DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Biologist doctor Caroline Gutsmuth gives a phone call in medical biology laboratory who opened a coronavirus drive-thru testing site, in Neuilly-sur-Seine, near Paris, March 23, 2020. (AP Photo/Christophe Ena)

Bild: AP

So hoch sind die Sterberaten nach Land

Die Anzahl der Infizierten zu vergleichen wird zunehmend schwieriger, denn jedes Land testet unterschiedlich. Im Vergleich der Sterberaten gibt's allerdings schlechte Nachrichten für die Schweiz.



Am heutigen Montag, 23. März 2020, hatte Italien mit Abstand die höchste Sterberate. Pro Million Einwohner sind dort bisher 90 Personen wegen des Coronavirus verstorben.

Zu den Daten

Manche Länder testen häufiger, andere nur in kritischen Fällen. Manche publizieren die Resultate stündlich, andere schliessen die Labors übers Wochenende. Statt auf Infizierte fokussieren wir daher in diesem Artikel auf die vermeldeten Todesfälle – auch wenn selbst diese je nach Quelle stark variieren. Dazu mehr am Ende des Artikels.

>>> Hier geht's zum Liveticker

Danach folgt Spanien, wo sich das Coronavirus derzeit in rasanter Geschwindigkeit ausbreitet, mit knapp 47 Todesopfern auf eine Million Einwohner. Auf Platz drei liegt der Iran mit 22,2 Toten pro Million Einwohner.

Und danach folgt bereits die Schweiz: Auch wenn wir «erst» diese Woche das hundertste Todesopfer verzeichneten – gemessen an unserer verhältnismässig kleinen Bevölkerungszahl führt das zu einer beachtlichen Sterberate von fast 12 Toten pro Million Einwohner.

Todesfälle pro 1 Million Einwohner

Bild: watson.ch

Selbstverständlich stehen jedoch nicht alle Länder am gleichen zeitlichen Punkt der Ausbreitung: Während in China der Peak bereits überstanden ist, nimmt das Virus beispielsweise in Deutschland erst so richtig Fahrt auf.

Interessant ist daher die Entwicklung der Anzahl Todesfälle. Um die Kurven zu vergleichen, starten wir jeweils am Tag, an dem ein Land den 10. Todesfall vermeldet hat. Italien hat den Rekordwert von China vor einigen Tagen übertroffen. Bis jetzt sind in unserem Nachbarland fast eineinhalb Mal so viele Personen am Coronavirus gestorben wie in China – und dort stabilisiert sich die Anzahl Toter allmählich.

Auch Spanien und Iran melden inzwischen deutlich über 1000 Todesopfer.

Anzahl Tote ab Tag 1

Bild: watson

Kaum sichtbar auf der obigen Grafik ist übrigens Frankreich, das mit rund einer Woche Verzögerung exakt auf der italienischen Entwicklung liegt.

Nehmen wir daher Italien, China, Iran und Spanien aus der Grafik raus, um einen Überblick über die restlichen Länder zu erhalten. Und da gibt's auf den ersten Blick gute Nachrichten: Die Schweiz verzeichnet demnach einen langsameren Anstieg der Todesfälle als Frankreich, respektive Italien.

Anzahl Tote, ohne Italien, China, Iran und Spanien (Schweizer Zahlen vom BAG)

Anzahl Tote ohne Italien, China, Iran und Spanien BAG

Bild: watson

Der Transparenz halber muss man aber auch hier anmerken, dass die vom Bund für heute gemeldeten 66 Todesfälle der Realität wohl etwas hinterherhinken. So geht das Portal worldometers.info, das sich nebst den offiziellen Behördenzahlen auch an Medienmitteilungen der Kantone bedient, von aktuell 118 Toten für die Schweiz aus – also fast doppelt so viele wie heute Mittag vom BAG gemeldet wurden.

Anzahl Tote, ohne Italien, China, Iran und Spanien (Schweizer Zahlen von worldometers)

Anzahl Tote ohne Italien, China, Iran und Spanien worldometers

Bild: watson

Die Grafik sähe mit dieser Zahl natürlich anders aus. Allerdings schwimmen auch nicht nur die Schweizer Behörden in der Arbeit, es ist zu vermuten, dass für ein realistischeres Abbild auch die Zahlen der restlichen Länder in die Höhe korrigiert werden müssten.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Barcelona Lockdown

Coronavirus: So emotional appelliert Italien an seine Bürger

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Hör auf die Wissenschaft und lass dich impfen

Es gibt Leute, die wissen es besser als du. Hör auf sie und lass dich impfen.

Expertinnen und Experten rund um den Globus sind sich einig: Um die Pandemie zu beenden, braucht es eine Impfung.Doch selbst der beste Impfstoff und die schnellsten Impfzentren nützen nur bedingt, solange sich die Bevölkerung nicht beteiligt.

Am Dienstag öffneten die Impfzentren im Kanton Zürich. Weit gefehlt, wer dachte, die Zentren seien von Impfwilligen überrannt worden. Von den bisher 90'000 verfügbaren Terminen waren am Mittwoch 18'000 noch frei.

Die Skepsis gegenüber der Corona-Impfung …

Artikel lesen
Link zum Artikel