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292'000 Unterschriften für sofortige Öffnung von Beizen und Läden

Bürgerliche Politiker verlangen vom Bundesrat einen Kurswechsel in der Corona-Politik und machen Druck mit zwei Petitionen.



«Es reicht, Herr Bundesrat Berset!» Mit diesem Slogan haben SVP-Parteipräsident Marco Chiesa und Vertreterinnen und Vertreter des Jungfreisinns, der Jungen SVP und der Jungen Auns am Montag auf der Berner Bundesterrasse ihren Unmut über die aktuelle Corona-Politik bekundet.

Stephanie Gartenmann, Junge SVP und Vorstandsmitglied Junge AUNS,

Stephanie Gartenmann, Junge SVP und Vorstandsmitglied Junge AUNS, «serviert» eine Schachtel mit Unterschriften. Der Hut stehe sinnbildlich für Bundesrat Alain Berset. Bild: keystone

Die Kritik zielt auf Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset. Dessen Corona-Strategie habe versagt, monieren die Petitionäre. Es brauche nun einen sofortigen Stopp der drastischen Massnahmen.

Die erste Petition will den Shutdown beenden. Konkret sollen Restaurants, Bars, Läden und Freizeit- und Sportanlagen mit Schutzkonzepten wieder öffnen können. Ab sofort sollen zudem Risikopatienten «nach ihren Bedürfnissen» geschützt werden. Gemäss Petitionstext sollen ferner die Impf- und Testmöglichkeiten ausgebaut werden. Fast 250'000 Personen haben diese Petition unterschrieben.

Rund 50'000 weitere Unterschriften sind für die Petition mit dem Titel «Beizen für Büezer» zusammengekommen. Wenn das Bundeshausrestaurant während der Session zur Kantine werde, müsse das auch für jedes Restaurant befristet möglich sein, finden die Petitionäre. Tausende von Berufsleuten müssten auch bei Kälte draussen arbeiten, viele von ihnen könnten sich über Mittag nicht aufwärmen.

In den vergangenen Wochen sind bereits verschiedene Petitionen auf kantonaler Ebene eingereicht worden – meist von mehreren Politikerinnen und Politikern von SVP und FDP. In Zürich fordert eine Petition etwa die Aufhebung der Maskenpflicht an Zürcher Schulen für Kinder unter 12 Jahren.

Die Covid-19-Pandemie schlägt den Schweizerinnen und Schweizern aufs Gemüt. Verglichen mit dem Januar vor Jahresfrist fühlte sich im Januar 2021 über ein Drittel schlechter. Besonders auf den Wecker geht die Pandemie den Jungen: Über 40 Prozent der 15- bis 29-Jährigen fühlten sich schlechter. (sda)

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