Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gössi kritisiert Martullo scharf: «Es strotzt vor Unwahrheiten und Falschangaben»

Die Spannungen zwischen FDP und SVP eskalieren im Nachgang zum Interview in der «Schweiz am Wochenende».



«Wir wollen den bilateralen Weg sichern.»

FDP-Präsidentin Petra Gössi äussert sich im «SonnTalk» zum Rahmenabkommen. Video: © CH Media Video Unit

Der Freisinn habe beim EU-Rahmenabkommen offenbar den Verstand komplett ausgeschaltet, kritisierte SVP-Nationalrätin und EMS-Chemie-Chefin Magdalena Martullo-Blocher im Interview mit der «Schweiz am Wochenende».

«Das Interview strotzt vor Unwahrheiten und Falschangaben», lautet die Replik von FDP-Präsidentin Petra Gössi. In der Sendung «SonnTalk» von TeleZüri, Tele M1 und TeleBärn warf sie am Sonntagabend der EMS-Chemie-Chefin mangelnde Faktentreue vor. Die Kantonalbanken seien beim Abschluss des Rahmenabkommens nicht gefährdet, da die Schweiz kein Dienstleistungsabkommen mit der EU besitze. Mit ihrer Abschottung gefährdet die SVP nach Ansicht Gössis vielmehr den bilateralen Weg und erhöht damit die Möglichkeit eines späteren Beitritts der Schweiz zur EU.

Im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» hatte Magdalena Martullo Blocher zudem die Vermutung geäussert, dass die grossen internationalen Konzerne der FDP ihre Wende beim EU-Rahmenabkommen diktiert haben könnten. Diesen Vorwurf wies die FDP-Chefin im «SonnTalk» ebenso vehement zurück. Nach Ansicht von Petra Gössi wären die Schweizer KMUs und nicht die Ems Chemie von einem Scheitern des Rahmenabkommens mit der EU bei den Exporten betroffen. Das Unternehmen von Magdalena Martullo-Blocher sei in Ländergesellschaften organisiert und damit im Handel mit der EU nicht tangiert.

Für die FDP-Chefin steht auch nach der jüngsten Eskalation im bürgerlichen Lager zum Thema Rahmenabkommen fest: «Die FDP setzt sich für den bilateralen Weg ein. Ohne Rahmenabkommen würde er wegerodiert», so die Schwyzer Nationalrätin. (chm)

Den ganzen Sonntalk können Sie sich hier ansehen:

EU-Rahmenabkommen / Klimastreik / Brexit

EU-Rahmenabkommen: Totalversagen des Bundesrats? — Klimastreik: Jugend als Vorbild? — Brexit: Kommt Zeit, kommt Rat? Video: © TeleZüri

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Chronologie Einwanderungs-Initiative

Nico sucht an der Gartenmesse nach dem falschen Kraut

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Blockade bei den Bilateralen ist wie ein Smartphone ohne Update

Das institutionelle Abkommen mit der EU ist von verschiedener Seite unter Beschuss. Dabei wird die Schweiz in immer mehr Bereichen von der Entwicklung in Europa abgehängt.

Der SVP-Angriff auf die Personenfreizügigkeit wurde am letzten Sonntag gebodigt. Zum wiederholten Mal hat sich das Stimmvolk zu den bilateralen Verträgen mit der Europäischen Union bekannt. Ist der Weg nun frei für das institutionelle Abkommen (InstA)? Es sieht nicht so aus: Das Sperrfeuer gegen den umstrittenen Vertrag ist in vollem Gang.

Eine Woche vor der Abstimmung kritisierte alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann in der NZZ das in seiner Amtszeit ausgehandelte Abkommen. Er sieht nicht nur …

Artikel lesen
Link zum Artikel