation mit Kantonen unterschätzt

Die Bundespräsidentin gibt zu, dass die hohe Zahl an Verstorbenen sie belaste und auch traurig mache. Die Frage sei, ob der Bundesrat anders hätte vorgehen sollen, so Sommaruga. «Hätten wir Hausarrest und Ausgangssperren einführen sollen? Ich glaube nicht, dass die Leute das mitgetragen hätten.»

Gleichzeitig räumt die Magistratin aber ein: «Vielleicht haben wir unterschätzt, wie schwierig es für die Kantonsregierungen ist, die nötigen Entscheide zu fällen.» Zudem kann sich Sommaruga vorstellen, dass die Pandemiepläne in Zukunft breiter ausgerichtet werden müssten. Diese berücksichtigten heute vor allem die Gesundheit und die Wirtschaft. «Die sozialen Auswirkungen, was Corona mit den Menschen macht, mit den Älteren, den Kindern - das muss alles einfliessen.»

(dpo/chmedia)

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