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Höhere Limite bei kontaktlosen Kartenzahlungen wird begrüsst

Kontaktlose Transaktionen sind in Corona-Zeiten an vielen Kassen erwünscht. Deshalb wurde die Limite der PIN-Eingabe auf 80 Franken erhöht. Ob diese dauerhaft verbleibt, ist noch unklar.



FILE - In this Feb. 20, 2019, file photo photo shows credit cards in Zelienople, Pa. Exploring what different institutions have to offer in terms of credit card products can unveil a broad list of benefits. Those can include better rewards, additional side perks, more generous introductory offers, lower interest rates and higher credit limits.  (AP Photo/Keith Srakocic, File)

Ob die erhöhte 80-Franken-Limite langfristig eingeführt wird, ist noch nicht abschliessend geklärt. Bild: AP

In Zeiten des Corona-Virus sollte an der Kasse vorzugsweise mit Karte statt Bargeld bezahlt werden. Daher erhöhten Schweizer Kredit- und Bankkartenherausgeber die Limite für Zahlungen ohne PIN-Eingabe unlängst von 40 auf 80 Franken. Mehr Umsatz erzielen sie damit aber aktuell nicht.

Die Erhöhung der Limite werde mehrheitlich begrüsst, lautet nun der Befund einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Fehr Advice. Das Beratungsunternehmen befragte im Auftrag der Aduno Gruppe über 300 Konsumenten.

Hygienevorschriften einhalten

Vor allem jene Kunden, die kontaktloses Zahlen bereits nutzen, stünden der Massnahme positiv gegenüber, so die Ergebnisse, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegen. Konkret gaben 80 Prozent derjenigen Nutzer, die mit Karten kontaktlos bezahlen an, dass sie die erhöhte Limite gut finden.

Bisher mussten Kunden, die eine Kredit-, Debit- oder Prepaidkarte mit Kontaktlos-Funktion besitzen, den PIN bereits ab einem Betrag von 40 Franken eingeben. Anfangs April kündigte die Branchen an, die Limite auf unbestimmte Zeit während der Corona-Pandemie auf 80 Franken zu erhöhen.

«Als Industrie können wir mit dieser Massnahme gemeinsam einen aktiven Beitrag zur Einhaltung der Hygienerichtlinien des Bundes leisten», sagte damals Swisscard-Chefin Florence Schnydrig Moser.

80 Franken als Kompromiss

Die Umfrage zeigt auch, dass die gewünschte Limite zwischen verschiedenen Nutzern stark variiert. Während Skeptikern primär Bedenken hinsichtlich der Sicherheit äussern, würden sich mit 54 Prozent über die Hälfte der Befragten bei freier Auswahl eine noch höhere Limite wünschen. Ein Drittel davon nannte einen Betrag von 100 Franken als optimal.

«Jetzt müssen wir erst einmal beobachten, (...) ob sich die Karteninhaber damit wohl fühlen.»

Thomas Hodel

Die nun geltenden 80 Franken sieht die Aduno Gruppe daher als aktuell «sinnvollen Kompromiss, der bei wenigen auf Ablehnung stösst». Ob die höhere Limite dauerhaft eingeführt wird, ist gemäss Thomas Hodel vom Verband Swiss Payment Association noch unklar: «Jetzt müssen wir erst einmal beobachten, wie die erhöhte Limite vom Markt akzeptiert wird und beobachten, ob sich die Karteninhaber damit wohl fühlen.»

Dieser Meinung ist man nach der Umfrage auch bei Aduno. Die Sicherheit beim kontaktlosen Zahlen sollte dem Nutzer besser vermittelt werden, um die Akzeptanz zukünftig höherer Limiten zu erhöhen, heisst es dazu.

Rückläufige Umsätze

Entgegen den Erwartungen sind die Umsätze mit Debit- und Kreditkarten aber nicht explodiert. Die Anzahl Transaktionen im Inland sowie die dabei umgesetzten Beträge sind nicht wesentlich gestiegen, wie Daten des Zahlungsanbieters SIX Payment Services zeigen, die das Statistische Amt des Kantons Zürich veröffentlicht.

«Die Umsätze sind aufgrund der Corona-Pandemie erheblich zurückgegangen», heisst es auch seitens der Aduno Gruppe. Konsumenten zahlten zwar vermehrt mit ihrer Karte in Lebensmittelgeschäften und beim Online-Einkauf, da aber die übrigen Geschäfte geschlossen sind und auch keine Reisen und Shoppingtrips ins Ausland möglich sind, gingen sie ansonsten zurück. (adi/sda/awp)

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