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Gratistests für die ganze Schweiz: Das hat der Bundesrat heute beschlossen



Der Bundesrat will mit einer massiven Ausweitung des Testens die in den nächsten Wochen erwarteten Öffnungsschritte begleiten. Die Kosten sämtlicher Tests sollen übernommen werden.

Unternehmen und Schulen sollen wiederholt Tests durchführen. Zudem will der Bundesrat jeder Person fünf Selbsttests pro Monat gratis abgeben, sobald verlässliche Tests zur Verfügung stehen. Damit alle Personen sich sofort testen lassen können, werden alle Tests in Apotheken oder Testzentren kostenlos sein, auch für Personen ohne Symptome. Die Kosten für diese Ausweitung werden auf über eine Milliarde Franken geschätzt. Der Bundesrat wird nach Konsultation der Kantone am 12. März definitiv entscheiden.

Kostenloses Testen ab dem 15. März

Der Bundesrat hat die Teststrategie mehrmals ausgeweitet. Heute finanziert der Bund nicht nur die Tests von Personen mit Symptomen, sondern auch Tests von symptomlosen Personen in Altersheimen und Schulen sowie zur Bekämpfung von lokalen Ausbrüchen. Neu soll der Bund ab dem 15. März die Kosten sämtlicher Tests übernehmen.

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Bild: keystone

Wiederholte Tests in Unternehmen und an Schulen

In Kilchberg ZH sollen alle 650 Sch

Bild: sda

Die mobile Bevölkerung in Unternehmen und Schulen soll wiederholt mittels gepoolten Speichel-Proben getestet werden. Bei dieser Testform werden die Proben der Testpersonen nicht einzeln, sondern in einer einzigen Sammelprobe analysiert.

Damit kann der Material-und Zeitaufwand stark reduziert werden. Die wiederholte Testung in Betrieben ist kein Ersatz für Schutzkonzepte, sondern dient als zusätzlicher Schutz. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Kantone sollen Unternehmen, die häufig testen, von der Quarantänepflicht für Kontaktpersonen befreien können.

Selbsttests für alle

Roland Zeller, Mitbegruender und Verwaltungsratspraesident Viselio, testet sich mit einem Covid-19-Antigen-Schnelltest von Viselio, , aufgenommen am Dienstag, 19. Januar 2021 in Zuerich. Die Probeentnahme fuer den PCR-Selbsttest wird von einer medizinischen Fachperson per Video ueberwacht, das Resultat von einem Arzt validiert und der Getestete innert 15 Minuten ueber sein Ergebnis informiert. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: keystone

Der Erfolg der Pandemiebekämpfung beruht seit Beginn auch auf der Eigenverantwortung der Bevölkerung. Der Bundesrat will auch den Zugang zu Selbsttests erleichtern. Alle Personen sollen sich regelmässig testen können, auch wenn sie keine Symptome haben. Jede Person soll monatlich fünf Selbsttests beziehen können.

Weil für die Anwendung von Selbsttests bei Personen ohne Symptome noch nicht genügend Informationen vorliegen, hat das Bundesamt für Gesundheit noch keine derartigen Tests genehmigt. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, dass der Bund auch die Kosten für alle Schnelltests in Apotheken und Testzentren übernimmt. Diese Regel gilt auch für Grenzgängerinnen und Grenzgänger.

Die Risiken

Ein Besucher schaut sich das Kunstwerk Blumen-Akt (1957) des Kuenstlers Hans Arp an, in der Ausstellung RODIN/ARP in der Fondation Beyeler in Riehen, am Montag, 1. Maerz 2021. Ab heute lockern die Schweizer Behoerden die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus COVID-19 und erlauben unter anderem die Wiedereroeffnung von Museen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: keystone

Die Ausweitung der Teststrategie ist mit gewissen Risiken verbunden, denn jedes Testresultat ist nur eine Momentaufnahme. Ausserdem sind Selbsttests deutlich weniger verlässlich als PCR-Tests. Ein negativer Test darf nicht zu falscher Sicherheit und unvernünftigem Verhalten führen. Das Tragen einer Maske und das Abstandhalten werden weiterhin nötig sein. Wichtig ist zudem, dass Personen mit einem positiven Schnelltest oder Selbsttest einen PCR-Test machen und sich sofort in Isolation begeben. Noch offen ist, ob ein negatives Testresultat als Voraussetzung für die Teilnahme an gewissen Veranstaltungen oder den Zugang zu gewissen Bereichen definiert werden darf.

Kosten von schätzungsweise einer Milliarde Franken

Die Kosten für die Ausweitung der Teststrategie belaufen sich für das Jahr 2021 auf schätzungsweise über eine Milliarde Franken. Grundlage bildet das Covid-19-Gesetz, das bis Ende Jahr befristet ist.

(aeg)

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