DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa09061252 Health personnel prepares a dose of the Astrazeneca vaccine against COVID-19, in Milan, Italy, 08 March 2021. Italian Health Minister Roberto Speranza has pledged that everyone in Italy who wants to be vaccinated against COVID-19 will be able to do so by the end of the summer.  EPA/Andrea Fasani

Der AstraZeneca-Impfstoff wird in europäischen Ländern verimpft – nicht aber in der Schweiz. Bild: keystone

AstraZeneca-Impfstoff: Swissmedic weiss immer noch nicht, wie sicher er ist

Die Schweiz will den britischen Corona-Impfstoff von AstraZeneca immer noch nicht zulassen. Swissmedic wartet nach wie vor auf Studiendaten.



Hinter der kryptischen Abkürzung AZD1222 steckt der Coronavirus-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca. Er wurde von der Universität Oxford entwickelt und bietet Studien zufolge viele Vorteile. So brachte das Vakzin eine deutliche Reduktion der Hospitalisationen bei geimpften Patientinnen und Patienten. Punkte holt sich der AstraZeneca-Impfstoff auch beim Preis.

Die Schweizer Behörden sind sich diesen Vorteilen sehr wohl bewusst. So wurden bereits 5,3 Millionen Dosen bestellt. Mit der Zulassung lässt sich Swissmedic aber nach wie vor Zeit, während der Impfstoff bereits in Ländern wie Grossbritannien, Kanada oder den Staaten der Europäischen Union rege zur Anwendung kommt.

AstraZeneca lieferte noch nicht alle Studienergebnisse

Gründe für das Zögern der Schweizer Zulassungsbehörde sind nach wie vor die fehlenden Daten. Anfang Februar sagte Swissmedic, dass zusätzliche Wirksamkeitsdaten aus einer Phase-III-Studie in Nord- und Südamerika abgewartet würden. Diese seien bis jetzt, einen Monat später, immer noch nicht geliefert worden.

Ohne diese Ergebnisse könne Swissmedic nicht auf ein «positives Nutzen-Risiko-Verhältnis» beim AstraZeneca-Impfstoff schliessen. Dies teilte der Bundesrat am Montag auf eine Anfrage des Walliser FDP-Nationalrats Philippe Nantermod mit.

Doch auch AstraZeneca scheint sich Zeit zu nehmen. Der britische Impfstoffhersteller hat just auch in den USA – dort, wo unter anderem derzeit die Phase-III-Studien durchgeführt werden – auf ein Zulassungsgesuch verzichtet. Wohl im Wissen, dass das US-Pendant zur Swissmedic selbst die Ergebnisse der laufenden Studie im eigenen Land sehen will, wie der Analyst Andrew Berens in der «Forbes» vermutet.

AstraZeneca will «in den kommenden Wochen» Daten liefern

Diese werden erst «in den kommenden Wochen» verfügbar sein, teilte das Unternehmen letzten Freitag mit. Diese werden dann von der US-Behörde überprüft, bevor AstraZeneca die Zulassung erhält.

Dasselbe dürfte für die Schweiz gelten. Die Studienergebnisse müssen zuerst bei Swissmedic eintreffen und überprüft werden, bevor die erste Person hierzulande den britischen Impfstoff erhält. Schneller gehe es nicht – auch nicht mit Hilfe des Bundesrates. «Es ist nach dem Covid-19-Gesetz nicht möglich, Impfstoffe ohne Zulassung auf den Markt zu bringen», so die Landesregierung.

Der britische Impfstoff geriet jüngst in die Schlagzeilen, nachdem eine 49-jährige Gesundheits-Fachangestellte in Österreich verstorben war. Die Todesursache wird derzeit untersucht, weil sie jedoch kurz davor geimpft wurde, wurde die Anwendung einer bestimmten AstraZeneca-Impfstoffcharge gestoppt.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So wird in Luzern geimpft

1 / 45
So wird in Luzern geimpft
quelle: keystone / urs flueeler
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Was es mit einem Impfvideo ohne Nadel und Impfstoff auf sich hat

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ein Schweizer «Super-Impfstoff» soll die Welt vor Covid-19 retten

Ein ehemaliger Handballprofi arbeitet in Basel an der Entwicklung eines Impfstoffs der zweiten Generation, der Covid-19 endgültig besiegen soll. Der Bund unterstützt ihn mit 1,2 Millionen Franken.

Das Ende des Leidenswegs scheint in Sicht. Die Impfungen gegen SARS-CoV-2 kommen voran, wenn auch oft langsam, vor allem in der Schweiz. Sie versprechen eine Rückkehr zur Normalität. Rückschläge aber bleiben nicht aus. Die Vektorimpfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson sind wegen Thrombose-Fällen bei jüngeren Frauen in der Kritik.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Für Stress sorgen zudem die mutierten Virus-Varianten. Sie könnten die von den derzeit verabreichten …

Artikel lesen
Link zum Artikel