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Gaeste sitzen auf der Terrasse eines Restaurants an der Reuss in Luzern, am Montag, 19. April 2021. Die Oeffnung der Terrassen und Aussenbereiche der Restaurants ist ab heute wieder erlaubt. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Die Restaurant-Terrassen dürfen in der Schweiz seit dem 19. April wieder offen haben. Bild: keystone

So wirkten sich die Corona-Lockerungen vor zwei Wochen auf die Lage in der Schweiz aus

Die Schweiz lockerte vor zwei Wochen diverse Corona-Massnahmen. Jetzt zeigt sich, wie sich diese Lockerungen auf die vom Bundesrat festgelegten Richtwerte auswirken.



Am Montag, 19. April wurden diverse Corona-Schutz-Massnahmen in der Schweiz gelockert. Zwei Wochen sind seither vergangen und Auswirkungen zeigen sich jetzt.

Doch statt dem prognostizierten Anstieg der Fallzahlen gehen diese eher nach unten. Am Dienstag vermeldete das BAG 1633 neue Fälle – so wenige wie seit Wochen nicht mehr innert 24 Stunden.

Um die Lage zu beurteilen, werden aber verschiedene Faktoren beigezogen. Wir blicken auf fünf vom Bundesrat herausgegebenen Richtwerte. Wichtig: Diese lösen keinen Automatismus aus, sondern dienen als Diskussionsgrundlage. Beim letzten Öffnungsschritt waren beispielsweise vier von fünf Kriterien nicht erfüllt. Aktuell sieht es deutlich besser aus, auch wenn sich die Lage natürlich jederzeit wieder ändern kann.

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Belegung der Intensivstationen

Der Bundesrat verlangt weniger als 250 Covid-Patienten auf den Intensivstationen. Am 4. Mai lagen 232 Personen auf einer IPS-Station. Mit Nachmeldungen ist noch zu rechnen.

Die Zahl stieg Ende April wieder leicht an. Allerdings sind dies noch keine Auswirkungen des letzten Öffnungsschrittes. Denn von der Neuinfektion zur Intensivstation dauerte es in der zweiten Welle bis zu 14 Tage. Der Vergleich mit der ersten Welle ist schwierig, da damals viel weniger getestet wurde.

Verschärfungskriterium in der Phase 1:

Im 3-Phasen-Modell befinden wir uns aktuell in der 1. Phase. Der Bundesrat hat hierfür Richtwerte bekannt gegeben, welche zu Verschärfungen von Massnahmen führen könnten, wenn wir sie überschreiten. In Bezug auf die Auslastung der Intensivstationen liegt dieser Wert bei 300 durch Covid-19-Patienten belegte Betten. Wir befinden uns da knapp drunter.

R-Wert

Der R-Wert bewegte sich zuletzt wieder unter 1,0. Somit steckt jede infizierte Person weniger als eine neue an. Wie wir in der Vergangenheit gesehen haben, kann dies schnell wieder ändern, aber der Trend zeigt in eine gute Richtung. Beim Öffnungsschritt am 19. April lagen wir mit dem aktuellsten Wert noch über dem Grenzwert.

Verschärfungskriterium in der Phase 1:

Steigt der R-Wert über 1,15, muss über Verschärfungen diskutiert werden. Hier liegen wir momentan deutlich unter dem Grenzwert.

14-Tage-Inzidenz

Die Fallzahlen, bei denen ein Anstieg prognostiziert wurde, zeigen aktuell in die andere Richtung. Allerdings ist noch mit Nachmeldungen zu rechnen in den nächsten Tagen.

Verschärfungskriterium in der Phase 1:

Steigt die 7-Tages-Inzidenz auf über 350, wird es kritisch. Wir liegen deutlich tiefer.

7-Tage-Schnitt der Hospitalisationen

Noch eine erfreuliche Meldung: Die Hospitalisationen gingen in den letzten Tagen zurück. Aktuell werden im 7-Tagesschnitt rund 50 Covid-Patienten neu ins Spital eingeliefert. Damit sind wir auch hier auf gutem Weg – auch wenn hier ebenfalls noch mit Nachmeldungen zu rechnen ist.

Verschärfungskriterium in der Phase 1:

Steigen die Hospitalisierungen im 7-Tages-Schnitt auf über 80, muss über Verschärfungen diskutiert werden. Aktuell befinden wir uns bei rund 50 – also deutlich unter dem Wert.

7-Tage-Schnitt der Todesfälle

Die Todesfälle entwickelten sich zuletzt mehr oder weniger konstant. Wir bewegen uns im angestrebten 7-Tagesschnitt von unter 7,3.

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