Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Terror-Frauen, Erpressung und ganz viel Corona – das schreiben die Sonntagszeitungen



Die Überlastungen in den Altersheimen, die geringe Zahl der Skilager in der Schweiz und die Rolle der Frauen im Dschihad: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen.

Themen rund um das Coronavirus

Erkrankte arbeiten in Heimen

Monica telefoniert durch eine Scheibe mit ihrer 88-jaehrigen Mutter Giuseppina, am Mittwoch, 1. April 2020, im Altersheim Serena in Lugano. Aufgrund des Coronavirus wird ein direkter Kontakt vermieden. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Bild: KEYSTONE/Ti-Press

Schweizer Altersheimen geraten in der Corona-Pandemie zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Wie Recherchen der «SonntagsZeitung» zeigen, werden mittlerweile auch erkrankte Personen eingesetzt, um den Pflegebetrieb aufrecht erhalten zu können. So seien mehrere Pflegerinnen in einem Altenheim im Kanton Bern zwar positiv auf Covid-19 getestet, jedoch angehalten worden, trotzdem weiter zu arbeiten. Die Berner Gesundheitsdirektion habe die ausserordentliche Massnahme bewilligt. Yvonne Ribi vom Berufsverband des Pflegefachpersonals verurteilt ein solches Vorgehen. Infiziertes Personal arbeiten zu lassen, verstosse nicht nur gegen die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, sondern auch gegen jene der Heime. Das BAG sieht für erkrankte Personen eine strikte Isolation vor.

Skilager abgesagt

Eine Gruppe Snowboarderinnen aus dem Jugendskilager (JUSKILA) tobt sich am Mittwoch, 3. Januar 2007, im frischen Pulverschnee in Lenk aus. Bereits zum 66. Mal findet in der ersten Januarwoche das traditionelle Jugendskilager von Swiss Ski statt, an dem 600 Jugendliche aus der ganzen Schweiz gratis Ski- und Snowboardferien machen koennen.  (KEYSTONE/Juerg Mueller)

Bild: KEYSTONE

Die meisten Skilager in der Schweiz sind wegen der Corona-Pandemie für diesen Winter abgesagt worden. Nehmen in normalen Jahren über 100'000 Kinder und Jugendliche pro Saison an einem der gut 2300 Schneesportlager teil, die Beiträge der Organisation Jugend und Sport erhalten, so haben sich heuer erst 111 Lager dort gemeldet, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Nicht gut sieht es auch bei der Schneesport-Initiative Schweiz aus, die Winterlager vermittelt. Laut Geschäftsführer Ole Rauch sind über die Hälfte der ursprünglich gebuchten 250 Lager annulliert worden. Laut einer NZZ-Umfrage haben derzeit elf Kantone Lager verboten. Vier weitere Kantone empfehlen einen Verzicht. Im Kanton Zürich dürfen nur freiwillige Lager stattfinden. Die Stadt Zürich will alle jene Lager durchführen, bei denen sich die Corona-Schutzmassnahmen einhalten lassen.

Berset will neue Schutzmassnahmen

Bundesrat Alain Berset spricht an einer Medienkonferenz, am Donnerstag, 26. November 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: keystone

Gesundheitsminister Alain Berset fordert die Tourismuskantone auf, neue Schutzmassnahmen zu ergreifen. Die Skigebiete müssten ihre Kapazitäten so einschränken, dass es nicht zu Menschenansammlungen komme. Das führt laut «SonntagsZeitung» zu einer Reduktion der Kapazitäten auf weniger als die Hälfte der normalen Auslastung an Festtagen. Die Bergbahnen wollen sich dagegen wehren. Die Schutzmassnahmen halten zwar einige Touristen von Skiferien ab. Dennoch laufen die Buchungen von Wohnungen in Schweizer Skigebieten laut «NZZ am Sonntag» sehr gut. So wurden über die Schweizer Plattform E-Domizil gegenüber 2019 für diesen Dezember 43 Prozent mehr Wohnungen vermietet. E-Domizil verfügt in der Schweiz über ein Portfolio von 14'000 Objekten.

Mehr dazu hier

Sommaruga beunruhigt wegen Todesopfern

Gemäss dem Chefsprecher der EU-Kommission hat die Schweiz die EU noch nicht über die Details zu den Präzisierungen beim institutionellen Rahmenabkommen informiert. Dies obwohl Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga schon mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen telefoniert hat. (Archiv)

Bild: sda

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga will die Gründe für die hohe Zahl an Todesfällen wegen Covid-19 sorgfältig analysieren. Die vielen Todesopfer beschäftigten sie sehr. Auf die Frage, ob der Bundesrat zu spät gehandelt habe, sagte Sommaruga in einem Gespräch mit dem «SonntagsBlick», es sei immer ein Zusammenspiel zwischen Bundesrat und Kantonen. Das sei zuweilen schwierig. Ihre Aufgabe sei es, dass Zusammenspiel zu verbessern. Die politischen Entscheide seien immer auch ein Abbild der Bevölkerung. Vielleicht habe eine gewisse Pandemie-Müdigkeit dazu beigetragen, dass die Reaktion der Politik länger gedauert habe als im Frühling. Bereits Anfang Oktober habe sie sich notiert, dass der Bund wieder präsenter sein müsse. Doch die Signale aus den Kantonen seien nicht eindeutig gewesen.

Druck auf Bauarbeiter

ZU DEN BAUARBEITEN DER ERSATZMAUER AN DER STAUMAUER SPITALLAMM AN DER GRIMSEL STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Bauarbeiter installiert Thermometer im Stahl der Armierung des Betonsockel fuer den spaeter gebauten Baukran, um die Temperatur waehrend der Betonierungsarbeit beobachten zu koennen, fotografiert waehrend Bauarbeiten auf dem Platz am Fuss der bestehenden Staumauer Spitallamm der KWO, die durch eine neue, doppelt gekruemmte Bogenmauer ersetzt wird, fotografiert am 11. September 2020 auf der Grimsel. Der Bau der neuen Staumauer dauert von 2019 bis 2025. Die neue Staumauer wird eine Hoehe von 113 Meter und einer Kronenlaenge von 212 Meter aufweisen. Der Bau der doppelt gekruemmte Bogenmauer wird etwa 215'000 Kubikmeter Betonvolumen beneotigen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: keystone

In der Corona-Pandemie prallen die Ansprüche der Bauherren und die Gesundheit der Arbeiter aufeinander. Während die Bauherren die Einhaltung der Termin fordern, die vor der Krise abgemacht wurden, geben die Baufirmen den Druck an die Arbeiter weiter. Das hat laut «SonntagsBlick» zur Folge, dass die Schutzmassnahmen auf vielen Baustellen nicht mehr eingehalten werden. Die Gewerkschaft Unia pocht darauf, dass die Massnahmen umgesetzt werden. Nötig seien regelmässige Tests und wirksame Kontrollen. Deren Durchführung liege derzeit beim Unfallversicherer Suva. Doch die Ressourcen der Suva seien beschränkt. 45 Kontrolleure seien zuständig für 350'000 Arbeiter auf 30'000 Bauplätzen. Mehr als 600 Stichproben im Monat lägen nicht drin.

Corona-Kranke geschützt

Eine Arztin spricht mit einer Patientin auf der Abteilung fuer COVID-Patienten im HFR Freiburg Kantonsspital, am Donnerstag, 26. November 2020 in Fribourg. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: keystone

Personen, die von der Lungenkrankheit Covid-19 genesen sind, verfügen möglicherweise jahrelang über einen Schutz vor einer erneuten Erkrankung. Darauf deuten zwei grosse Studie aus den USA hin, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Forscher hätten Zellen des Immunsystems gefunden, die sich auch nach sechs Monaten oder mehr noch an das Coronavirus «erinnerten» und die sehr schnell eine Immunantwort auslösen könnten, wenn sie das Virus wieder entdeckten. Von anderen Infektionen wisse man, dass die Gedächtnis-B-Zellen bis zu zehn Jahre oder noch länger im Körper patrouillierten. Allerdings schützen diese Zellen nicht vor einer neuen Infektion mit dem Virus, sondern lediglich vor einer Erkrankung.

Selbstständige sind die Verlierer

Das Chalet

Bild: keystone

Die selbständigen Unternehmen sind das schwächste Glied in der Coronakrise. Eine Studie des Zentrums Enterprise for Society zeigt nun laut der «NZZ am Sonntag», dass es vielen KMU in der zweiten Welle finanziell schlechter geht als während des Lockdowns im Frühling. Die Firmen rechnen für das ganze Jahr 2020 mit einem massiven Umsatzeinbruch von durchschnittlich 19 Prozent. Jeder dritte Unternehmer, entsprechend 200'000 KMU, hat Angst um die wirtschaftliche Existenz. Hinter der Studie stehen die Universität Lausanne und die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. Die Studie basiert auf einer Befragung von knapp 800 selbständigen Unternehmen und Firmeninhabern aus allen Branchen und Landesteilen.

Sonstige Themen:

Erpressung in der Politik

Bundesrat Alain Berset, rechts, und Regierungsrat Lukas Engelberger, Regierungsrat (BS) und Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, sprechen an einer Medienkonferenz, am Donnerstag, 26. November 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: keystone

Mehr als die Hälfte der National- und Ständeräte ist schon einmal bedroht, mit Erpressungsversuchen konfrontiert oder erpresst worden. Das hat der «SonntagsBlick» auf Basis einer Befragung erfahren, an der sich 102 Parlamentarierinnen und Parlamentarier beteiligten. Das entspricht rund 40 Prozent der Bundesversammlung. Fast jeder dritte National- oder Ständerat schaltete daraufhin die Polizei oder die Justiz ein. Ferner zeigt die Befragung, dass Politikerinnen deutlich häufiger mit Drohungen konfrontiert werden als ihre männlichen Kollegen. Zwei Drittel der Teilnehmerinnen gaben an, bereits einmal bedroht oder erpresst worden zu sei. Bei den Männern liegt der Prozentsatz 20 Punkte tiefer. Die Waadtländer FDP-Nationalrätin Jacqueline de Quattro fordert nun, dass exponierte Personen besser geschützt werden. Sie wird am Montag eine Motion einreichen.

Frauen als Terroristen

epa08839657 The Manor department store in Piazza Dante in Lugano, Switzerland, 24 November 2020. In the afternoon shortly after 2 p.m. a stabbing occurred in the department store. According to the Ticino cantonal police, the perpetrator is a 28-year-old Swiss woman. One person was seriously injured. Authorities suspect a terrorist background to the crime.  EPA/Pablo Gianinazzi

Bild: keystone

Frauen spielen im islamistischen Terror laut der «NZZ am Sonntag» eine immer grössere Rolle. In den letzten Jahren habe deren Bedeutung im Dschihadismus sprunghaft zugenommen. Heute verbreiteten Frauen auch Propaganda, rekrutierten Dschihad-Reisende oder verübten Attentate, zitiert das Blatt den Experten Max Hofer, der im letzten Oktober eine Studie über den radikalen Islam in der Schweiz veröffentlicht hat. Nicoletta della Valle, Direktorin des Fedpol, mahnt ihrerseits in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» nach dem Messerangriff einer IS-Sympathisantin am Dienstag in Lugano zur Wachsamkeit. Der dschihadistische Terror ziele auch auf die Schweiz. Dschihadisten gelangten oft an ganz junge Leute aus schwierigen Verhältnissen oder an Menschen mit psychischen Problemen.

Mehr dazu liest du hier

Grippefreier Winter

Grippe, Erkältung (Symbolbild)

Bild: Shutterstock

Mehrere Länder auf der Südhalbkugel, darunter Australien, haben in den letzten Monaten einen praktisch grippefreien Winter erlebt. Experten sind vorsichtig optimistisch, dass sich dies auf der Nordhalbkugel wiederholen könnte. Laut dem jüngsten Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit über Influenzaviren wurde das Grippevirus in den letzten zwei Wochen in keiner Region der Schweiz nachgewiesen. Die Zahl der Ansteckungen mit dem Grippevirus sei viel geringer als in den vergangenen Jahren, bestätigte Ana Gonçalves, Biologin am Nationalen Influenza-Referenzzentrum in Genf, gegenüber der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». Sie schliesst jedoch nicht aus, das die Grippefälle später noch kommen könnten.

(aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Coiffeur, Tattoo- und Massagestudios: Was ab Montag alles noch geöffnet hat

Welche Läden haben ab Montag noch geöffnet, welche müssen schliessen? Muss ich meinen Friseur- oder Tattootermin absagen? Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen rund um die neuen Corona-Regeln des Bundesrates.

Am Mittwoch hat der Bundesrat neue Massnahmen zur Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Unter anderem hat er entschieden, dass alle Geschäfte, die keine Güter «des kurzfristigen und täglichen Bedarfs» anbieten, ab Montag dem 18. Januar 2021 schliessen müssen.

Doch was bedeutet das nun konkret? Welche Geschäfte müssen schliessen? Welche dürfen offen bleiben? Und auf was muss ich bei Dienstleistungsanbietern beachten? Wir klären dich auf.

Lebensmittelgeschäfte bleiben geöffnet. Die Regelung, …

Artikel lesen
Link zum Artikel